WhatsApp, Betrüger

WhatsApp: Betrüger kapern Konten per Anrufweiterleitung

03.02.2026 - 22:36:12

Cyberkriminelle nutzen manipulierte MMI-Codes, um WhatsApp-Konten zu übernehmen. Die Methode umgeht SMS-Verifizierung und gibt Zugriff auf private Chats.

Eine raffinierte Betrugsmasche bedroht die Sicherheit von WhatsApp-Konten. Cyberkriminelle kapern Konten, indem sie Opfer zur Aktivierung einer Anrufweiterleitung manipulieren. Diese Methode umgeht den Verifizierungsprozess und gibt den Angreifern vollen Zugriff auf private Chats und Kontakte.

So funktioniert der „Call-Forwarding-Scam“

Der Angriff beginnt mit einer überzeugenden Kontaktaufnahme. Betrüger geben sich als Technik-Support, Bekannte in Not oder Vertreter eines Unternehmens aus. Unter einem Vorwand – etwa einem angeblichen Sicherheitsproblem – instruieren sie das Opfer, einen speziellen Code auf dem Smartphone einzugeben.

Dabei handelt es sich um einen MMI-Code (Man-Machine-Interface), der Funktionen wie die Anrufweiterleitung steuert. Codes wie *67* oder *405*, gefolgt von der Nummer des Angreifers, leiten alle eingehenden Anrufe unbemerkt um. Das Opfer ahnt von der Aktivierung oft nichts.

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Der perfide Trick mit dem Verifizierungsanruf

Jetzt kommt der entscheidende Schritt: Die Betrüger starten auf einem neuen Gerät die WhatsApp-Registrierung mit der Telefonnummer des Opfers. Statt des SMS-Codes fordern sie die Zustellung des Einmalpassworts per Sprachanruf an.

Durch die eingerichtete Weiterleitung landet dieser Verifizierungsanruf direkt beim Angreifer. Mit dem Code schließen sie die Registrierung ab und übernehmen das Konto komplett. Das Opfer wird ausgesperrt und verliert den Zugriff.

Die Folgen sind gravierend:
* Betrüger schreiben im Namen des Opfers dessen Kontakte an.
* Sie starten Betrugsversuche oder erpressen Geld.
* Sie entwenden sensible Informationen aus Chatverläufen.

Warum dieser Angriff so gefährlich ist

Diese Masche ist Teil eines wachsenden Trends: Statt technischer Schwachstellen nutzen Kriminelle die Manipulation der Nutzer selbst. Die starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp schützt hier nicht – der Angriff erfolgt auf Kontoebene.

Die Methode ist besonders tückisch, weil sie keine Malware-Installation erfordert und klassische Antivirenprogramme sie nicht erkennen. Sie nutzt das Vertrauen in etablierte Funktionen des Mobilfunkanbieters aus. Viele Nutzer wissen nicht, welche Macht kurze Stern-Codes haben.

So schützen Sie sich vor der Konto-Übernahme

Der beste Schutz ist gesundes Misstrauen. Geben Sie niemals unbekannte Codes ein, nur weil Sie per Anruf oder Nachricht dazu aufgefordert werden – egal wie dringlich oder plausibel die Geschichte klingt.

Die entscheidende Sicherheitsmaßnahme ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) in den WhatsApp-Einstellungen. Legen Sie eine sechsstellige PIN fest. Sie wird bei jeder Neuregistrierung zusätzlich zum SMS- oder Anruf-Code abgefragt. Selbst mit dem abgefangenen Verifizierungscode kommt ein Angreifer dann nicht ins Konto.

Überprüfen Sie zudem regelmäßig die Anrufweiterleitungseinstellungen Ihres Telefons. Bei verdächtigen Aktivitäten sollten Sie umgehend den WhatsApp-Support informieren und Ihre Kontakte warnen.

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