WhatsApp-Betrüger erbeuten 5.000 Euro mit Görlitz-Masche
13.01.2026 - 18:39:12Eine neue Betrugsmasche über WhatsApp sorgt im Landkreis Görlitz für hohe Schäden. Cyberkriminelle drängen ihre Opfer zum Kauf von Steam-Guthabenkarten – eine Frau aus Ebersbach-Neugersdorf verlor so rund 5.000 Euro. Die Polizei warnt eindringlich vor der als “Görlitz-Masche” bekannten Methode.
Die Täter gehen mit psychologischem Geschick vor. In einem aktuellen Fall kontaktierte ein angeblicher Generalstaatsanwalt das Opfer bereits im Mai 2025 über WhatsApp. Unter dem Vorwand einer bevorstehenden Erbschaft baute er über Monate Vertrauen auf. Schließlich forderte er die Frau auf, Steam-Guthabenkarten zu kaufen und die Codes zu übermitteln.
Diese Codes sind wie digitales Bargeld für die Spieleplattform Steam. Sobald die Täter sie erhalten, lösen sie das Guthaben ein oder verkaufen es weiter. Für die Opfer ist das Geld dann unwiederbringlich verloren.
Psychologische Tricks wie bei der „Görlitz-Masche“ sind typische Phishing-Muster: falsche Amtspersonen, langfristiger Vertrauensaufbau und die Aufforderung, Guthabencodes weiterzugeben. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket erklärt in 4 praktischen Schritten, wie Sie diese Manipulationen erkennen, verdächtige Messenger-Nachrichten richtig einschätzen und konkret verhindern, dass Ihr Geld oder Ihre Codes gestohlen werden. Enthalten sind Fallbeispiele zu CEO-Fraud, psychologische Angriffsmuster und sofort anwendbare Checklisten. Jetzt Anti-Phishing-Paket herunterladen
Warum Betrüger auf Steam-Guthaben setzen
Die Wahl der Guthabenkarten ist strategisch:
* Sie bieten den Tätern hohe Anonymität.
* Die Rückverfolgung ist deutlich schwieriger als bei Banküberweisungen.
* Opfer kaufen die Karten oft im stationären Handel – das wirkt vermeintlich legitim.
Die Betrüger geben sich häufig als Amtspersonen, Anwälte oder sogar als Familienmitglieder in Not aus. Steam selbst warnt Nutzer: Die Plattform akzeptiert Guthabenkarten ausschließlich für eigene Transaktionen. Jede Aufforderung, Steuern oder Gebühren damit zu bezahlen, ist ein klarer Betrugsversuch.
Eine bekannte Masche in neuem Gewand
Die “Görlitz-Masche” ist eine Weiterentwicklung klassischer Betrugsmethoden wie dem Enkeltrick. Statt direkter Überweisungen nutzen die Kriminellen nun den Umweg über Guthabenkarten. Die Polizei in Görlitz hatte bereits zuvor vor WhatsApp-Betrügereien gewarnt, bei denen sich Täter als Kinder der Opfer ausgaben.
Die aktuelle Masche zeigt: Die Betrüger verfeinern ihre Methoden ständig. Sie nutzen gezielt die Gutgläubigkeit ihrer Opfer und bauen psychologischen Druck auf.
So können Sie sich schützen
Die Polizei rät zu größter Skepsis bei unaufgeforderten Nachrichten – besonders wenn sie mit Geldversprechen oder -forderungen verbunden sind. Konkret heißt das:
* Nie persönliche Daten oder Guthabencodes an Unbekannte weitergeben.
* Bei verdächtigen Kontaktaufnahmen das Gespräch sofort beenden.
* Ungenutzte Guthabenkarten beim Händler stornieren, falls die Codes noch nicht übermittelt wurden.
* Bei bereits erfolgtem Schaden alle Belege sichern und umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die Aufklärung bleibt der wichtigste Schutz. Denn die Betrüger werden ihre Angriffe über populäre Messenger wie WhatsApp sicher fortsetzen.


