WhatsApp-Betrüger, Konten

WhatsApp-Betrüger kapern Konten mit gefälschten Chatbots

19.01.2026 - 03:42:12

Eine neue Welle raffinierter Betrugsangriffe zielt auf Millionen WhatsApp-Nutzer in Deutschland ab. Cyberkriminelle nutzen gefälschte „Online-Kundenservice“-Chatbots, um die vollständige Kontrolle über Konten zu erlangen. Diese Methode kombiniert technische Tricks mit psychologischer Manipulation und führt zu erheblichen finanziellen Schäden. Polizeibehörden warnen vor der wachsenden Professionalität der Täter.

Die Masche beginnt mit einer täuschend echten SMS. Durch Rufnummer-Bluffing erscheint die Nachricht von derselben Nummer, die auch WhatsApp für Bestätigungscodes nutzt. Sie landet damit direkt neben echten Mitteilungen des Dienstes.

In der SMS wird etwa mit Kontosperrungen wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten gedroht. Ein Link fordert zur „Sicherheitsüberprüfung“ auf. Wer klickt, landet nicht beim echten Support, sondern auf einer gefälschten Seite mit einem interaktiven Chatbot.

Anzeige

Genervt von neugierigen Mitlesern und falschen Support‑Chatbots? Aktuelle Betrugswellen zeigen, wie leicht Kriminelle per gefälschter SMS und interaktiven Chatbots Konten kapern können. Der kostenlose PDF‑Report erklärt Schritt für Schritt, wie Sie sicher zu einer datenschutzfreundlicheren Chat‑App wechseln, welche Einstellungen Sie sofort ändern sollten und wie Sie Ihre Nummer schützen. Praktische Anleitungen für Smartphone und PC helfen beim schnellen Umstieg. Telegram-Umstieg: Gratis-Report herunterladen

GhostPairing: Die heimtückische Konto-Übernahme

Der Chatbot leitet das Opfer geschickt durch einen Prozess, der angeblich der Sicherheit dient. In Wahrheit bestätigt der Nutzer dabei eine Gerätekopplungsanfrage der Angreifer. Diese Methode heißt „GhostPairing“.

Sobald die Kopplung erfolgt ist, haben die Betrüger eine aktive Sitzung auf ihrem eigenen Gerät. Sie können nun:
* Alle Nachrichten mitlesen
* Medien einsehen
* Im Namen des Opfers Nachrichten versenden

Das Tückische: Die App auf dem Smartphone des Opfers funktioniert zunächst normal. Die Übernahme bleibt oft unbemerkt.

WhatsApp: Ein Paradies für Betrüger

Die Chatbot-Masche ist nur eine von vielen Strategien auf der Plattform mit über zwei Milliarden Nutzern. Behörden warnen regelmäßig vor weiteren Gefahren:
* Gefälschte Jobangebote mit verlockenden Gehältern, die Vorauszahlungen fordern
* Identitätsdiebstahl nach dem „Enkeltrick“-Prinzip über gefälschte Kontakte
* Anlagebetrug in geschlossenen Gruppen mit angeblichen Börsenexperten

Oft nutzen die Täter automatisierte Tools, um Massennachrichten an Nummern aus Datenlecks zu versenden.

So schützen Sie sich vor der Chatbot-Falle

Experten raten zu erhöhter Skepsis bei unaufgeforderten Nachrichten, besonders wenn sie Dringlichkeit vermitteln oder Geld fordern. Diese konkreten Maßnahmen helfen:

Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)! Bei der Anmeldung auf einem neuen Gerät wird dann zusätzlich zum SMS-Code eine persönliche PIN abgefragt – die den Angreifern nicht bekannt ist.

Geben Sie niemals Verifizierungscodes weiter, egal wer danach fragt. Ein legitimer Support wird dies nie tun.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre verbundenen Geräte. Im WhatsApp-Menü unter „Verbundene Geräte“ können Sie unbekannte Geräte sofort abmelden.

Verifizieren Sie ungewöhnliche Anfragen immer über einen zweiten Kanal. Ruft ein bekannter Kontakt unerwartet um Geld an, klären Sie das per Telefonat.

Anzeige

PS: Wenn Sie verhindern wollen, dass Betrüger Ihre Chats mitlesen oder sich als Sie ausgeben, ist ein sicherer Messenger oft die einfachste Lösung. Das Telegram‑Startpaket bietet eine verständliche Anleitung zu geheimen Chats, Nummer‑verbergen und den wichtigsten Privacy‑Einstellungen – ideal für alle, die schnell und ohne Technik‑Frust umsteigen möchten. Holen Sie sich den gratis Leitfaden für sicheren Alltagsschutz. Telegram-Startpaket jetzt sichern

@ boerse-global.de