WhatsApp droht in Indien radikaler Umbau durch neue Regeln
03.01.2026 - 03:24:12Indiens Regierung zwingt Messenger wie WhatsApp zu drastischen Änderungen. Grund ist die Bekämpfung von Cyberbetrug, doch die Pläne bedrohen die gewohnte Nutzung.
SIM-Karte wird zum digitalen Gefängnis
Das indische Telekommunikationsministerium (DoT) hat neue Richtlinien erlassen. Sie sollen Messenger-Dienste grundlegend verändern. Kern der Pläne sind zwei radikale Einschränkungen:
- Strikte SIM-Bindung: WhatsApp soll nur noch funktionieren, wenn die bei der Registrierung verwendete SIM-Karte physisch im Gerät aktiv ist. Wird sie entfernt, stoppt der Dienst.
- Zwangstrennung am Desktop: Für WhatsApp Web fordert die Regierung einen automatischen Logout alle sechs Stunden. Nutzer müssten sich dann per QR-Code neu anmelden.
Hintergrund ist eine Welle von Betrugsfällen. Kriminelle geben sich in Videoanrufen als Polizisten aus und erpressen Geld. Allein 2024 entstand so ein Schaden von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro. Die Täter nutzen oft Konten, die nicht mehr an die ursprüngliche SIM gebunden sind, was die Rückverfolgung erschwert.
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Sicherheitsgewinn oder Freiheitsverlust?
Die 90-Tage-Frist zur Umsetzung läuft im Februar 2026 ab. Während die Behörden von mehr Sicherheit sprechen, warnen Datenschützer vor den Konsequenzen.
Die strikte Bindung an eine SIM-Karte macht Nutzer leichter identifizierbar. Kritiker fürchten, dies öffne Tür und Tor für staatliche Überwachung. Gleichzeitig würde die nahtlose Nutzung auf mehreren Geräten – ein zentrales Feature moderner Messenger – massiv beeinträchtigt.
Für Vielreisende oder Geschäftsnutzer, die lokale SIM-Karten verwenden, wäre die neue Regel ein Albtraum. Die geforderte Architektur könnte zudem neue technische Schwachstellen schaffen.
Indien setzt gegen den globalen Trend
Die Pläne stehen im krassen Gegensatz zu Entwicklungen in Europa. Während die EU mit dem Digital Markets Act auf mehr Offenheit setzt, bewegt sich Indien Richtung strikter Kontrolle. Das Land ist mit über 500 Millionen Nutzern der wichtigste Markt für WhatsApp-Mutterkonzern Meta.
Telekom-Anbieter wie Jio oder Airtel begrüßen den Vorstoß. Sie fordern seit langem gleiche Regeln für Messenger-Dienste und klassische Mobilfunkanbieter.
Sollte Indien die Regeln durchsetzen, könnte dies einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen. Andere Länder mit ähnlichen Problemen könnten nachziehen. Für Meta steht viel auf dem Spiel: Befolgt das Unternehmen die Anordnung, bricht es mit globalen Produktversprechen. Weigert es sich, droht der Verlust des größten Einzelmarktes.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob ein Kompromiss möglich ist. Sollte die Regierung hart bleiben, erleben Indiens Nutzer bald eine WhatsApp-Version, wie es sie nirgendwo sonst auf der Welt gibt.
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