WhatsApp, Konfetti

WhatsApp: Konfetti, Transkripte und Doppel-Accounts für alle

29.11.2025 - 23:59:12

Meta dreht zum Jahresende nochmal richtig auf: WhatsApp bekommt innerhalb von nur 72 Stunden ein ganzes Paket neuer Funktionen spendiert. Von verspielten Feiertagsanimationen bis zu längst überfälligen Produktivitäts-Tools – die Updates zwischen dem 26. und 29. November zeigen deutlich, wohin die Reise geht. Doch was steckt wirklich dahinter?

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Kurz vor der Weihnachtszeit will Meta offenbar mit einer Mischung aus Spaß und Nutzen punkten. Während Beta-Tester bereits neue visuelle Spielereien ausprobieren, erreichen wichtige Funktionen endlich die breite Masse der Nutzer. Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

Wer dachte, WhatsApp sei nur für nüchterne Textnachrichten da, wird derzeit eines Besseren belehrt. Die neueste iOS-Beta-Version bringt Konfetti-Animationen für bestimmte Emoji-Reaktionen. Wählt man etwa den Party-Popper oder das Konfetti-Ball-Emoji aus, explodiert der Bildschirm in einem bunten Farbregen. Die Funktion wurde parallel auch in der Android-Beta gesichtet.

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Noch sind die Animationen nur einer begrenzten Zahl von Beta-Testern zugänglich. Doch die Marschrichtung ist klar: WhatsApp will lebendiger werden, sich vom Image des reinen Kommunikationswerkzeugs lösen. Eine direkte Antwort auf Telegram und Snapchat, die längst auf spielerische Elemente setzen.

Reaktionen mit Persönlichkeit

Parallel dazu arbeitet Meta an einer Erweiterung der Status-Funktion. Ab sofort können Beta-Nutzer auf die Storys ihrer Kontakte nicht mehr nur mit Standard-Emojis reagieren, sondern mit personalisierten Avatar-Stickern. Die Neuerung tauchte am 27. und 28. November sowohl in der Android- als auch iOS-Beta auf.

Was nach einer Kleinigkeit klingt, könnte die Art verändern, wie Nutzer mit Status-Updates interagieren. Statt eines simplen Daumen-hoch lässt sich nun mit dem eigenen digitalen Ich antworten – deutlich persönlicher und ausdrucksstärker.

Zwei Accounts, ein iPhone: Endlich

Während Beta-Tester mit Konfetti spielen, erreicht iPhone-Nutzer eine längst überfällige Funktion: Multi-Account-Support. Was Android-Nutzer bereits seit geraumer Zeit kennen, rollt seit dem 27. November auch für iOS aus. Damit lassen sich erstmals zwei WhatsApp-Accounts – etwa privat und geschäftlich – auf einem einzigen iPhone parallel nutzen.

Die Verwaltung erfolgt über einen neuen Bereich in den Einstellungen oder per Shortcut neben dem QR-Code-Symbol. Entscheidend: Beide Accounts bleiben komplett voneinander getrennt. Chat-Verläufe, Benachrichtigungen und Einstellungen existieren unabhängig. Kein Durcheinander mehr zwischen Kundennachrichten und Familien-Chats.

Für Berufstätige ein Game-Changer. Bisher mussten sie entweder zwei Smartphones mit sich herumtragen oder auf Notlösungen wie die Business-App ausweichen. Diese Zeiten sind vorbei.

Sprachnachrichten als Text: Privatsphäre bleibt gewahrt

Eine weitere Produktivitätsfunktion gewinnt Ende November an Fahrt: die automatische Transkription von Sprachnachrichten. Android-Nutzer weltweit erhalten derzeit Zugriff auf das Tool, das empfangene Voice-Notes in Text umwandelt und direkt unter der Audio-Nachricht anzeigt.

Besonders praktisch in lauten Umgebungen oder Meetings, wenn das Abspielen von Audio-Nachrichten unpraktisch ist. Das Beste daran: Die Transkription läuft komplett auf dem Gerät ab. WhatsApp versichert, dass kein Text jemals die Server erreicht – die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt unangetastet.

Nutzer müssen lediglich ein kleines Sprachdatenpaket herunterladen. Unterstützt werden aktuell Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch und Hindi. Deutsche Unterstützung dürfte folgen, sobald die Funktion die Betaphase verlässt.

Status-Entwürfe: Kleiner Kniff, große Wirkung

Wer kennt es nicht: Man beginnt, einen Status zu erstellen, wird unterbrochen – und alles ist weg. Meta arbeitet am 26. November bekannt gewordenen Berichten zufolge an einer “Als Entwurf speichern”-Funktion. Texte, Fotos oder Videos lassen sich künftig zwischenspeichern und später fertigstellen.

Klingt nach einer Selbstverständlichkeit? Ist es auch. Dass WhatsApp hier so spät nachzieht, zeigt, wie sehr das Unternehmen in der Vergangenheit auf pure Funktionalität statt Komfort gesetzt hat. Diese Zeiten scheinen vorbei.

Nutzernamen statt Telefonnummer?

Im Hintergrund bastelt WhatsApp zudem an einer grundlegenden Änderung der Nutzeridentifikation. Beta-Code deutet darauf hin, dass bald Nutzernamen zur Kontaktaufnahme ausreichen könnten – ganz ohne Telefonnummer. Eine Lookup-Funktion soll es ermöglichen, unbekannte Nummern über zugehörige Nutzernamen zu identifizieren.

Das wäre eine kleine Revolution. Bisher ist die Telefonnummer der zentrale Identifier auf WhatsApp. Ein Wechsel zu Nutzernamen würde die Privatsphäre deutlich stärken – und WhatsApp näher an Telegram und Signal heranrücken.

Strategie dahinter: Dominanz durch Mix

Die Updates zeigen Metas Doppelstrategie deutlich: Einerseits werden praktische Lücken geschlossen – Multi-Account für iOS, Transkripte für Android. Andererseits soll WhatsApp emotionaler und verspielter werden, um der Konkurrenz die Stirn zu bieten.

Telegram hat vorgemacht, wie Gamification-Elemente Nutzer länger auf der Plattform halten. Snapchat lebt seit Jahren von visuellen Gimmicks. WhatsApp kann sich nicht mehr darauf verlassen, einfach nur “der Standard” zu sein. Die Integration von Konfetti und personalisierten Reaktionen ist der Versuch, aus dem reinen Werkzeug eine lebendige soziale Umgebung zu machen.

Was als Nächstes kommt

Konfetti und Status-Reaktionen dürften in den kommenden Wochen die Beta-Phase verlassen – passend zu den Dezember-Feiertagen. Die Entwurf-Funktion für Status-Updates folgt vermutlich kurz darauf. Spannend wird 2025: Dann könnten Nutzernamen die Art, wie wir WhatsApp nutzen, grundlegend verändern.

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