WhatsApp: Neue Betrugswelle kapert Konten per Anruf
12.01.2026 - 22:39:12Eine neue, raffinierte Betrugsmasche erlaubt Kriminellen die vollständige Übernahme von WhatsApp-Konten – allein durch einen Anruf. Internationale Sicherheitsbehörden warnen aktuell eindringlich vor der als “verdeckte Rufumleitung” bekannten Methode. Sie kombiniert geschickte Manipulation mit versteckten Handy-Funktionen.
Die Angreifer geben sich als Paketzusteller oder Dienstleister aus. Unter einem Vorwand bringen sie ihr Opfer dazu, eine spezielle Tastenkombination in die Wähltastatur einzugeben. Was harmlos wirkt, aktiviert eine Rufumleitung aller Anrufe an eine Nummer der Betrüger.
Der entscheidende Schritt folgt sofort: Die Kriminellen starten auf ihrem Gerät die WhatsApp-Registrierung mit der Nummer des Opfers. Sie lassen sich den Verifizierungscode per Anruf zuschicken. Da alle Anrufe umgeleitet sind, landet der Code direkt bei ihnen – die Kontoübernahme ist abgeschlossen.
Diese neue Anruf-Masche zeigt, wie einfach Angreifer WhatsApp-Konten kapern können. Mit gezielten Einstellungen am Smartphone lässt sich das Risiko deutlich senken. Unser kostenloses Sicherheitspaket erklärt die fünf wichtigsten Schutzmaßnahmen für Android-Smartphones – inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Zwei-Faktor-Authentifizierung, Rufumleitungen prüfen und sicheren App-Einstellungen. Ideal für alle, die WhatsApp, Online-Banking und Shopping mobil nutzen. Holen Sie sich die sofort umsetzbare Checkliste und schützen Sie Ihre Kontakte. Gratis-Sicherheitspaket für Android anfordern
Globale Warnungen und die Folgen
Das Indian Cyber Crime Coordination Centre (I4C) meldet einen signifikanten Anstieg solcher Fälle. Die Methode funktioniert weltweit, denn die genutzten GSM-Codes sind ein internationaler Mobilfunk-Standard.
Ist das Konto erst gekapert, missbrauchen die Täter die Identität des Opfers. Sie kontaktieren Freunde und Familie, um Geld zu erbitten oder die Masche weiterzuverbreiten. Oft aktivieren sie anschließend die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) mit einer eigenen PIN. Das sperrt den eigentlichen Kontobesitzer endgültig aus.
Social Engineering als schwächstes Glied
Der Angriff zielt nicht auf eine WhatsApp-Schwachstelle ab. Stattdessen nutzt er die Unwissenheit der Nutzer über Mobilfunk-Funktionen aus. Es ist reines Social Engineering: Die Täter erzeugen Druck oder Autorität, um kritisches Denken auszuschalten.
Im Vergleich zu Phishing-Links wirkt der persönliche Anruf glaubwürdiger und umgeht technische Filter. Experten betonen: Der Schutz liegt hier vor allem bei der Aufklärung der Nutzer selbst.
So schützen Sie sich wirksam
Die gute Nachricht: Einfache Maßnahmen bieten wirksamen Schutz.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) in WhatsApp. Legen Sie eine persönliche, sechsstellige PIN fest. Ohne sie scheitert jede Neuanmeldung – selbst mit abgefangenem Verifizierungscode.
- Geben Sie niemals Codes auf Anweisung Unbekannter ein. Egal, wer am Telefon Druck macht: Tippen Sie keine Zeichenfolgen wie
**21*oder**67*ein. - Deaktivieren Sie verdächtige Umleitungen. Mit dem Code
##002#und einem Anruf setzen Sie alle Rufumleitungen zurück. - Bleiben Sie misstrauisch. Ein gesunder Argwohn gegenüber unaufgeforderten Anrufen mit Dringlichkeits-Gebaren ist der beste Schutz.


