WhatsApp erleichtert Aufräumen mit neuem Chat löschen-Tool
29.12.2025 - 22:54:12WhatsApp testet eine neue Funktion, mit der Nutzer präzise Medientypen aus Chats entfernen können, um Speicherplatz freizugeben, während wichtige Nachrichten erhalten bleiben.
WhatsApp führt ein überarbeitetes “Chat löschen”-Tool ein, das Nutzern erstmals eine feingranulare Kontrolle über ihre Speicherplatz-Freigabe bietet. Die neue Funktion, die derzeit in Beta-Versionen getestet wird, erlaubt es, gezielt bestimmte Medientypen aus Unterhaltungen zu entfernen, während Textverläufe und wichtige Nachrichten erhalten bleiben.
Präzise Kontrolle statt radikaler Schnitt
Bisher war die Wahl oft drastisch: Entweder wurde ein gesamter Chatverlauf inklusive aller Texte und Medien gelöscht oder gar nichts. Das ändert sich mit dem neuen Tool grundlegend. Wie der Feature-Tracker WABetaInfo berichtet, erhalten Beta-Tester nun eine detaillierte Aufschlüsselung. Beim Aufrufen der “Chat löschen”-Option öffnet sich ein Menü, das den Inhalt in Kategorien wie Textnachrichten, Bilder, Videos, Sprachnachrichten, Sticker, Dokumente und Audiodateien unterteilt. Neben jeder Kategorie zeigt WhatsApp an, wie viel Speicherplatz durch das Löschen freigegeben würde. Diese Transparenz ermöglicht datenbasierte Entscheidungen.
Die Funktion ist derzeit in der iOS-Beta-Version 25.37.10.72 aktiv. Eine vergleichbare Version wird parallel für Android (Beta 2.25.34.5) getestet. Die gleichzeitige Entwicklung für beide Plattformen deutet auf einen koordinierten, globalen Rollout in Kürze hin. Nutzer erreichen das Tool entweder über den “Chat-Info”-Bildschirm oder durch langes Drücken auf einen Chat in der Übersicht.
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Geschützte Erinnerungen und klare Entscheidungshilfen
Ein besonders gelobter Aspekt ist der verbesserte Schutz für “Markierte Nachrichten”. Bestehende Bookmarks – ob wichtige Adressen, Reisedetails oder sentimentale Texte – werden bei der Bereinigung standardmäßig ausgespart. Das Tool fragt explizit nach, ob diese Nachrichten mitgelöscht werden sollen, und schützt so vor versehentlichem Datenverlust. Diese Funktion unterstreicht die Rolle von WhatsApp als digitales Archiv für Milliarden Nutzer.
Für Besitzer von Geräten mit begrenztem Speicher – wie 64GB- oder 128GB-Modellen – ist die Echtzeit-Berechnung des “Freigegebenen Speichers” ein großer Fortschritt. So lassen sich gezielt mehrere Gigabyte an Video-Dateien aus einem aktiven Gruppenchat entfernen, ohne den Kontext der Textunterhaltung zu opfern. Das lästige Navigieren durch die Einstellungen (“Einstellungen > Speicher und Daten > Speicher verwalten”) entfällt; die Wartung erfolgt nun kontextbezogen direkt im Chat.
Antwort auf das “Speicher voll”-Dilemma
Das Update kommt zur rechten Zeit. Durch 4K-Videos und hochauflösende Fotos explodieren die Dateigrößen geteilter Medien. Ein aktiver Gruppenchat kann binnen Wochen mehrere Gigabyte belegen. Speicherverwaltung zählt laut Marktforschung zu den drei größten Sorgen von Smartphone-Nutzern, besonders in Märkten mit Mittelklasse-Geräten ohne Speichererweiterung.
Die neue Funktion ist Teil einer ganzheitlichen Strategie von WhatsApp. Sie ergänzt andere 2025 eingeführte Features wie “Chat-Filter” und “Benutzerdefinierte Listen”, die der Übersicht dienen. Die Kombination aus besserer Organisation und einfacherer Bereinigung soll die App trotz wachsender Kommunikationsmengen leichtgewichtig und navigierbar halten.
Druck auf die Konkurrenz und Blick in die Zukunft
Der Schritt setzt Wettbewerber wie Telegram und Signal unter Druck, ähnlich detaillierte Speicherkontrollen anzubieten, sofern nicht bereits vorhanden. Branchenbeobachter erwarten, dass diese granulare Kontrolle zum Standard für alle Messaging-Apps wird.
Für die nahe Zukunft ist ein Rollout der Funktion für alle Nutzer in den kommenden Wochen wahrscheinlich. Zwar hat Meta kein offizielles Veröffentlichungsdatum bestätigt, die Stabilität der aktuellen Beta-Version spricht jedoch für die finale Testphase. Langfristig könnten Automatisierungs-Features folgen, etwa “Auto-Löschen”-Einstellungen für bestimmte Medientypen in bestimmten Gruppen. Vorerst markiert das manuelle, aber präzise “Clear Chat”-Tool jedoch einen entscheidenden Fortschritt im digitalen Haushalt.
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