WhatsApp: Neue Betrugswelle lockt mit gefälschten Investment-Apps
31.01.2026 - 01:00:12Eine neue Welle von Anlagebetrug überflutet derzeit WhatsApp. Kriminelle ködern Nutzer in Gruppenchats, um sie zum Download gefälschter Trading-Apps zu verleiten. Die Folge sind oft hohe finanzielle Verluste.
Die Masche folgt einem perfiden Muster: Nutzer werden ungefragt Gruppen hinzugefügt, in denen angebliche Experten oder KI-generierte Promi-Videos für „todsichere“ Anlagen werben. In den Chats werden rege Diskussionen und Erfolgsgeschichten simuliert, um Vertrauen aufzubauen. Geköderte Opfer werden dann gedrängt, eine spezielle App zu installieren und erste Geldbeträge zu investieren.
Die Betrüger agieren professionell. Sie kapern Namen seriöser Finanzfirmen oder Prominenter, um seriös zu wirken. Den Opfern wird suggeriert, Teil einer exklusiven Gruppe mit limitiertem Zugang zu sein – das erhöht den Druck, den Anweisungen zu folgen.
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Die gefälschten Apps sind täuschend echt gestaltet und zeigen schnell steigende Gewinne. Anfangs sind sogar kleine Auszahlungen möglich. Diese Taktik, bei der zunächst wochenlang eine Beziehung zum Opfer aufgebaut wird, ist als „Pig Butchering“ (Schlachtung des Schweins) bekannt. Sie verleitet viele, immer höhere Summen nachzuschießen.
Der große Abzug: Wenn plötzlich alles weg ist
Der Betrug fliegt auf, wenn Opfer ihre Gewinne auszahlen lassen wollen. Plötzlich werden fadenscheinige Gründe genannt: Angeblich müssen noch Steuern, Gebühren oder andere Abgaben beglichen werden. Wer zahlt, verliert den Kontakt – und sein gesamtes investiertes Geld.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit Monaten vor dieser Masche. Seriöse, lizenzierte Anbieter bieten keine Anlageberatung über Messenger-Gruppenchats an. Die BaFin hat Risiken bei digitalen Geldanlagen in ihrer Publikation „Risiken im Fokus 2026“ als zentrale Gefahr identifiziert.
Ein globales Milliardengeschäft für kriminelle Netzwerke
Hinter den Betrügereien stecken oft global agierende Banden. Sie betreiben sogenannte „Scam-Fabriken“, in denen Menschen unter Zwang arbeiten müssen. Die Schadenssummen sind astronomisch: Laut der Global Anti-Scam Alliance erbeuteten Online-Betrüger weltweit allein 2024 über eine Billion Dollar.
Auch im deutschsprachigen Raum häufen sich die Fälle:
* Ein Mann aus dem Landkreis Eichstätt verlor rund 130.000 Euro.
* Ein 48-Jähriger aus Tirol wurde um einen mittleren fünfstelligen Betrag betrogen.
Diese Beispiele zeigen die hohe Professionalität und die verheerenden finanziellen Folgen.
So schützen Sie sich vor dem WhatsApp-Betrug
Experten raten zu äußerster Vorsicht bei unaufgeforderten Kontakten und Investmentangeboten in Messengern. Ein gesundes Misstrauen ist der beste Schutz.
Alarmglocken sollten läuten, wenn:
* Sie unaufgefordert zu WhatsApp- oder Telegram-Gruppen eingeladen werden.
* Ihnen unrealistisch hohe, schnelle Gewinne ohne Risiko versprochen werden.
* Druck aufgebaut wird, schnell zu handeln oder eine bestimmte App zu installieren.
* Vorauszahlungen für „Steuern“ oder „Gebühren“ gefordert werden.
* Die Kommunikation ausschließlich über Messenger läuft.
Was tun im Verdachtsfall?
Brechen Sie sofort den Kontakt ab und zahlen Sie kein weiteres Geld. Sichern Sie alle Chatverläufe und Transaktionsdaten. Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei und informieren Sie die BaFin. Schnelles Handeln kann die Chancen erhöhen, Geld zurückzuverfolgen.
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