WhatsApp führt Rollen-Tags für geordnete Gruppenchats ein
12.01.2026 - 15:52:12WhatsApp bringt mit selbstgewählten Rollen-Tags mehr Klarheit in Gruppenchats – ein Schachzug gegen Slack und Teams.
Der Messenger-Dienst WhatsApp rollt weltweit eine neue Funktion namens „Member Tags“ aus. Sie erlaubt es Nutzern, sich in jedem Gruppenchat mit einer individuellen Rolle zu kennzeichnen. Die selbstgewählten labels erscheinen neben dem Namen und sollen für mehr Übersicht sorgen – besonders in großen Familien-, Vereins- oder Projektgruppen. Die Einführung ist Teil einer größeren Strategie von Mutterkonzern Meta, die Gruppennutzung des Dienstes für Milliarden Nutzer effizienter zu machen.
So funktionieren die neuen Rollen-Labels
Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: In jedem Chat kann sich jedes Mitglied selbst ein gruppenspezifisches Label geben. „Annas Vater“ im Schulchat, „Torwart“ im Team oder „Projektleiter“ in der Arbeitsgruppe – die Tags erscheinen im Nachrichtenverlauf und in der Teilnehmerliste. So sollen neue Mitglieder sofort erkennen, wer welche Funktion hat, und lästige Vorstellungsrunden entfallen.
Die Kontrolle liegt bewusst bei den Nutzern. Administratoren müssen die Selbstbezeichnung nicht freigeben. Jeder kann sein Label jederzeit ändern, etwa wenn sich Verantwortungen verschieben. Die Eingabe ist auf reinen Text mit Zeichenbegrenzung beschränkt; Sonderzeichen oder Emojis sind nicht erlaubt. Das soll Klarheit und Lesbarkeit sicherstellen.
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Drei neue Werkzeuge für bessere Gruppen-Dynamik
Die Rollen-Tags sind nicht die einzige Neuerung. Parallel führt WhatsApp zwei weitere gruppenfokussierte Features ein:
- Text-Sticker: Jedes getippte Wort oder jeder Satz kann direkt in einen individuellen Sticker umgewandelt und gespeichert werden – für mehr kreativen Ausdruck.
- Verbesserte Event-Erinnerungen: Bei der Erstellung eines Termins in der Gruppe können jetzt benutzerdefinierte Erinnerungen für alle Eingeladenen festgelegt werden, um Verpasstes zu vermeiden.
Diese Updates bauen auf früheren Verbesserungen wie der 2-GB-Dateifreigabe, HD-Medien und Bildschirmfreigabe auf. Zusammen zielen sie darauf ab, WhatsApp von einer reinen Unterhaltungsplattform zu einem hybriden Kommunikations-Hub weiterzuentwickeln.
Strategischer Schachzug im Wettbewerb der Messenger
Branchenbeobachter deuten die Einführung als klaren Schritt, um gegen professionelle Kollaborationstools wie Slack oder Microsoft Teams zu bestehen. WhatsApp dominiert zwar den privaten Austausch, doch für strukturierte Arbeits- oder Community-Abläufe fehlten bislang organisatorische Werkzeuge.
Genau hier setzen die Rollen-Tags an. Millionen kleiner Unternehmen, Vereine und Projektteams, die WhatsApp bereits für die Koordination nutzen, erhalten nun ein einfaches System zur Rollenklärung. Der entscheidende Unterschied zu Konkurrenzprodukten: Die lockere, nutzergetriebene Philosophie von WhatsApp bleibt erhalten. Es gibt keine starren, von Admins verordnete Hierarchien.
Kann dieser Spagat gelingen? Die Strategie zielt darauf ab, die Nutzerbindung zu erhöhen – besonders in großen, aktiven Gruppen, in denen klare Kommunikation essenziell ist. Sollte WhatsApp hier erfolgreich sein, könnte der Dienst seine Position als unverzichtbare All-in-One-Plattform weiter ausbauen.
Ausblick: Gestaffelte Einführung und mögliche Zukunft
Der weltweite Rollout der Features begann um den 7. Januar 2026 und erfolgt etappenweise. Nutzer mit der neuesten Version der Apps für iOS und Android erhalten die Updates in den kommenden Tagen und Wochen nach und nach.
Die aktuellen Rollen-Tags sind nutzerdefiniert. Spekulationen in der Branche gehen jedoch bereits weiter: Denkbar wären in Zukunft auch von Administratoren zugewiesene Labels oder sogar KI-vorgeschlagene Rollen, die sich aus den Gesprächsmustern in der Gruppe ableiten. Offizielle Pläne hierfür gibt es von Meta allerdings noch nicht. Für jetzt können Nutzer sich auf besser organisierte und kontextreichere Gruppenchats freuen.
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