WhatsApp, Sicherheits-Modus

WhatsApp führt Sicherheits-Modus gegen Spionage-Angriffe ein

01.02.2026 - 08:01:12

WhatsApp führt einen optionalen Schutzmodus ein, der Konten mit einem Klick umfassend gegen Spionage-Software absichert. Die Funktion richtet sich besonders an gefährdete Nutzergruppen.

WhatsApp startet eine neue Sicherheits-Offensive: Der Messenger führt einen optionalen „Strengen Kontoeinstellungen“-Modus ein, der Konten mit einem Klick gegen gezielte Cyberangriffe abschirmt. Die Funktion richtet sich besonders an gefährdete Nutzergruppen wie Journalisten, Aktivisten und Personen des öffentlichen Lebens.

Ein-Klick-Schutzschild gegen Spionage-Software

Der Clou der neuen Funktion liegt in ihrer Einfachheit. Statt zahlreiche Menüs durchforsten zu müssen, aktiviert ein einziger Schalter ein ganzes Bündel restriktiver Sicherheitsoptionen. Das Ziel: Die Angriffsfläche für Hacker und Spionage-Software drastisch zu verkleinern.

Konkret blockiert der Modus automatisch alle Medien und Dateianhänge von unbekannten Kontakten. So soll verhindert werden, dass Schadsoftware über manipulierte Bilder oder Videos auf das Gerät gelangt. Zudem deaktiviert die Einstellung Link-Vorschauen in Nachrichten, um die Preisgabe der eigenen IP-Adresse zu unterbinden. Auch Anrufe von unbekannten Nummern werden stummgeschaltet – eine Abwehrmaßnahme gegen sogenannte Zero-Click-Angriffe, die Geräte ohne jegliche Nutzerinteraktion kompromittieren können.

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Umfassende Abschottung für den Ernstfall

Der neue Modus spiegelt die wachsende Sorge vor hochprofessioneller Spionagesoftware wider. Neben den offensichtlichen Blockaden aktiviert er im Hintergrund weitere kritische Schutzmechanismen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird verpflichtend eingeschaltet.

Zugleich werden Sichtbarkeitseinstellungen maximal eingeschränkt: Profilbild, Infotext und der „Zuletzt online“-Status sind nur noch für gespeicherte Kontakte sichtbar. Auch das Hinzufügen zu Gruppen wird auf bekannte Kontakte limitiert. Um den Standort zu verschleiern, werden Anrufe zudem über WhatsApp-Server geleitet. Die Funktion muss auf dem primären Mobilgerät aktiviert werden und ist nicht über WhatsApp Web steuerbar.

Fundamentale Absicherung durch Rust-Programmiersprache

Parallel zum Nutzer-Feature hat WhatsApp eine tiefgreifende technische Modernisierung abgeschlossen. Die zentralen Medien-Bibliotheken der App wurden in die speichersichere Programmiersprache Rust umgeschrieben. Dieser Schritt soll ganze Klassen von Speicherfehlern eliminieren, die oft von in Medien-Dateien versteckter Spionagesoftware ausgenutzt werden.

Es handelt sich um eine der größten globalen Einführungen einer Rust-Bibliothek. Diese unsichtbare Sicherheitsverbesserung kommt allen Nutzern zugute – unabhängig davon, ob sie den strengen Modus aktivieren.

Teil eines Branchentrends für Risikogruppen

Mit der Einführung reiht sich WhatsApp in eine Reihe von Tech-Konzernen ein, die spezielle Schutzmodi für gefährdete Personen anbieten. Die Funktion ist vergleichbar mit Apples „Lockdown Mode“ oder dem „Erweiterten Schutz“ bei Android. Alle diese Modi tauschen etwas Komfort gegen ein deutlich höheres Sicherheitsniveau.

Die Entwicklung zeigt einen Branchentrend: Während Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle essenziell ist, benötigen manche Nutzer extreme Zusatzsicherungen gegen gut finanzierte und hartnäckige Angreifer. Der neue Modus wird in den kommenden Wochen schrittweise für alle Nutzer auf iOS und Android verfügbar sein.

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