Waymo, Robotaxi-Service

Waymo startet fahrerlosen Robotaxi-Service am Flughafen San Francisco

03.02.2026 - 15:44:12

Waymo erweitert seinen fahrerlosen Service auf den San Francisco International Airport. Die Einführung erfolgt schrittweise und markiert einen strategischen Meilenstein im Wettbewerb um Flughafenfahrten.

Waymo bringt seine autonomen Taxis an einen der verkehrsreichsten Flughäfen der USA – und stellt sich gegen Uber und Lyft. Der Start am San Francisco International Airport (SFO) markiert einen strategischen Meilenstein für die gesamte Branche.

Seit dem 29. Januar können ausgewählte Kunden des Google-Mutterkonzerns Alphabet den vollständig fahrerlosen Service nutzen. Die Einführung erfolgt schrittweise; eine vollständige Freigabe für alle Nutzer in der Bay Area ist für die kommenden Monate geplant. Damit verbindet Waymo sein über 670 Quadratkilometer großes Servicenetz erstmals mit einem globalen Drehkreuz.

Vorsichtige Integration über das Mietwagenzentrum

Die ersten Fahrten starten und enden nicht direkt an den Terminals, sondern am Level 1 des Mietwagenzentrums. Von dort gelangen Passagiere mit dem kostenlosen AirTrain zu ihren Abflughallen. Diese bewusste Entscheidung soll Chaos an den oft überfüllten Terminal-Zufahrten vermeiden und die Integration in den komplexen Flughafenverkehr erleichtern.

Hinter dem Start liegt ein dreistufiges Pilotprogramm, das im September 2025 begann. Nach Tests mit Sicherheitsfahrern und Firmenmitarbeitern ist dies nun die finale, kommerzielle Phase. Flughafen und Unternehmen planen jedoch, langfristig auch direkte Terminal-Anfahrten zu ermöglichen.

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Technologischer Sprung: Autobahnfähigkeit als Schlüssel

Die Voraussetzung für den Flughafenbetrieb schuf Waymo bereits im November 2025: Die Freigabe für Autobahnfahrten in der gesamten Bay Area. Das zuverlässige Navigieren auf mehrspurigen Highways mit hohem Tempo ist essenziell für die Strecken zum SFO. Mit dieser Erweiterung wuchs das Servicenetz auf über 670 Quadratkilometer.

SFO ist nach Phoenix und San José bereits der dritte internationale Flughafen im Waymo-Netz. Das Unternehmen verfolgt dabei stets die gleiche Strategie: Erst vorsichtige Einführung an abgelegenen Punkten, dann Expansion zu den Terminals. Ein Muster, das den technischen und regulatorischen Aufwand in solchen Hochsicherheitszonen unterstreicht.

Kampf um lukrative Flughafen-Fahrten beginnt

Mit dem Schritt greift Waymo die profitabelsten Routen der etablierten Mitfahrdienste Uber und Lyft direkt an. Der Start ist strategisch auf große Events wie den anstehenden Super Bowl und die Fußball-Weltmeisterschaft im Großraum San Francisco abgestimmt.

Doch der Service hat auch Schwächen: Erste Analysen zeigen, dass Fahrten zum Flughafen aufgrund der strikten Tempolimits der Roboterautos und des Umstiegs auf den AirTrain länger dauern können als in herkömmlichen Taxis. Die größte Herausforderung bleibt die Bewältigung des unberechenbaren Terminal-Verkehrs, der menschliche Intuition erfordert.

Was bedeutet der Erfolg für die Zukunft?

Der gelungene Start am SFO wird weltweit genau beobachtet. Für Waymo ist der nächste logische Schritt die Ausweitung des Zugangs auf alle Kunden. Das langfristige Ziel bleibt die Genehmigung für direkte Terminal-Fahrten.

Flughafendirektor Mike Nakornkhet sieht in der neuen Option einen Beleg für das Streben nach sicheren und nachhaltigen Transportlösungen. Sollte sich der Service bewähren, könnte er zum Blaupause für die Integration autonomer Fahrzeuge an Verkehrsknotenpunkten weltweit werden – und den Wettbewerb um die Mobilität der Zukunft neu definieren.

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