Warnung: Steht der DAX vor der nächsten Bären-Attacke oder nur im Pausenmodus?
23.01.2026 - 10:53:36Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trag einfach deine E-Mail ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX wirkt aktuell wie eingefroren zwischen Hoffnung und Angst: keine brutale Panik, aber auch keine euphorische Rakete. Wir sehen eine eher zögerliche, phasenweise anfällige Seitwärtsphase, in der kurzfristige Rücksetzer immer wieder von mutigen Dip-Käufern aufgefangen werden, während die großen Adressen jede Stärke für Gewinnmitnahmen nutzen. Die Kursbewegungen sind nervös, aber nicht chaotisch – klassische Übergangsphase, in der sich ein größerer Move vorbereitet.
Die Story: Was drückt und treibt den DAX wirklich? Drei große Themen dominieren die Storyline:
1. EZB & Christine Lagarde – Zinswende oder Zinsfalle?
Die Europäische Zentralbank steht weiter im Fokus. Nach den aggressiven Zinserhöhungen der letzten Jahre ist die Inflation in der Eurozone zwar deutlich zurückgekommen, aber sie klebt in mehreren Ländern noch leicht oberhalb des EZB-Ziels. Genau das macht die aktuelle Lage toxisch: Die Konjunktur in Deutschland wirkt angeschlagen, die Industrie meldet schwache Auftragseingänge, die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe bleibt gedrückt – und gleichzeitig will die EZB nicht zu früh aufgeben, um nicht eine neue Inflationswelle loszutreten.
Die Märkte preisen zwar für die kommenden Monate weitere vorsichtige Zinssenkungen ein, aber die Wette ist alles andere als sicher. Jede Pressekonferenz von Christine Lagarde wird zur Live-Psychologie-Session: Ein etwas härterer Ton, und die Bären riechen Crash-Luft; ein etwas weicherer Ton, und die Bullen feiern sofort eine grüne Rallye über den kompletten europäischen Aktienmarkt.
2. Deutschland – Rezessionsangst trifft Bewertungs-Chance
CNBC Europe berichtet immer wieder das gleiche Grundmuster: Die deutsche Wirtschaft steht unter Druck – schwache Exporte, Probleme in der Automobilindustrie, schleppende Investitionen und eine zähe Bürokratie. Analysten sprechen von „kranker Mann Europas 2.0“, und genau dieses Narrativ schwebt permanent über dem DAX.
Aber: Die Börse spielt bekanntlich Zukunft. Viele DAX-Werte, gerade aus Industrie, Chemie und Auto, sind fundamental nicht völlig überdreht bewertet. Internationale Investoren sehen Deutschland inzwischen eher als Turnaround-Play als als Momentum-Play. Das heißt: Die ganz großen Hype-Storys kommen eher aus den USA (Tech, KI, Growth), während der DAX mehr als Value-Korb gesehen wird – mit Potenzial nach oben, falls sich Konjunktur- und Energie-Thema entspannen.
3. Wall Street als Taktgeber – Risk-On vs. Risk-Off
Der DAX tanzt nicht alleine; er läuft im Schatten von S&P 500 und Nasdaq. Wenn in den USA die Angst vor einer harten Landung der Wirtschaft wieder hochkocht oder US-Tech eine heftige Korrektur hinlegt, dann trifft das den DAX über zwei Hebel:
- Risk-Off-Stimmung global: Weniger Appetit auf Aktien insgesamt, besonders auf Zykliker und Banken.
- Exportabhängigkeit: Schwächere US-Konjunktur = schlechtere Aussichten für exportstarke DAX-Konzerne.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/results?search_query=DAX+Analyse+aktuell
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Wenn du dir die aktuelle Social-Media-Lage anschaust, erkennst du ein klares Muster:
- Auf YouTube dominieren DAX-Analysen mit Schlagzeilen à la „Bricht der Leitindex jetzt durch?“ oder „Nächster Crash oder perfekter Einstieg?“ – das zeigt: Trader sehen eine Spannungszone, keinen langweiligen Markt.
- Auf TikTok kursieren viele Short-Clips zu Deutschland-Krise, Inflation und „Börse für Anfänger“ – das ist klassischer Spätzyklus-Content: Viele Neueinsteiger kommen erst, wenn große Moves schon gelaufen sind und der Markt schwieriger wird.
- Auf Instagram liegt der Fokus stark auf Chart-Screenshots mit eingezeichneten Trendlinien – das Sentiment wirkt gemischt: Einige feiern jeden Mini-Bounce, andere warten sichtbar auf ein tieferes Niveau für den nächsten großen Dip-Kauf.
- Key Levels: Der DAX arbeitet aktuell in einer breiteren, umkämpften Zone, in der sich Bullen und Bären regelmäßig abwechseln. Oben liegen markante Widerstände, an denen Rallyes immer wieder ausgebremst werden; unten verlaufen wichtige Unterstützungsbereiche, in denen Käufer bislang bereit waren, die Hand aufzuhalten. Diese Zonen fungieren als psychologische Barrieren – ein klarer Ausbruch nach oben würde frische FOMO entfachen, ein dynamischer Bruch nach unten könnte eine deutlich heftigere Abwärtswelle auslösen.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle?
