WhatsApp: Betrüger nutzen Messenger für neue Enkeltricks
20.01.2026 - 08:04:12Cyberkriminelle nutzen WhatsApp verstärkt für ausgeklügelte Betrugsversuche. Polizei und Verbraucherschützer warnen vor einer Zunahme von Phishing-Angriffen, Identitätsdiebstählen und gefährlichen Kettenbriefen. Im Fokus steht eine modernisierte Form des Enkeltricks, die bereits tausende Nutzer erreicht hat. Die Täter verursachen dabei nicht nur finanzielle, sondern auch erhebliche emotionale Schäden.
Die „Hallo Mama“-Falle: So funktioniert der digitale Enkeltrick
Eine der derzeit erfolgreichsten Masche ist der „Hallo Mama“- oder „Hallo Papa“-Trick. Betrüger kontaktieren Opfer von einer unbekannten Nummer und geben sich als deren Kind aus. Sie behaupten, ihr Handy sei kaputt oder gestohlen.
Nachdem das Opfer die neue Nummer abspeichert, bauen die Täter durch Smalltalk Vertrauen auf. Kurz darauf folgt die Finanzfalle: Unter dem Vorwand einer dringenden Notlage – etwa einer unbezahlbaren Rechnung – bitten sie um eine schnelle Geldüberweisung. Der psychologische Druck verleitet viele dazu, per Echtzeit-Überweisung zu zahlen, die nicht rückgängig gemacht werden kann.
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Phishing und Ghost Pairing: Die technischen Fallen
Neben dem Identitätsdiebstahl bleibt Phishing eine große Bedrohung. Kriminelle versenden Links zu gefälschten Webseiten, die sich als Gewinnbenachrichtigungen, Paketankündigungen oder Kontowarnungen tarnen. Ziel ist der Diebstahl von Passwörtern oder Bankdaten.
Eine anspruchsvollere Methode ist das „Ghost Pairing“. Dabei missbrauchen Angreifer die „Verbundene Geräte“-Funktion von WhatsApp. Sie bringen Opfer über gefälschte Seiten dazu, einen QR-Code zu scannen. So koppeln sie unbemerkt ihr eigenes Gerät mit dem Konto des Opfers und können alle Chats mitlesen.
Anlagebetrug und Kettenbriefe: Die stillen Gefahren
Eine weitere wachsende Gefahr ist der Anlagebetrug. Opfer werden unaufgefordert zu WhatsApp-Gruppen hinzugefügt, in denen angebliche Börsenexperten „todsichere“ Tipps und hohe Renditen versprechen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor diesen unseriösen Handelsplattformen.
Ebenfalls im Umlauf sind Kettenbriefe, die bewusst Falschinformationen verbreiten – etwa über angebliche neue Funktionen bei WhatsApp. Diese Nachrichten sollen Nutzer verunsichern und zur Weiterleitung anstiften, was die Reichweite der Betrüger massiv erhöht.
Warum WhatsApp so attraktiv für Kriminelle ist
WhatsApp bietet mit Milliarden Nutzern eine riesige Angriffsfläche. Der private, vertrauensbasierte Charakter der Kommunikation senkt die Hemmschwelle: Nachrichten von Freunden und Familie wird mehr geglaubt als E-Mails.
Die Täter nutzen geschickt psychologische Tricks:
* Sie bauen emotionalen Druck auf
* Sie täuschen Autorität vor
* Sie erzeugen ein Gefühl der Dringlichkeit
Die Telefonnummern für ihre Angriffe stammen häufig aus früheren Datenlecks oder werden im Darknet gehandelt. Die Anonymität des Dienstes erschwert zudem die strafrechtliche Verfolgung.
So schützen Sie sich vor WhatsApp-Betrug
Experten erwarten, dass Betrugsmaschen durch Künstliche Intelligenz noch überzeugender werden – etwa durch gefälschte Sprachnachrichten. Diese Schutzmaßnahmen helfen:
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung in den WhatsApp-Einstellungen
- Rufen Sie bei verdächtigen Nachrichten das angebliche Familienmitglied unter der alten, bekannten Nummer an
- Überweisen Sie niemals unter Druck Geld oder geben Sie persönliche Daten preis
- Blockieren und melden Sie verdächtige Kontakte umgehend bei WhatsApp
- Überprüfen Sie regelmäßig die Liste der „Verbundenen Geräte“ und entfernen Sie unbekannte Verbindungen
Die wichtigste Regel bleibt ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Nachrichten – selbst wenn sie von vermeintlich bekannten Kontakten stammen.
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