WhatsApp: Neue „No-Click“-Schwachstelle löst Alarm aus
02.02.2026 - 12:53:12Eine kritische Sicherheitslücke in WhatsApp gefährdet Millionen Nutzer weltweit. Forscher warnen vor einer neuen Schadsoftware, die Smartphones über Gruppenchats infiziert – ganz ohne Klick des Opfers. Zwischen Meta und Sicherheitsexperten tobt ein Streit über die Wirksamkeit des Gegenmittels.
Wie der „stille Angriff“ funktioniert
Das Risiko ist so hoch, weil es keinerlei Aktion des Nutzers braucht. Die Schwachstelle, entdeckt von Googles Project Zero, nutzt eine Standardfunktion der App aus. Angreifer benötigen lediglich die Telefonnummer des Opfers. Sie fügen es einer neuen WhatsApp-Gruppe hinzu und schicken eine speziell präparierte Bild- oder Videodatei.
Die Gefahr lauert in der automatischen Medienwiedergabe. Ist diese Funktion aktiviert, verarbeitet WhatsApp die bösartige Datei sofort im Hintergrund – noch bevor der Nutzer den Chat überhaupt öffnet. Laut Analysen von Malwarebytes kann sich die Schadsoftware in diesem Moment auf dem Gerät einnisten und Daten ausspähen.
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Meta und Google im Clinch um den Patch
Während die Bedrohung aktiv ist, herrscht Uneinigkeit über den Schutz. Meta, Mutterkonzern von WhatsApp, verkündete Ende Januar 2026, die zugrundeliegende Lücke geschlossen zu haben. Doch am Montagmorgen widersprachen Googles Forscher öffentlich. Sie bewerten Metas Update als „unzureichend“.
Der Kern des Streits: Die Google-Experten halten die grundlegende Schwachstelle in der Medienverarbeitung für weiterhin ausnutzbar, wenn auch unter speziellen Bedingungen. Für Nutzer bedeutet das Verunsicherung – ist ihr Gerät jetzt geschützt oder nicht?
Android-Nutzer besonders im Fokus
Die aktuelle Angriffswelle zielt vor allem auf Android-Geräte ab. Eine Analyse des Sicherheitsblogs BornCity zeigt, dass die Methode die Art ausnutzt, wie WhatsApp für Android Medien darstellt. Nach einer erfolgreichen Infiltration kann die Malware sensible Daten wie Chatverläufe, Standorthistorie und Kontaktlisten abgreifen.
Die Entwicklung ist alarmierend. Solche „Zero-Click“-Lücken wurden 2025 noch gezielt gegen Journalisten und Politiker eingesetzt. Dass sie nun über Gruppenchats ein breites Publikum bedrohen, markiert eine gefährliche Demokratisierung hochkomplexer Spionagetools.
So schützen Sie sich sofort
Da der offizielle Patch umstritten ist, raten unabhängige Experten zu eigenen Schutzmaßnahmen:
- Automatischen Download deaktivieren: Gehen Sie in den Einstellungen zu „Speicher und Daten“ und schalten Sie „Medien automatisch herunterladen“ für alle Netzwerke aus. Das unterbricht die Angriffskette.
- Gruppeneinladungen beschränken: Unter „Einstellungen > Datenschutz > Gruppen“ können Sie festlegen, wer Sie hinzufügen darf. „Nur meine Kontakte“ ist die sicherste Option.
- App aktuell halten: Installieren Sie trotz des Patches-Streits umgehend das neueste Update von Google Play oder dem App Store. Es enthält wichtige Gegenmaßnahmen.
Branche vor grundsätzlicher Debatte
Der Vorfall trifft Meta zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen steht bereits wegen Fragen zur Nutzerprivatsphäre in der Kritik. Branchenbeobachter erwarten nun eine grundsätzliche Diskussion über Standardeinstellungen in Messengern. Der Komfort der automatischen Medienwiedergabe wird neu gegen das Sicherheitsrisiko abgewogen.
Experten rechnen in den kommenden Tagen mit einem weiteren Sicherheitsupdate von Meta. Bis dahin bleibt die Wachsamkeit der Nutzer der beste Schutz. Die „No-Click“-Eigenschaft macht diese Lücke zu einer der gefährlichsten mobilen Bedrohungen der Gegenwart.
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