Aktuell leichtes Übergewicht auf Seiten der Vorsichtigen: Viele institutionelle Investoren sind defensiv positioniert, halten Cash oder setzen stärker auf Qualitätswerte und Dividendenzahler. Die Bären haben zwar keinen Vollzugriff, aber sie können bei schlechten Nachrichten (zum Beispiel schwache Konjunkturdaten, geopolitische Eskalationen, hawkishe EZB-Kommentare) relativ schnell Druck aufbauen. Die Bullen sind da, aber selektiver: Sie kaufen vor allem Rücksetzer in starken Einzeltiteln, statt blind den gesamten Index zu jagen.
Technische Szenarien – Wie geht es weiter?
Szenario 1: Bullischer Ausbruch
Setzt sich die Erwartung durch, dass die EZB ihre Zinsen weiter vorsichtig senkt und die Weltkonjunktur stabil bleibt, könnte der DAX aus seiner Seitwärtsrange nach oben ausbrechen. In diesem Fall wären schnelle, überraschend dynamische Aufwärtsphasen möglich, weil viele Marktteilnehmer noch zögerlich sind und dann hektisch hinterherspringen müssten. Short-Eindeckungen würden zusätzlich als Treibstoff dienen.
Szenario 2: Bärenangriff und tiefer Rücksetzer
Kommt es dagegen zu einem Mix aus enttäuschenden Konjunkturdaten aus Deutschland, einer stärkeren Abkühlung in den USA oder einer härteren Tonlage der EZB, könnte der DAX deutlich nach unten durchgereicht werden. Dann würde aus der aktuellen Konsolidierung schnell ein heftiger Absturz, bei dem zunächst Unterstützungszonen getestet und im Zweifel auch unterschritten werden. In so einem Umfeld dominieren Panik und Risk-Off, Dividenden-Storys werden kurzfristig ignoriert, und es zählt hauptsächlich Liquiditätssicherung.
Szenario 3: Zähe Seitwärts-Range
Bleibt alles „weder Fisch noch Fleisch“ – also moderate Daten, eine vorsichtige EZB, keine großen Überraschungen aus den USA –, dann droht eine ausgedehnte Seitwärtsphase. Für Daytrader interessant, für Trendfolger frustrierend. In so einer Phase musst du extrem diszipliniert sein: klare Marken, enger Risiko-Stop, keine Overtrades, sonst frisst dich der Noise.
Strategie-Check für Privatanleger:
- Langfrist-Investoren: Für dich bleibt der DAX ein Baustein, kein Lotto-Ticket. Breite Streuung, Fokus auf Qualitätsunternehmen mit stabilen Bilanzen, Preissetzungsmacht und solider Dividendenhistorie. Die aktuellen Unsicherheiten können eher Chance als Katastrophe sein, wenn du in Etappen investierst und Volatilität als Rabatt-Aktion verstehst.
- Du brauchst einen Plan für beide Richtungen. Kein blindes Verlieben in eine Richtung – sowohl bullischer Ausbruch als auch Bären-Schub sind auf dem Tisch. Arbeite mit klar definierten Einstiegszonen, Stop-Loss-Disziplin und nimm Teilgewinne mit, wenn der Markt in entscheidende Widerstandsbereiche läuft.
- Daytrader: Volatilität ist dein Rohstoff. Nutze die intraday-Schwankungen rund um Makro-Daten, EZB-Kommentare und US-Eröffnung. Aber Achtung: Spreads, Slippage und News-Spikes können dich zerschießen, wenn du ohne Setup und Plan unterwegs bist.
Fazit: Der DAX steckt aktuell in einer spannungsgeladenen Phase zwischen Bullen-Hoffnung und Bären-Geduld. Makroökonomisch ist das Bild gemischt: Deutschland kämpft mit strukturellen Problemen und schwacher Dynamik, die Eurozone insgesamt bleibt fragil, aber nicht hoffnungslos, und die EZB versucht, zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturrettung zu balancieren. Gleichzeitig dominiert die Wall Street weiterhin den globalen Risk-On/Risk-Off-Schalter.
Für dich bedeutet das: Wir sind in einer Marktphase, in der Fehler härter bestraft werden und in der reines Bauchgefühl brandgefährlich ist. Du brauchst einen klaren Plan, ein Bewusstsein für Risiko und die Fähigkeit, Stimmungsschwankungen von echten Trendwechseln zu unterscheiden. Der nächste große Move im DAX kommt – die Frage ist nur, ob du vorbereitet bist oder von der Welle überrollt wirst.
Egal ob du auf den nächsten Ausbruch spekulierst oder lieber den Crash für den langfristigen Einstieg abwarten willst: Ohne strukturiertes Vorgehen, solide Informationsquellen und konsequentes Risikomanagement ist der DAX kein Spielfeld, sondern ein Minenfeld.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


