Waymo, Robotaxi-Dienste

Waymo startet 2026 Robotaxi-Dienste in London und Tokio

07.01.2026 - 01:30:12

Waymo, die Tochter von Alphabet, will bis Ende 2026 kommerzielle Robotaxi-Dienste in London und Tokio starten. Der autonome Fahrtdienstleister kündigte damit seine erste große internationale Expansion an und setzt gleichzeitig auf ein aggressives Wachstum in den USA.

Die Bestätigung der Starttermine für die beiden Weltmetropolen markiert einen Wendepunkt für die gesamte Branche. Beide Städte stellen mit ihren engen, historischen Straßen und komplexen Verkehrsflüssen eine weitaus größere Herausforderung dar als die bisherigen US-Testgebiete. In London soll der Start durch den britischen Automated Vehicles Act von 2024 ermöglicht werden, der den rechtlichen Rahmen für selbstfahrende Fahrzeuge schafft.

Der internationale Vorstoß wird von einem rasanten Wachstum im Heimatmarkt getragen. Nach eigenen Angaben absolvierte Waymo im Dezember 2025 bereits rund 450.000 bezahlte Fahrten pro Woche in Städten wie Phoenix, San Francisco und Austin. Das neue Ziel ist ehrgeizig: Bis Ende 2026 soll die Zahl auf eine Million wöchentliche Fahrten weltweit steigen.

Um dieses Volumen zu bewältigen, setzt Waymo auf seine sechste Generation von Fahrzeugen, die in Partnerschaft mit Zeekr entwickelt wurden. Diese speziell für den Robotaxi-Einsatz konstruierten Autos sollen auch mit schwierigen Wetterbedingungen in Städten wie Detroit oder London zurechtkommen. Analysten schätzen, dass eine Million Fahrten bei einem durchschnittlichen Fahrpreis von 20 US-Dollar einen jährlichen Umsatz von fast einer Milliarde US-Dollar generieren könnten – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Profitabilität.

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Sicherheitsbilanz als Grundlage für die Expansion

Waymos Zuversicht speist sich aus seiner Sicherheitsstatistik. Das Unternehmen verweist auf Daten, die zeigen, dass seine Fahrzeuge bis zu zehnmal seltener in Unfälle mit Personenschaden verwickelt sind als menschliche Fahrer in vergleichbaren Umgebungen. Der „Waymo Driver“ hat inzwischen mehrere zehn Millionen autonome Meilen absolviert.

Die neue Hardware-Generation soll nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Fähigkeit verbessern, mit lokalen Verkehrsgepflogenheiten umzugehen. Die Navigation in Londons verwinkelten Straßen mit ihren besonderen Vorfahrtsregeln und vielen Radfahrern erfordert ein hohes Maß an kontextuellem Verständnis, das die Technologie nun liefern soll.

Wettbewerb und Marktreaktion

Waymos Ankündigung setzt Konkurrenten wie Tesla mit seinem angekündigten „Cybercab“-Netzwerk oder Cruise unter Druck. Bislang ist Waymo das einzige Unternehmen, das einen kommerziellen, vollständig fahrerlosen Dienst in diesem Maßstab betreibt.

Die Reaktionen der Märkte fielen positiv aus. Die klare Zeitplanung und die transparenten Betriebskennzahlen werden von Investoren als Zeichen gewertet, dass sich das Geschäft von der Forschungs- in die kommerzielle Skalierungsphase bewegt. Die Aktie von Alphabet verzeichnete nach der Bekanntgabe einen leichten Aufwärtstrend.

Die größten Herausforderungen liegen voraus

Bis zum Start 2026 muss Waymo immense logistische Hürden nehmen. In jeder neuen Stadt müssen Ladeinfrastruktur, Wartungsdepots und Fernunterstützungszentren aufgebaut werden. Zudem bleibt die gesellschaftliche Akzeptanz in konservativeren Märkten wie Japan oder Großbritannien eine kritische Variable. Das Vertrauen der Öffentlichkeit wird maßgeblich von der fehlerfreien Durchführung der finalen Testphasen im Jahr 2026 abhängen.

Mit seinem konkreten Plan hat Waymo seinen Anspruch als weltweiter Spitzenreiter im Rennen um das autonome Fahren bekräftigt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Unternehmen sein ambitioniertes Wachstumsziel in die globale Realität umsetzen kann.

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