WhatsApp, Abo-Modell

WhatsApp plant Abo-Modell für werbefreie Nutzung in Europa

24.01.2026 - 04:25:12

Meta reagiert auf EU-Datenschutzregeln mit einem Wahlmodell für WhatsApp: Nutzer können künftig zwischen kostenloser Version mit Werbung oder einem bezahlten Abonnement wählen.

WhatsApp führt ein kostenpflichtiges Abo ein, um Werbung in der App zu vermeiden. Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf die strengen Datenschutzregeln in der EU.

Entwickler entdeckten die Pläne in einer aktuellen Beta-Version der Android-App. Nutzer in Europa und Großbritannien sollen künftig wählen können: Entweder sie nutzen den Dienst weiterhin kostenlos mit Werbung oder sie zahlen für ein werbefreies Erlebnis. Diese „Bezahlen oder Einwilligen“-Strategie wendet Meta bereits bei Facebook und Instagram an.

Für Abonnenten würde die Werbung komplett aus dem „Updates“-Tab verschwinden. Dort finden sich Statusmeldungen von Kontakten und abonnierte Kanäle. Private Chats, Gruppen und Anrufe sollen werbefrei bleiben – unabhängig von der Entscheidung.

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Was das neue Abo bieten soll

Der Kern des Abonnements ist ein ungestörter Feed. Nutzer sehen weder Werbung zwischen Status-Updates noch bezahlte Promoted Channels. Der Preis könnte bei etwa vier Euro pro Monat liegen, wie erste Hinweise in der Beta nahelegen. Die finale Gebühr kann je nach Land variieren und ist noch nicht final.

Die Einführung ist rein optional. Nutzer können ihr Abo direkt in den App-Einstellungen verwalten. Ob es ein reines WhatsApp-Abo wird oder Teil eines gebündelten Meta-Pakets, ist noch unklar. In anderen Märkten wie den USA läuft die schrittweise Einführung von Werbung bereits.

Antwort auf den regulatorischen Druck in Europa

Die Strategieänderung ist eine direkte Folge des europäischen Regulierungsdrucks. Gesetze wie der Digital Markets Act (DMA) und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zwingen Meta zum Umdenken. Europäische Gerichte entschieden, dass das Unternehmen eine ausdrückliche Einwilligung der Nutzer für personalisierte Werbung benötigt.

Mit dem Wahlmodell für WhatsApp strebt Meta nun Compliance an. Die vollständige Einführung der Werbefunktionen in der EU wird für 2026 erwartet. Die irische Datenschutzbehörde (DPC), Metas Hauptaufsicht in der EU, berät das Unternehmen, um die Rechtskonformität sicherzustellen.

Nutzer, die nicht zahlen, erhalten Werbung basierend auf grundlegenden Signalen wie Sprache, Standort und Interaktionen im Updates-Tab. Die Verknüpfung des WhatsApp-Kontos mit einem Meta-Kontencenter für plattformübergreifende Daten bleibt optional und ist standardmäßig deaktiviert.

Neues Kapitel der Monetarisierung

Die Einführung von Werbung markiert das Ende eines langen Versprechens: WhatsApp sollte ursprünglich werbefrei bleiben. Die Kommerzialisierung des Updates-Tabs ist dennoch folgerichtig. Dieser Bereich wird zunehmend genutzt, um Marken, Creators und Nachrichtenorganisationen zu folgen – ein logischer, wenn auch sensibler Ort für Werbung.

Das Modell eröffnet Unternehmen neue Wege, über bezahlte Kanäle ein breites Publikum zu erreichen. Für Vermarkter öffnet sich eine direkte Linie zu einer hoch engagierten Nutzerschaft auf einer bisher weitgehend werbefreien Plattform.

Der duale Ansatz – kostenlos mit Werbung oder bezahlt ohne – wird zum Standard, um regulatorische Forderungen nach mehr Nutzerwahl zu erfüllen. Plattformen können so ihr Werbegeschäft aufrechterhalten und gleichzeitig eine konforme Alternative für zahlungswillige Nutzer anbieten.

Die große Balance-Akt

Die erfolgreiche Einführung in Europa wird zur Nagelprobe für Meta. Entscheidend wird ein als fair empfundener Preis sein. Ebenso wichtig ist, dass die werbegestützte Erfahrung nicht so aufdringlich wird, dass sie Nutzer vertreibt. Die Funktion befindet sich noch in aktiver Entwicklung.

Branchenbeobachter werden die Akzeptanz des werbefreien Plans genau verfolgen. Das Ergebnis in Europa könnte einen Präzedenzfall für die Monetarisierung von Messengern weltweit setzen – besonders in Regionen, die künftig ähnliche Datenschutzregeln einführen könnten.

Eine offizielle Ankündigung von Meta wird in den kommenden Monaten erwartet, wenn die Funktion von der Entwicklung in die Beta-Testphase übergeht. Bis dahin können europäische Nutzer sich auf eine Zukunft einstellen, in der sie die Wahl haben, wie sie den beliebtesten Messenger der Welt nutzen möchten.

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