WeChat, QR-Code-Betrug

WeChat: QR-Code-Betrug erreicht neue Dimension

21.01.2026 - 03:44:12

Die als Quishing bekannte Betrugsmethode über manipulierte QR-Codes verzeichnet einen dramatischen Anstieg. Kriminelle kapern WeChat-Konten, um Geld zu stehlen und Identitätsdiebstahl zu begehen.

Cyberkriminelle kapern zunehmend Konten über manipulierte QR-Codes auf WeChat. Die als Quishing bekannte Methode nutzt das Vertrauen in die allgegenwärtige Scan-Technologie aus, um an Daten und Geld zu gelangen. Sicherheitsbehörden warnen vor einer alarmierenden Zunahme dieser raffinierten Angriffe.

So funktioniert die perfide Masche

Die Täter erstellen QR-Codes, die legitim aussehen, aber zu gefälschten Webseiten führen. Diese Codes verbreiten sie über E-Mails, gefälschte Werbung oder direkt in Chats. Scannt ein Opfer den Code, landet es auf einer täuschend echten Login-Seite – und gibt seine Zugangsdaten preis.

Eine besonders tückische Variante missbraucht die „Anmelden auf neuem Gerät“-Funktion. Opfer scannen einen Code für einen angeblichen Rabatt und autorisieren damit unbemerkt den Login der Kriminellen. Die Folge: Das Konto ist übernommen.

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Von Fake-Rabatten bis zu manipulierten Parkscheinen

Die Köder sind vielfältig. Die Betrüger locken mit:
* Gefälschten Gewinnbenachrichtigungen
* Exklusiven Rabattangeboten
* Job-Ausschreibungen
* Nachrichten von bereits gehackten Konten bekannter Personen

Die Kreativität kennt kaum Grenzen. QR-Codes tauchen auf manipulierten Parkscheinautomaten, E-Ladesäulen oder in gefälschten Bankbriefen auf. Oft erzeugen die Täter künstlichen Zeitdruck, um schnelle, unüberlegte Handlungen zu provozieren.

Kontenübernahme, leere Konten, Identitätsdiebstahl

Die Folgen sind verheerend. Haben Kriminelle erst Zugriff, leeren sie über WeChat Pay die Konten der Opfer. Diese Transaktionen sind oft endgültig.

Doch der Schaden geht weiter: Die Täter gelangen an private Chats, Kontaktlisten und persönliche Daten für Identitätsdiebstahl. Anschließend nutzen sie das gekaperte Konto, um im Freundeskreis des Opfers weitere Betrugsversuche zu starten.

Ein globales Problem mit explosivem Wachstum

Quishing ist eine globale Bedrohung. WeChat ist aufgrund seiner riesigen Nutzerbasis und der engen Verknüpfung von Chat und Bezahlfunktion ein besonders lukratives Ziel.

Die Zahlen sind alarmierend: Eine Analyse von KnowBe4 zeigt, dass der Anteil von Phishing-E-Mails mit WeChat-QR-Codes von 0,04 % (2024) auf 5,1 % (November 2025) explodiert ist. Das ist ein Anstieg von über 3.400 Prozent.

Wie können sich Nutzer schützen?

Experten prophezeien eine weitere Zunahme der Angriffe, möglicherweise befeuert durch KI-gestützte Fälschungen. Diese Maßnahmen schützen:

  • QR-Codes nur aus absolut vertrauenswürdigen Quellen scannen
  • Bei unerwarteten Codes, besonders von Unbekannten, höchste Skepsis walten lassen
  • Nach dem Scan die angezeigte Webadresse immer genau prüfen, bevor Daten eingegeben werden
  • Bei verdächtigen Nachrichten von Bekannten über einen anderen Kanal nachfragen
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung in der WeChat-App aktivieren

Der beste Schutz bleibt eine gesunde Portion Misstrauen. Im Zweifel: Finger weg vom Scanner.

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