WhatsApp, Smartwatch-Verbindungen

WhatsApp macht heimliche Smartwatch-Verbindungen sichtbar

27.12.2025 - 20:52:12

WhatsApp macht Hintergrundverbindungen von Geräten wie Smartwatches sichtbar, um Nutzer vor unbefugter Überwachung zu schützen. Die Funktion ist aktuell in der Beta-Testphase verfügbar.

WhatsApp schließt eine Sicherheitslücke für iOS-Nutzer: Eine neue Funktion zeigt erstmals an, welche Geräte wie Smartwatches stillschweigend auf das Konto zugreifen. Das soll vor unerwünschter Überwachung schützen.

Neue Kontrolle für versteckte Geräte

Der Messenger testet derzeit eine eigene Rubrik für “Peripheriegeräte” in den Einstellungen. Sie findet sich innerhalb des bestehenden Menüs “Verbundene Geräte”. Bisher waren dort nur aktive Sitzungen auf Desktop-PCs, Tablets oder Browsern aufgelistet, die per QR-Code autorisiert werden müssen. Ganz anders verhalten sich Geräte wie die Apple Watch: Sie verbinden sich oft automatisch im Hintergrund, um etwa Schnellantworten oder Benachrichtigungen zu synchronisieren – ohne expliziten Anmeldeprozess.

Diese Hintergrundverbindungen blieben für den Nutzer bislang unsichtbar. Die neue Funktion ändert das. Beta-Tester der Version 25.37.10.71 können nun ihre verbundene Apple Watch in der Liste sehen, inklusive Gerätenamen und Zeitstempel der letzten Synchronisation. So hinterlässt jedes Gerät, das auf Chats zugreift, eine Spur in den Kontoeinstellungen.

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Mehr Sicherheit für private Kommunikation

Sicherheitsexperten begrüßen den Schritt als wichtigen Beitrag zum digitalen Schutz, besonders im privaten Umfeld. Die Möglichkeit, verbundene Geräte zu überprüfen, ist entscheidend, um unbefugte Überwachung zu verhindern.

In Fällen von Partnerschaftsgewalt oder Stalking nutzen Täter manchmal legitime Funktionen wie die Gerätekopplung, um die Kommunikation eines Opfers zu überwachen. Indem WhatsApp diese “stillen” Verbindungen sichtbar macht, können Nutzer genau prüfen, welche Hardware Zugriff auf ihre privaten Nachrichten hat. Eine unbekannte Apple Watch in der Liste wird so zum klaren Warnsignal, dass das Konto möglicherweise kompromittiert ist.

Noch fehlt die Fernsteuerung

Die Funktion befindet sich noch in der Entwicklung und hat eine wesentliche Einschränkung: Die “Peripheriegeräte”-Liste dient derzeit nur zur Anzeige, nicht zur aktiven Verwaltung. Tester können eine verbundene Apple Watch zwar sehen, sie aber nicht direkt aus der iPhone-App entfernen. Stattdessen weist eine Meldung darauf hin, die WhatsApp-App von der Smartwatch selbst zu deinstallieren.

Diese Notwendigkeit des physischen Zugriffs ist eine Sicherheitseinschränkung, die Analysten in künftigen Updates gelöst sehen wollen. Die Möglichkeit, Zugriffsrechte aus der Ferne zu widerrufen, ist bei modernen Sicherheitstools Standard. Die Funktion wird aktuell einer begrenzten Gruppe von Beta-Testern über TestFlight angeboten. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum für alle Nutzer steht noch nicht fest.

Parallel: Einladungs-Links für Kanäle im Test

Neben den Sicherheitsverbesserungen arbeitet WhatsApp auch an sozialen Funktionen. In einer separaten Beta-Version (25.37.10.74) testet der Dienst eine neue Möglichkeit für Kanal-Admins. Diese können nun Einladungslinks zu ihrem Kanal direkt aus der App an ihre Kontakte senden. Bisher war das Wachstum eines Kanals mit aufwändigeren manuellen Methoden verbunden. Die neue Integration erlaubt es Admins, Kontakte auszuwählen und eine gestylte Einladungskarte mit “Kanal ansehen”-Button zu versenden.

Trend zu mehr Transparenz und Kontrolle

Die Einführung des “Peripheriegeräte”-Tools ist eine logische Weiterentwicklung von WhatsApps Multi-Geräte-Infrastruktur. In den letzten zwei Jahren hat Meta die Fähigkeit des Messengers, unabhängig vom Haupttelefon auf mehreren Geräten zu laufen, stark ausgebaut. Das verbessert den Komfort, erweitert aber auch die Angriffsfläche für potenziell unbefugten Zugriff.

Indem Wearables nun in den Bereich “Verbundene Geräte” aufgenommen werden, standardisiert WhatsApp sein Sicherheitsmodell über alle Geräteklassen hinweg. Das wird immer relevanter, da der Markt für Wearables wächst. Wenn künftig mehr Geräte – wie etwa Smart Glasses – Messaging-Funktionen erhalten, wird eine zentrale Verwaltungsoberfläche unverzichtbar.

Für die Zukunft ist zu erwarten, dass sich die “Peripheriegeräte”-Rubrik von einer passiven Liste zu einem aktiven Verwaltungstool entwickelt. Wahrscheinlich werden künftige Updates die Möglichkeit bringen, den Zugriff auf Wearables aus der Ferne zu widerrufen – analog zur heutigen Verwaltung von Desktop-Sitzungen.

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