WhatsApp-Betrug explodiert: So übernehmen Kriminelle Ihr Konto
29.11.2025 - 15:59:12Eine neue Angriffswelle trifft WhatsApp-Nutzer in Deutschland. Kriminelle nutzen das Black-Friday-Wochenende gezielt aus, um mit perfider Manipulation binnen Sekunden Konten zu übernehmen. Polizei und Verbraucherzentralen warnen vor zwei besonders gefährlichen Maschen.
Es beginnt harmlos: Eine Freundin bittet per WhatsApp um Unterstützung. “Kannst du kurz für meine Nichte Emma abstimmen? Sie nimmt an einem Tanzwettbewerb teil und braucht Stimmen für ein Stipendium.” Ein Link ist beigefügt.
Der Haken: Das Konto der Freundin wurde bereits gekapert. Wer dem Link folgt, landet auf einer professionell gestalteten Fake-Seite. Dort soll die eigene Telefonnummer zur “Verifizierung” eingegeben werden. Anschließend fordert die Seite einen Code oder QR-Scan.
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Dieser Code verknüpft Ihr WhatsApp-Konto mit dem Gerät der Betrüger. Binnen Sekunden haben die Täter Vollzugriff auf alle Chats, Fotos und Kontakte. Sie aktivieren die Zwei-Faktor-Authentifizierung und sperren Sie aus. Dann nutzen sie Ihre Identität, um die Masche an Ihr gesamtes Adressbuch weiterzuverbreiten oder Geld von Freunden zu erpressen.
Quishing: Die Gefahr kommt per Post
Parallel beobachten Behörden einen beunruhigenden Trend zu hybriden Angriffen. Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor physischen Briefen, die angeblich von Banken oder Anwaltskanzleien stammen.
Der Vorwand variiert:
* Aktualisierung des TAN-Verfahrens bei Ihrer Bank
* Schadensersatzansprüche nach angeblichen Datenlecks
* Rückerstattung bei Krypto-Betrug
Die Falle: Ein QR-Code im Brief soll gescannt werden. Dieser führt jedoch nicht zur Bank, sondern startet einen Chat oder lädt Schadsoftware. Besonders dreist ist eine Variante, bei der angebliche Anwälte Ausweisfotos per WhatsApp fordern. Mit den erbeuteten Dokumenten eröffnen Kriminelle Konten oder schließen Verträge in Ihrem Namen ab.
Warum gerade jetzt? Die perfekte Gelegenheit für Betrüger
Drei Faktoren erklären die Explosion der Fallzahlen:
Automatisierung durch Bots: Sobald ein Konto übernommen wurde, versenden Programme die Betrugsnachricht simultan an Hunderte Kontakte. Dies erklärt die virale Verbreitung.
Black-Friday-Effekt: Rund um die Rabattschlachten erwarten Nutzer Nachrichten über Deals und Gewinnspiele. Die Skepsis sinkt – Betrüger nutzen dieses “Grundrauschen” gezielt aus.
Social Engineering statt Technik: Da WhatsApp und Betriebssysteme immer sicherer werden, greifen Angreifer den schwächsten Punkt an: den Menschen. Statt technischer Lücken nutzen sie Hilfsbereitschaft und Vertrauen.
So schützen Sie sich sofort
1. Verknüpfte Geräte prüfen
Gehen Sie in den WhatsApp-Einstellungen auf “Verknüpfte Geräte”. Sehen Sie dort einen unbekannten Browser oder Standort? Loggen Sie ihn sofort aus.
2. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
Dies ist der effektivste Schutz. Selbst wenn Betrüger den SMS-Code abfangen, benötigen sie noch Ihre persönliche PIN. (Einstellungen > Konto > Verifizierung in zwei Schritten)
3. Niemals Codes weitergeben
Teilen Sie niemals einen 6-stelligen WhatsApp-Verifizierungscode – egal wer danach fragt.
4. Im Zweifel anrufen
Bei Bitten um Geld, Votings oder Dateneingabe: Rufen Sie den Absender über die normale Telefonnummer an, nicht über WhatsApp.
Bereits betroffen? Handeln Sie schnell
Informieren Sie sofort Ihre Kontakte über andere Kanäle (SMS, E-Mail). Versuchen Sie, Ihren Account neu zu verifizieren. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und sichern Sie Beweise durch Screenshots.
Was kommt als Nächstes?
Sicherheitsexperten erwarten für 2026 den vermehrten Einsatz von KI-Stimmimitationen in WhatsApp-Sprachnachrichten. Wenn der “Enkel” nicht mehr nur schreibt, sondern mit täuschend echter Stimme um Geld bittet, wird die Erkennung noch schwieriger.
Joshua Jahn von der Verbraucherzentrale Brandenburg warnt: “Kriminelle nutzen Namen bekannter Unternehmen oder fälschen offizielle Schreiben so gut, dass sie auf den ersten Blick nicht von echter Post zu unterscheiden sind.”
Die Polizei in mehreren Bundesländern verzeichnete im November einen spürbaren Anstieg an Anzeigen. Die Kombination aus physischer Post und digitalem Betrug dürfte zunehmen – viele Menschen vertrauen Briefen immer noch mehr als E-Mails oder Chat-Nachrichten.
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