WhatsApp, Betrugswelle

WhatsApp & Co.: Neue Betrugswelle mit gefälschten Schulden droht

17.01.2026 - 03:26:12

Cyberkriminelle nutzen Messenger wie WhatsApp für raffinierte Abofallen mit illegalen Drohungen. Experten warnen vor der wachsenden Gefahr durch sogenanntes Smishing im Jahr 2026.

Eine neue, aggressive Welle von Betrugsmaschen zielt gezielt auf Verbraucher über beliebte Messenger wie WhatsApp, Messenger und Viber ab. Cybersicherheitsexperten warnen eindringlich vor diesen Abofallen, die mit illegalen Drohungen und hohem Druck Geld erpressen wollen – oft für Schulden, die es nie gab.

Diese als „Smishing“ bekannten Betrugsversuche werden immer raffinierter. Die Täter agieren wie organisierte Unternehmen und nutzen die Unmittelbarkeit der Messenger, um ihre Drohungen glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Die Nachrichten erzeugen künstliche Dringlichkeit und drohen mit sofortigen Klagen, Verhaftungen oder öffentlicher Bloßstellung. Dahinter steht ein größerer Trend: Aktuelle Berichte sehen Betrug und Cyberangriffe als eines der größten Risiken für 2026.

So funktioniert der moderne Text-Betrug

Der Betrug beginnt meist mit einer unerbetenen Nachricht von einer unbekannten Nummer. Sie behauptet, der Empfänger habe eine offene Forderung. Oft enthalten die Nachrichten persönliche Daten aus früheren Datenschutzpannen, um glaubhaft zu wirken. Das Ziel ist klar: Panik erzeugen, damit das Opfer nicht nachdenkt und sofort zahlt.

Die Drohungen sind dabei dreist und illegal. Es wird mit einem „Haftbefehl“ gedroht – eine leere Drohung, da für zivile Schulden in den meisten Ländern keine Verhaftung droht. Andere Taktiken sind die Androhung von Namensschwarzen Listen oder Hausbesuchen. Die Zahlung soll über nicht nachvollziehbare Wege wie Überweisungen auf Privatkonten, Kryptowährungen oder spezielle Links erfolgen. Allein diese Forderung ist ein riesiges Warnsignal.

Warum Messenger die neue Betrugsfront sind

Die Verlagerung zu Messengern ist eine strategische Weiterentwicklung der Betrüger. Die Plattformen bieten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was die Rückverfolgung erschwert. Zudem fühlt sich die Kommunikation dort persönlicher und vertrauenswürdiger an als eine formelle E-Mail. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Opfer auf die gefälschte Nachricht reagiert.

Diese Methode ist Teil eines explosionsartig wachsenden Marktes für Betrug durch Identitätsdiebstahl. Die Nachrichten können sich auf eine völlig erfundene „Phantom-Schuld“ beziehen oder auf eine echte, alte Forderung. In letzterem Fall hat der Absender jedoch keinerlei Befugnis, diese einzutreiben. In jedem Fall landet das Geld direkt beim Kriminellen.

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So erkennen und reagieren Sie auf falsche Inkassodrohungen

Verbraucherschützer betonen: Aufmerksamkeit ist die beste Verteidigung. Ein Hauptalarmzeichen ist die Art der Drohung. Seriöse Inkassounternehmen unterliegen gesetzlichen Beschränkungen und dürfen nicht mit Verhaftung oder anderen unzulässigen Maßnahmen drohen. Ein legitimes Unternehmen muss Ihnen zudem innerhalb von fünf Tagen nach dem ersten Kontakt eine schriftliche Bestätigung der Forderung zusenden.

Bei einer verdächtigen Nachchten gilt: Nicht antworten. Klicken Sie auf keinen Fall auf Links und geben Sie keine persönlichen Daten preis. Der sicherste Schritt ist die unabhängige Überprüfung. Wenn Sie glauben, die Forderung könnte echt sein, kontaktieren Sie den ursprünglichen Gläubiger direkt über eine vertrauenswürdige Quelle – nicht über die in der Nachricht angegebenen Kontaktdaten. Fordern Sie stets eine schriftliche Bestätigung per Post an.

Ausblick: Betrug wird 2026 zur Dauergefahr

Dieser Anstieg der Messenger-Betrügereien spiegelt düstere Prognosen von Banken und Sicherheitsexperten wider. Sie rechnen damit, dass Häufigkeit und Raffinesse der Betrugsmaschen 2026 weiter zunehmen werden. Die breite Verfügbarkeit von „Phishing-as-a-Service“-Werkzeugen ermöglicht es sogar wenig versierten Kriminellen, groß angelegte, überzeugende Angriffe zu starten.

Verbraucher sollten daher äußerste Wachsamkeit walten lassen. Behandeln Sie alle unerbetenen Nachrichten mit Zahlungsaufforderung mit größter Skepsis. Schützen Sie Ihre Mobilgeräte mit einer starken Antivirensoftware. Melden Sie Betrugsversuche an die zuständigen Verbraucherschutzeinrichtungen. Jede Meldung hilft, die kriminellen Netzwerke besser zu verfolgen und zu bekämpfen.

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