WalkMe, BPX

WalkMe und BPX starten Ära der KI-gestützten Live-Trainings

02.01.2026 - 18:12:11

Der erste Arbeitstag des Jahres markiert einen Wendepunkt für die betriebliche Weiterbildung. Branchenführer wie BPX und WalkMe verabschieden statische Videokurse und setzen auf KI-gestützte Trainings direkt im Arbeitsprozess. Das traditionelle Seminar hat ausgedient.

Eine heute bekanntgegebene Partnerschaft zwischen dem Prozessberatungshaus BPX und der Digital-Adoption-Plattform WalkMe treibt diesen Trend massiv voran. Statt Mitarbeiter für Schulungen aus dem Tagesgeschäft zu reißen, setzen Unternehmen nun auf Live-Interaktivität in der Software.

Die Kooperation zielt auf „geführte digitale Workflows“. Das Prinzip ist simpel: Mitarbeiter erhalten kontextbezogene Live-Anleitungen direkt auf ihrem Bildschirm, während sie arbeiten. Komplexe Prozesse in Systemen wie SAP oder Salesforce sollen so entmystifiziert werden.

„Technologie muss für den Menschen arbeiten, nicht umgekehrt“, betonte BPX-Gründer Nikhil Agarwal. Der Effekt ist konkret: Berichten zufolge können solche Systeme die Einarbeitungszeit für komplexe Software um bis zu 50 Prozent verkürzen. Die Plattform erkennt, wo der Nutzer stockt, und blendet den nächsten Schritt ein.

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Vom Kurs zur KI-Simulation: Passives Lernen stirbt

Parallel zu den direkten Arbeitshilfen verändert sich das klassische Training. Der Trend für 2026 geht klar zu immersiven KI-Simulationen. Lernende interagieren nicht mehr mit Multiple-Choice-Tests, sondern mit KI-Agenten in realistischen Szenarien – vom Verkaufsgespräch bis zum IT-Vorfall.

Microsoft-Analysten bezeichnen diesen Ansatz als „Agentic AI“. Diese KI-Systeme agieren als digitale Coaches. Sie beobachten den Workflow und bieten proaktiv Hilfe an. Ein Beispiel: Beim Verfassen einer Kunden-E-Mail schlägt der KI-Coach in Echtzeit eine optimierte Formulierung vor.

Getrieben von der „Skills-Gap“: Lernen im Arbeitsfluss

Der Modernisierungsdruck ist hoch. Ein Bericht von Bright Horizons warnte bereits im Dezember vor einer wachsenden Kluft zwischen KI-Anforderungen und den Fähigkeiten der Belegschaft. Fast die Hälfte der Mitarbeiter erwartet, dass sich ihre Rolle 2026 signifikant ändert.

Die Antwort der Unternehmen heißt „Learning in the Flow of Work“. Das Training wird unsichtbar und verschmilzt mit der täglichen Arbeit. Experten sehen diese Investition nicht mehr als „Nice-to-have“, sondern als kritischen Wirtschaftsfaktor für die schnelle Anpassung an technologische Disruptionen.

Was kommt als Nächstes? Hyper-Personalisierung und KI-Audits

Für das erste Quartal 2026 zeichnen sich zwei klare Trends ab:
* Hyper-Personalisierung wird zum Standard: Trainingsinhalte passen sich dynamisch an Rolle, Erfahrung und sogar die Tagesform des Mitarbeiters an.
* KI-Auditierung von Workflows nimmt zu: Systeme werden ineffiziente Prozesse erkennen und Führungskräften direkt Optimierungsvorschläge unterbreiten.

Die Ära des „Vorratslernens“ ist endgültig vorbei. Heute beginnt die Zeit des „Just-in-Time Learning“ – Wissen genau in der Sekunde, in der es gebraucht wird.

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