DAX40, DaxIndex

Warnung: Steht der DAX vor dem nächsten Crash oder nur vor einem kurzen Dip?

23.01.2026 - 12:49:54

Der DAX pendelt nervös hin und her, während EZB, Inflation und Rezessionsangst die Nerven der Anleger maximal strapazieren. Ist das die Ruhe vor dem großen Crash – oder die Chance, noch einmal günstig in die Deutschland-Rallye einzusteigen? Zeit für einen schonungslosen Reality-Check.

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Vibe Check: Der DAX zeigt sich aktuell extrem launisch: mal Druck von oben, mal heftige Konter der Bullen, dann wieder zähe Seitwärts-Phase. Statt klarer Rallye sehen wir ein nervöses Auf und Ab, bei dem jede neue Makro-Meldung sofort durch den Markt geprügelt wird. Keine klare Trendparty, eher ein ständiger Stresstest für die Nerven – und genau hier trennt sich die Masse von den wirklichen Marktprofis.

Die Kursbewegung wirkt wie ein ständiger Stresstest wichtiger charttechnischer Zonen: Auf der Oberseite werden mögliche Ausbruchsniveaus zwar immer wieder angetestet, aber Gewinnmitnahmen drücken den Index wieder zurück. Auf der Unterseite tauchen die Käufer bei Rücksetzern regelmäßig auf und verhindern den ganz großen Absturz – noch. Unterm Strich: ein fragiler Markt, in dem sowohl Bärenattacken als auch Bullen-Rallyes jederzeit eskalieren können.

Die Story: Was treibt dieses Hin und Her? Wenn man sich die aktuellen Europa-Meldungen anschaut, wird klar: Der DAX ist gerade der Spielball von drei großen Themenblöcken – EZB, Konjunktur und Unternehmensgewinne.

1. EZB & Christine Lagarde – Zinswende mit Fragezeichen
Auf der geldpolitischen Seite dominiert die Europäische Zentralbank. Nach der aggressiven Zinsanhebungsphase ist die große Frage: Wie schnell und wie stark wird die EZB in den kommenden Quartalen beim Senken nachlegen – und wie viel wirtschaftlichen Schaden richtet die bisherige Straffung noch an?

Die jüngsten Kommentare aus dem EZB-Umfeld klingen gespalten: Einerseits betont man, dass die Inflation zwar nachgelassen hat, aber der Kampf offiziell noch nicht gewonnen ist. Andererseits mehren sich die Warnungen vor einem zu harten Bremseffekt für die Realwirtschaft, insbesondere in Deutschland. Genau diese Unsicherheit sorgt dafür, dass der DAX nervös auf jede Rede von Christine Lagarde und jedem neuen Protokoll reagiert: Ein Hauch von „dovish“ löst sofort eine grüne Rallye aus, ein Hauch von „hawkish“ reicht für einen empfindlichen Rücksetzer.

2. Deutsche Konjunktur – Rezessionsangst statt Wirtschaftswunder
Bei den Konjunkturdaten aus Deutschland sieht es alles andere als nach Wirtschaftsfeuerwerk aus. Zwischen schwacher Industrieproduktion, lahmem Exportgeschäft und einer angeschlagenen Bauwirtschaft spricht vieles eher für eine zähe, wachstumsschwache Phase – teilweise mit echten Rezessionstendenzen.

Besonders im Fokus: die deutsche Autoindustrie und der Maschinenbau. Da hier viele DAX-Schwergewichte beheimatet sind, schlagen selbst kleine Prognoseanpassungen der Unternehmen massiv auf den Index durch. Meldungen zu schwächerer Nachfrage in China, höherem Preisdruck oder kostspieligen Investitionen in Elektromobilität und Dekarbonisierung werden vom Markt gnadenlos eingepreist. Das sorgt für diese typischen Tage, an denen der DAX wie ein Stein fällt, wenn mehrere Zykliker gleichzeitig unter Druck kommen.

3. Earnings Season – Reality-Check für die Deutschland-Rallye
Hinzu kommt die Berichtssaison. Die Anleger sind nach den letzten Jahren extrem sensibel, was Margen, Auftragslage und Ausblick angeht. Schon kleine Enttäuschungen sorgen für heftige Abstürze einzelner Titel, während positive Überraschungen zwar honoriert werden, aber oft sofort in Gewinnmitnahmen münden.

Genau hier entsteht die Bullen-Bären-Spannung: Die Bullen erzählen das Narrativ von „Deutschland ist schon durch das Schlimmste durch, jetzt kommt der Rebound“. Die Bären halten dagegen: „Margendruck, schwache Nachfrage, geopolitische Risiken – das ist erst der Anfang, nicht das Ende der Korrektur.“ Der DAX spiegelt diese Schizophrenie in Form eines unentschlossenen, aber nervösen Seitwärtstrends mit abrupten Ausschlägen.

Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: Aktuelle DAX-Chartanalyse (Beispiel-Link)
TikTok: Markttrend: #dax40 Trend-Feed
Insta: Stimmung: #dax40 auf Instagram

Wenn du dir die Social-Feeds anschaust, fällt auf: Die einen feiern jede grüne Tageskerze als Beginn eines neuen Bullenmarkts, die anderen warnen vor einer fetten Bullenfalle. Auf YouTube dominieren aktuell „DAX Analyse“ Videos, die vor allem auf die Gefahr eines Fehlausbruchs und möglicher Trendbrüche hinweisen. Auf TikTok ist die Stimmung gemischt: Von „Crash incoming“ bis „Dip kaufen und chillen“ ist alles dabei. Auf Instagram sieht man viele Charts, die auf wichtige Zonen aufmerksam machen – aber kaum jemand traut sich, von einem entspannten Buy-and-Hold-Setup zu sprechen.

  • Key Levels: Statt sich an exakten Marken festzuklammern, lohnt es sich, auf die großen Zonen zu achten. Nach oben ist eine breite Widerstandszone zu erkennen, in der immer wieder Gewinnmitnahmen einsetzen und Ausbruchversuche abgewürgt werden. Auf der Unterseite gibt es mehrere Unterstützungsbereiche, an denen die Käufer bislang zuverlässig aufgetaucht sind. Werden diese Zonen deutlich und mit Volumen durchbrochen, wäre das ein klares Warnsignal, dass die Bären das Ruder übernehmen.
  • Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle? Aktuell eher Patt-Situation mit leichter Nervosität: Die Bullen haben noch nicht aufgegeben, sie kaufen konsequent Dips und verteidigen Rücksetzer. Gleichzeitig lauern die Bären auf jeden Makro-Schock, um einen kräftigen Abverkauf zu starten. Das Ergebnis: ein Markt, der sich anfühlt wie eine gespannte Feder – jeder neue Trigger kann den nächsten großen Move auslösen.

Technischer Blick: Ausbruch oder Fehlausbruch?
Charttechnisch sieht der DAX aus wie ein Index, der sich in einer Entscheidungszone befindet. Wir sehen eine länger laufende Seitwärtsphase mit mehreren Fehlausbrüchen und scharfen Rückläufen. Klassische Muster wie mögliche Doppel-Top-Formationen oder Range-Trades bieten Chancen, sind aber nichts für nervenschwache Händler.

Trader achten aktuell besonders auf:

  • Ob die Oberseite der Range sauber mit Dynamik überwunden wird – idealerweise mit breiter Marktteilnahme, nicht nur getrieben von ein, zwei Schwergewichten.
  • Ob Rücksetzer an wichtigen Unterstützungszonen gekauft werden – das wäre ein Zeichen, dass institutionelle Adressen weiter Vertrauen haben.
  • Ob plötzliche, heftige Abwärtsbewegungen ohne direkte News auftreten – das wäre ein Hinweis auf schwindende Liquidität und steigende Crash-Gefahr.

Makro-Risiken, die du auf dem Radar haben musst

  • Inflation & Zinsen: Sollte die Inflation in der Eurozone erneut anziehen oder langsamer fallen als erwartet, könnte die EZB gezwungen sein, länger auf hohem Zinsniveau zu bleiben. Das wäre Gift für Bewertungsniveaus, vor allem bei Wachstumswerten.
  • Geopolitik: Handelskonflikte, Energiepreise, Spannungen rund um Ukraine, Nahost oder China können jederzeit für Schocks sorgen, insbesondere bei exportlastigen DAX-Konzernen.
  • Rezession vs. Soft Landing: Wenn sich die schwachen Konjunktursignale in eine klare Rezession verwandeln, sind weitere Gewinnwarnungen nur eine Frage der Zeit. Ein „Soft Landing“ würde dagegen dem Bullenlager munitionieren und eine nachhaltige Aufwärtsbewegung möglich machen.

Fazit: Ist das jetzt der Beginn eines DAX-Crashs oder nur der perfekte Dip zum Einsammeln?

Die ehrliche Antwort: Der Markt steht an einer Weggabelung. Die Kombination aus zäher Konjunktur, unklarer EZB-Strategie und hochsensibler Berichtssaison macht den DAX extrem anfällig für abrupte Moves. Eine heftige Abwärtswelle ist jederzeit möglich, wenn mehrere negative Faktoren gleichzeitig zuschlagen. Genauso gut kann aber eine positive Überraschung – etwa eine freundlicher als erwartete EZB-Kommunikation oder starke Zahlen großer DAX-Konzerne – eine neue grüne Rallye lostreten.

Für Anleger bedeutet das:

  • Wer bereits stark investiert ist, sollte Risikomanagement ernst nehmen: Stopps prüfen, Positionsgrößen überdenken, Klumpenrisiken reduzieren.
  • Wer auf den großen Crash wartet, sollte nicht blind dagegen wetten, sondern auf klare Schwächesignale und bestätigte Trendbrüche achten.
  • Wer den Dip kaufen will, braucht einen Plan: Wo steigst du ein, wo liegst du falsch, und wie viel Volatilität hält dein Konto psychisch und finanziell aus?

Der DAX ist aktuell kein gemütlicher Rentenfonds, sondern ein hochsensibler Pulsfühler für die gesamte europäische Wirtschaft. Wer hier mitspielt, sollte aufhören, auf einfache Schwarz-Weiß-Stories zu hoffen, und anfangen, wie ein Profi zu denken: Szenarien durchspielen, Wahrscheinlichkeiten gewichten, Risiken managen. Dann kann aus dieser wackligen Marktphase nicht nur ein Risiko, sondern eine echte Chance werden – für alle, die vorbereitet sind.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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