WhatsApp führt Nutzernamen ein: Ende der Telefonnummer-Pflicht
15.01.2026 - 08:52:12WhatsApp startet eine neue Ära der Privatsphäre: Nutzer können sich bald einen eindeutigen Benutzernamen reservieren. Diese in der aktuellen Android-Beta entdeckte Funktion markiert den Startschuss für eine der größten Plattform-Veränderungen seit Jahren. Ab 2026 sollen die über zwei Milliarden Nutzer so kommunizieren können, ohne ihre private Handynummer preiszugeben – ein direkter Schlag gegen unerwünschte Kontaktaufnahmen und ein Wettlauf um die begehrtesten digitalen Identitäten hat bereits begonnen.
Die neue Privatsphäre: So funktionieren die Handles
Der Kern der Neuerung ist simpel, aber folgenreich: Statt der Telefonnummer wird ein frei wählbarer Nutzername (z.B. @ihrname) zum öffentlichen Identifier. Die Nummer bleibt zwar für die Konto-Einrichtung notwendig, verschwindet aber aus der öffentlichen Ansicht. Nutzer können Chats, Sprach- und Videoanrufe ausschließlich über den Benutzernamen initiieren.
„Das ist eine privacy-first-Modernisierung des Messaging-Systems“, kommentieren Beobachter. Die Kommunikation bleibt Ende-zu-Ende-verschlüsselt, gewinnt aber eine neue Anonymitätsebene. In der Beta tauchte bereits ein „Nutzername-Reservierungs“-Menü auf. Für Marken, Influencer und Privatpersonen, die ihre digitale Identität sichern wollen, ist dies ein entscheidender Schritt.
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Countdown zum Launch: Was der Beta-Test verrät
Die Funktion in der fortgeschrittenen Beta deutet auf einen baldigen öffentlichen Rollout hin. Analysten erwarten die globale Einführung in der ersten Hälfte 2026. WhatsApp hat für seine Business-API bereits eine Deadline gesetzt: Bis Juni 2026 müssen alle Systeme Nutzernamen unterstützen. Dies legt nahe, dass die Funktion für alle Standard-Nutzer etwa zeitgleich verfügbar sein wird.
Aus geleakten Beta-Informationen gehen die Grundregeln hervor: Nutzernamen werden wahrscheinlich aus Kleinbuchstaben, Zahlen und Unterstrichen bestehen. Parallel testet WhatsApp zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Eine in der Android-Beta 2.26.2.2 gesichtete Funktion ist ein „Username-Key“. Dieser erlaubt es, einen speziellen Code zu verlangen, bevor ein neuer Kontakt ein Gespräch beginnen kann – ein wirksames Werkzeug gegen Spam, besonders für Personen des öffentlichen Lebens.
Wettbewerb und Folgen für die Branche
Das Update ist eines der bedeutendsten in WhatsApps Geschichte und bringt den Meta-Konzern in direkte Konkurrenz zu Telegram und Signal. Diese bieten nutzernamenbasierte Kommunikation schon lange an. Indem WhatsApp die zwingende Verknüpfung von öffentlichem Profil und privater Telefonnummer kappt, befriedigt es nicht nur Nutzerwünsche, sondern modernisiert seine Plattform für die gewachsenen Erwartungen an digitale Privatsphäre.
Für Unternehmen und Content-Creator, die WhatsApp professionell nutzen, ist der Schritt essenziell. Ein professioneller Handle statt der privaten Nummer erhöht die Sicherheit und vereinfacht das Networking. Für die riesige Nutzerbasis bedeutet es mehr Sicherheitsgefühl in neuen Gruppen oder bei Kontakten mit Unbekannten. Die Entwicklung spiegelt einen breiteren Branchentrend: Nutzer erhalten immer granularere Kontrolle über ihre digitale Identität.
Ausblick: Ein sichereres WhatsApp
Der globale Start wird voraussichtlich schrittweise erfolgen, beginnend mit Android, gefolgt von iOS und WhatsApp Web. Die Einführung der Nutzernamen wird optional sein. Jeder Nutzer kann selbst entscheiden, ob er einen öffentlichen Handle haben möchte oder weiterhin primär die Telefonnummer mit vertrauten Kontakten teilt.
Die Möglichkeit zur vorzeitigen Reservierung für Beta-Nutzer ist ein strategischer Schritt, um frühzeitig Aufregung zu generieren und einen geordneten Einführungsprozess zu gewährleisten. Interessierte können versuchen, dem Beta-Programm beizutreten, um ihren Wunschnamen zu sichern. Letztlich markiert diese Funktion einen fundamentalen Wandel: WhatsApp entwickelt sich von einem telefonnummerbasierten Kontaktbuch zu einem vielseitigeren und privateren Kommunikationsnetzwerk.
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