WhatsApp: Neue Sicherheitsfunktionen für Gruppen-Sprachchats
28.11.2025 - 03:29:12Berlin – WhatsApp rüstet bei der Sicherheit nach: Die Messaging-Plattform führt in ihrer Beta-Version aktive Sicherheitshinweise für Sprachchats ein und erweitert gleichzeitig die Ausdrucksmöglichkeiten in Status-Updates. Die Neuerungen zielen darauf ab, Nutzer in großen Gruppen besser zu schützen – ohne die verschlüsselten Nachrichten selbst zu lesen.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Während WhatsApp-Communities mit hunderten Mitgliedern immer beliebter werden, steigen auch die Risiken. Belästigung, Datenmissbrauch und unerwünschte Kontakte häufen sich in großen Gruppen. Die neuen Features sollen genau hier ansetzen.
Die wichtigste Neuerung betrifft die Gruppen-Sprachchats. In der aktuellen Android-Beta (Version 2.25.35.7) erscheinen künftig kontextbezogene Sicherheitshinweise während laufender Audiokonferenzen. Diese Tipps erinnern Nutzer an Datenschutz-Best-Practices und verantwortungsvollen Umgang – besonders in größeren, teils öffentlichen Community-Gruppen.
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Sprachchats waren ursprünglich als Alternative zu regulären Anrufen gedacht, um große Gruppen nicht mit Klingelgeräuschen zu stören. Doch je größer die Runde, desto schwieriger wird die Kontrolle. WhatsApp setzt hier bewusst auf die “menschliche Ebene” der Sicherheit: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt die Inhalte, die neuen UI-Elemente das Nutzerverhalten.
Die Funktion ergänzt das Anfang 2025 eingeführte Framework “Advanced Chat Privacy”. Dieses ermöglicht Administratoren bereits, Nachrichtenexporte zu blockieren und das Abgreifen von Daten durch KI-Tools zu verhindern.
Status-Updates: Entwürfe und Reaktions-Sticker
Parallel dazu verfeinert WhatsApp seine Status-Funktion erheblich. Zwei Features stehen kurz vor dem Start:
Entwürfe speichern
Nutzer können Status-Updates – ob Text, Foto oder Video – künftig als Entwurf sichern. Die in Beta-Version 2.25.36.6 entdeckte Funktion löst ein häufiges Ärgernis: Wer beim Erstellen eines Status unterbrochen wird, verliert bisher die gesamte Arbeit. Das neue Feature orientiert sich an den Nachrichtenentwürfen, die Ende 2024 Standard wurden.
Interaktive Reaktions-Sticker
Ein weiteres Highlight: Reaktions-Sticker auf Status-Updates. Nutzer können einen interaktiven Sticker in ihren Status einbinden, über den Betrachter per Fingertipp direkt mit einem Emoji reagieren. Anders als herkömmliche Status-Antworten landen diese Reaktionen nicht im Chat-Verlauf und überschwemmen den Ersteller nicht mit Nachrichten.
Pünktlich zur Weihnachtszeit testet WhatsApp zudem Konfetti-Animationen für bestimmte Emoji-Reaktionen – ein festlicher visueller Akzent für die Feiertage.
“Info”-Feld mit Verfallsdatum
Der Datenschutz bleibt zentrales Thema in WhatsApps Strategie für Ende 2025. Neben den Gruppen-Sicherheitstipps arbeitet die Plattform an erweiterten Privatsphäre-Einstellungen für das “Info”-Feld im Profil.
Künftig können Nutzer festlegen, dass ihre Info-Nachrichten – früher als Textstatus bekannt – nach einer bestimmten Zeit automatisch verschwinden, etwa nach 24 Stunden. Das entspricht dem Verhalten visueller Status-Updates und gibt Nutzern mehr Kontrolle über ihren digitalen Fußabdruck.
Besonders praktisch ist das Feature für temporäre Statusmeldungen: Wer seinen Kontakten mitteilen möchte, gerade im Urlaub oder vorübergehend nicht erreichbar zu sein, muss die Info nicht manuell wieder löschen.
Was bedeutet das für die Branche?
Die Sicherheitshinweise in Sprachchats markieren einen Strategiewechsel. WhatsApp erkennt an, dass technische Verschlüsselung allein in großen Communities nicht ausreicht. Verhaltensbasierte Nudges – wie die neuen Sicherheitstipps – werden zum notwendigen Instrument gegen Missbrauch.
“WhatsApp baut faktisch eine ‘Sicherheits-Oberfläche’ über sein Verschlüsselungsprotokoll”, analysieren Branchenexperten. “Mit Features wie Advanced Chat Privacy gegen Datenexporte und jetzt Sicherheitstipps für das Verhalten versucht die App, das Chaos großer Gruppenkommunikation zu moderieren – ohne die Nachrichten selbst zu lesen.”
Die Beta-Features dürften bis Dezember 2025 oder Januar 2026 für alle Nutzer weltweit verfügbar sein. Parallel arbeitet WhatsApp weiter an plattformübergreifender Interoperabilität, um EU-Vorgaben zu erfüllen. Aktuelle iOS-Beta-Updates (Version 25.34.10) verfeinern bereits die Multi-Account-Unterstützung und Integration von Drittanbieter-Chats.
Hinweis: Die beschriebenen Funktionen sind derzeit für Beta-Tester verfügbar und können sich vor der finalen Veröffentlichung noch ändern.
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