WhatsApp führt biometrische Backup-Verschlüsselung ein
01.11.2025 - 19:22:11Das Ende der 64-stelligen Schlüssel
WhatsApp vereinfacht den Datenschutz: Ab sofort können Nutzer ihre Chat-Backups mit Fingerabdruck oder Face ID verschlüsseln. Das Update macht robuste Sicherheit so einfach wie das Entsperren des Smartphones.
Die am 31. Oktober 2025 angekündigte Neuerung löst ein jahrelanges Problem: Bisher mussten sich Nutzer komplizierte Passwörter oder 64-stellige Verschlüsselungscodes merken, um ihre in der Cloud gespeicherten Chat-Verläufe zu schützen. Wer diese vergaß, verlor den Zugang zu seinen Nachrichten für immer. Die Folge? Viele verzichteten lieber ganz auf die Verschlüsselung ihrer Backups.
Jetzt verbindet WhatsApp die bewährte End-zu-End-Verschlüsselung mit den biometrischen Sicherheitssystemen der Smartphones. Ein einfacher Fingerabdruck, ein Blick in die Kamera oder die Eingabe des Sperrbildschirm-Codes reicht aus, um Millionen von Nachrichten, Fotos und Sprachnachrichten sicher zu verwahren.
Der Durchbruch liegt in der Abkehr von manuell verwalteten Zugangsdaten. Statt komplizierter Codes nutzt die neue Funktion die bereits vorhandenen Authentifizierungsmethoden des Geräts. Was früher eine technische Hürde darstellte, wird nun zur simplen Alltagsgeste.
Besonders wertvoll ist das für die unzähligen persönlichen Erinnerungen in den Chat-Verläufen: Familienfotos, wichtige Sprachnachrichten oder bedeutsame Unterhaltungen bleiben so geschützt, ohne dass Nutzer komplizierte Sicherheitsprozeduren befolgen müssen. Experten erwarten dadurch einen deutlichen Anstieg bei der Nutzung verschlüsselter Backups.
Sicherheit bleibt kompromisslos
Trotz der vereinfachten Bedienung macht WhatsApp keine Abstriche beim Datenschutz. Die End-zu-End-Verschlüsselung bleibt vollständig erhalten – weder WhatsApp, noch Mutterkonzern Meta oder die Cloud-Anbieter können die Backup-Inhalte einsehen.
Das System arbeitet mit kryptografischen Schlüsselpaaren, wobei der private Schlüssel sicher auf dem Nutzergerät gespeichert bleibt. Selbst bei einem Hack der Cloud-Accounts bleiben die Chats unlesbar, solange Angreifer keinen physischen Zugang zum Smartphone und den biometrischen Daten haben.
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So aktivieren Sie die neue Funktion
Die Einführung erfolgt schrittweise über die kommenden Wochen und Monate weltweit. Verfügbare Nutzer finden die Option unter Einstellungen > Chats > Chat-Backup > End-to-End-verschlüsseltes Backup. Dort lässt sich die biometrische Sicherung aktivieren.
Kampf gegen Betrugsmaschen
Das Update ist Teil einer breiteren Sicherheitsoffensive von Meta. Ende Oktober führte WhatsApp bereits eine Warnfunktion ein, die Nutzer alarmiert, wenn sie ihren Bildschirm mit unbekannten Kontakten während Videoanrufen teilen wollen. Diese Maßnahme zielt auf eine wachsende Zahl von Betrügereien ab, bei denen Kriminelle Opfer dazu bringen, sensible Bildschirminhalte zu zeigen.
Die neuen Passkey-verschlüsselten Backups markieren einen Wendepunkt für die mehr als drei Milliarden WhatsApp-Nutzer weltweit. Indem robuste Verschlüsselung endlich benutzerfreundlich wird, beseitigt WhatsApp eine der letzten großen Hürden für umfassenden digitalen Datenschutz im Alltag.


