WhatsApp, Nutzernamen

WhatsApp führt Nutzernamen ein – das Ende der Handynummer-Pflicht

31.12.2025 - 05:22:12

WhatsApp testet Nutzernamen, um Handynummern zu verbergen und bietet neue Privatsphäre-Funktionen. Für Unternehmen kommt eine spezielle Kennung für den Kundenservice.

WhatsApp startet die Einführung von Nutzernamen – eine fundamentale Wende für den Datenschutz auf der meistgenutzten Messaging-Plattform der Welt. Die neue Funktion, die derzeit in der Beta-Version getestet wird, soll es erstmals ermöglichen, Kontakte zu finden und anzuschreiben, ohne die private Handynummer preiszugeben.

Nutzername-Reservierung in der Beta gestartet

Seit Ende Dezember 2025 taucht in der neuesten WhatsApp-Beta für Android eine Option zur „Nutzername-Reservierung“ auf. Frühe Tester können sich damit bereits ihren eindeutigen Handle – etwa „@name“ – sichern, bevor die Funktion für alle freigeschaltet wird. Das System soll „Squatting“ auf beliebte Namen verhindern und Unternehmen die frühzeitige Sicherung ihrer Markenidentität ermöglichen.

Der gewählte alphanumerische Name (3 bis 30 Zeichen) wird zu einer vollwertigen Kontaktmethode. Technische Analysen deuten darauf hin, dass die Nutzernamen zur Verifizierung mit Meta-Konten verknüpft werden, um Identitätsdiebstahl zu erschweren. Die aktive Beta-Phase signalisiert, dass die Infrastruktur für einen globalen Rollout bereitsteht.

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Drei neue Privatsphäre-Mechanismen

Die Einführung ist mehr als ein kosmetisches Update – sie ist eine grundlegende Privatsphäre-Verbesserung. Bisher erforderte jeder neue Chat den Austausch von Telefonnummern, was persönliche Kontaktdetails preisgab. Das neue System bringt drei zentrale Neuerungen:

  1. Verschleierung der Handynummer: Nach Einrichtung eines Nutzernamens können Nutzer ihre Nummer vor Nicht-Kontakten komplett verbergen. In einem über den Handle initiierten Chat bleibt die Telefonnummer unsichtbar.
  2. PIN-Schutz für neue Chats: Eine optionale Vierstellige PIN soll Spam eindämmen. Fremde müssen diesen Code eingeben, bevor sie eine Nachricht an einen Nutzernamen senden können – eine wirksame Barriere gegen automatisierte Massennachrichten.
  3. Granulare Suchkontrolle: Nutzer entscheiden selbst, ob sie über ihren Nutzernamen, ihre Telefonnummer oder beides gefunden werden können.

Revolution für Unternehmen: Der „BSUID“

Für Millionen von Unternehmen, die WhatsApp im Kundenservice nutzen, führt das Update einen neuen technischen Standard ein: die „Business-Scoped User ID“ (BSUID).

Diese alphanumerische Kennung erlaubt es Firmen, Kundeninteraktionen zu verfolgen und zu verwalten, ohne persönliche Telefonnummern zu speichern. Ein entscheidender Schritt für die Compliance mit strengen Datenschutzgesetzen wie der DSGVO in der Europäischen Union. Meta hat Geschäftspartnern empfohlen, ihre CRM-Systeme bis Juni 2026 auf die neuen Identifikatoren umzustellen. Die BSUID stellt sicher, dass der Chatverlauf und Kundenprofile auch bei einem Nutzernamen-Wechsel erhalten bleiben.

Eine überfällige Modernisierung

Für Datenschutzexperten ist der Schritt eine längst überfällige Anpassung. Die Pflicht zur Weitergabe der Handynummer – eines oft dauerhaften digitalen Identifikators, der mit Bankkonten und Zwei-Faktor-Authentifizierung verknüpft ist – galt lange als Sicherheitsrisiko.

„Dieses Update bringt WhatsApp auf Augenhöhe mit Plattformen, die schon lange auf nutzernamenbasierte Identitäten setzen“, so die Einschätzung von Cybersicherheitsanalysten. „Indem Meta das Konto für öffentliche Interaktionen von der SIM-Kartennummer entkoppelt, wird die Angriffsfläche für Social Engineering und Belästigung deutlich verkleinert.“

Doch die Veränderung birgt auch Herausforderungen. Die Bindung an Handynummern wirkte bisher als Hemmschwelle für Bot-Netzwerke, da der Erwerb Tausender SIM-Karten teurer ist als die Generierung von E-Mail-Adressen. WhatsApp muss sich daher stark auf sein neues PIN-System und die Meta-Konto-Verifizierung verlassen, um das vergleichsweise spam-arme Umfeld der Plattform zu erhalten.

Ausblick: Der Fahrplan für 2026

Der Rollout wird etappenweise erfolgen:
* Erstes Quartal 2026: Breite Verfügbarkeit der Nutzernamen-Erstellung für alle Android- und iOS-Nutzer.
* Mitte 2026: Vollständige Integration der BSUID für Geschäftskonten und verschärfte Durchsetzung reiner Nutzernamen-Privatsphäre-Einstellungen.
* Langfristig: Mögliche Integration mit anderen Meta-Plattformen für plattformübergreifende Identitätsverifizierung ohne Datenzusammenführung.

Nutzer sollten ihre Apps aktuell halten. Sobald die Reservierungsfunktion in den kommenden Wochen auf mehr Geräten erscheint, beginnt für Millionen aktive Nutzer wahrscheinlich der Wettlauf um die beliebtesten Handles.

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