WhatsApp-Investmentbetrug, Welle

WhatsApp-Investmentbetrug: Neue Welle täuscht mit KI und Sparkasse-Logo

25.01.2026 - 23:13:12

Verbraucherschützer warnen vor professionellen Investmentbetrügereien über WhatsApp. Gefälschte Experten und Marken wie Sparkasse ködern Opfer in fingierte Handelsgruppen, um hohe Summen zu erbeuten.

Eine neue, hochprofessionelle Welle von Investmentbetrügereien rollt über Deutschland. Die Täter nutzen gezielt WhatsApp, um ahnungslose Anleger in fingierte Handelsgruppen zu locken und um ihr Erspartes zu bringen. Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht BaFin warnen eindringlich vor Gruppen wie „VictoryCap“ und vor dreisten Fälschungen des Sparkassen-Brandings.

Das perfide Spiel in den Chat-Gruppen

Der Angriff beginnt oft mit einer unerwarteten Einladung in eine exklusiv klingende Investment-Community auf WhatsApp. In diesen Gruppen inszenieren die Betrüger ein aufwendiges Schauspiel. Falsche Experten, gefälschte Gewinnscreenshots und KI-gesteuerte Chatbots, die sich als erfolgreiche Mit-Anleger ausgeben, bauen über Wochen Vertrauen auf. Das Ziel: Die Opfer sollen Geld auf betrügerische Handelsplattformen überweisen. Die verschlüsselte, direkte Natur des Messengers schafft dabei eine trügerische Atmosphäre von Authentizität und Dringlichkeit.

„VictoryCap“: Das falsche Versprechen der KI

Ein aktuelles Beispiel ist das als „VictoryCap“ bekannte System. In Gruppen wie „VictoryCap Finanzforum–C67“ wird eine betrügerische, KI-gesteuerte Handelssoftware namens „EGPRO“ beworben. Die Täter ködern mit dem Versprechen hoher Renditen durch künstliche Intelligenz – und spielen so geschickt auf das große Interesse an Fintech-Lösungen an.

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Zur Glaubwürdigkeit erfinden sie Persönlichkeiten wie einen angeblichen „Professor Volker Heun“, der in der Gruppe als Mentor auftritt. Nach kleinen, anfänglich erfolgreich erscheinenden Investitionen werden die Opfer zu immer größeren Einzahlungen gedrängt. Sobald nennenswerte Summen geflossen sind, sind Abhebungen blockiert und die Betrüger vom Radar verschwunden. Juristen sehen hier den Tatbestand des bandenmäßigen Betrugs und des Erbringens unerlaubter Bankgeschäfte erfüllt.

Sparkasse als Köder: Der Missbrauch einer vertrauten Marke

Parallel dazu schrecken Kriminelle nicht davor zurück, das Vertrauen in die größte deutsche Finanzgruppe zu missbrauchen. Die Sparkassen warnen aktuell ihre Kunden vor gefälschten Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram. Diese präsentieren einen „neuen WhatsApp-Kanal der Sparkasse“ – inklusive offiziellen Logos.

Die Sparkasse stellt klar: Sie betreibt keine offiziellen Investment-Kanäle auf WhatsApp und wirbt niemals über Social-Media-Gruppen für Anlagen. Der Ablauf ist ähnlich: Wer auf die Anzeige klickt, landet in einer großen WhatsApp-Gruppe. Dort simulieren echte Personen und Bots rege Diskussionen über angebliche Handelserfolge, um das Vertrauen zu erschleichen, bevor auf eine gefälschte Handelswebsite verwiesen wird. Überwiesenes Geld ist sofort verloren.

Das alarmierende Gesamtbild

Diese Fälle sind Teil eines besorgniserregenden Trends. Betrug verlagert sich zunehmend auf digitale Plattformen mit direkten Kommunikationskanälen. Einer Studie zufolge fanden 2025 bereits 84 Prozent aller Betrugsversuche in Deutschland auf Messengern statt, 59 Prozent davon auf WhatsApp. Die Schadenssummen sind immens: Die österreichische FMA bezifferte den Schaden durch KI-gestützte WhatsApp-Betrügereien allein für 2025 auf fast 20 Millionen Euro.

Die BaFin aktualisiert fortlaufend ihre Warnlisten vor unerlaubten Geschäften. Ihre zentrale Empfehlung: Immer zuerst die Lizenz eines Anbieters in der offiziellen Datenbank prüfen. Klassische Warnsignale sind unaufgeforderte Kontaktaufnahmen, Versprechen unrealistisch hoher, garantierter Renditen bei angeblich null Risiko und Druck, sofort handeln zu müssen.

So können sich Verbraucher schützen

Angesichts immer raffinierterer Methoden, die auch Deepfakes einbeziehen, bleibt Wachsamkeit der beste Schutz. Behörden raten zu diesen Schritten:
* Legitimität prüfen: Vor jeder Investition den Anbieter in der BaFin-Datenbank auf eine Lizenz kontrollieren.
* Unerwünschte Angebote ablehnen: Unerwartete Einladungen in Investment-Chats auf WhatsApp oder Telegram stets ignorieren.
* Höhe Renditen hinterfragen: Garantierte, schnelle oder extrem hohe Gewinnversprechen sind fast immer betrügerisch.
* Daten schützen: Niemals sensible persönliche oder Bankdaten an unbekannte Kontakte online weitergeben.
* Vorfälle melden: Betroffene sollten sofort ihre Bank informieren, Anzeige bei der Polizei erstatten und die BaFin benachrichtigen.

Die Ausbreitung dieser Betrugsmaschen auf Alltags-Plattformen wie WhatsApp unterstreicht, wie notwendig öffentliche Aufklärung und ein gesundes Misstrauen gegenüber vermeintlichen Online-Schnäppchen sind.

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