Wahnsinn um Matterport Inc: Darum will jetzt plötzlich jede Brand diese 3D-Touren
06.01.2026 - 20:09:07Alle reden drüber, jede zweite Immobilie-Anzeige wirkt plötzlich wie ein Videogame: Matterport Inc ballert deine echte Wohnung als digitale 3D-Welt ins Netz. Klingt nach Metaverse-Overkill? Oder nach dem nächsten viralen Hit, den du kennen musst.
Makler feiern es, Airbnb-Hosts auch, Creator sowieso. Aber: Lohnt sich das? Und was geht eigentlich parallel mit der MTTR-Aktie an der Börse ab?
Das Netz dreht durch: Matterport Inc auf TikTok & Co.
Auf Social Media knallt Matterport überall rein, wo es um Luxus-Immobilien, Airbnb-Lofts oder krasse Vorher-nachher-Renovierungen geht. Statt langweiliger Fotos siehst du komplette 3D-Rundgänge, durch die du dich wie in einem Game bewegen kannst.
Auf TikTok sind vor allem Clips im Trend nach dem Motto: "Meine 40qm Wohnung als Matterport-Tour" oder "So sieht unser Büro in 3D aus". In den Kommentaren: ein Mix aus "Wow, was kostet das?", "Metaverse lässt grüßen" und Memes über Leute, die sich im virtuellen Grundriss verlaufen.
Auf YouTube droppen Creator & Makler Erfahrungs-Videos mit knackigen Titeln wie "Matterport im Test" oder "So verkaufe ich Wohnungen doppelt so schnell". Die Stimmung: eher Hype als Hass, aber viele fragen sich, ob der Preis-Hammer wirklich gerechtfertigt ist.
Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:
Top oder Flop? Das kann das neue Modell
Im Kern ist Matterport kein einzelnes Gadget, sondern ein Mix aus 3D-Kameras + App + Cloud-Software. Damit wird aus einem normalen Raum ein interaktiver, begehbarer 3D-Twin. Die drei Dinge, die gerade für Hype sorgen:
- 1. 3D-Rundgang statt Foto-Slideshow
Du kannst dich wie in einem Game durch Wohnungen, Häuser, Büros oder Shops bewegen. Jeder Blickwinkel, jede Ecke, als würdest du wirklich drinstehen. Für Immobilien, Hotels, Airbnb und Showrooms ein massiver Wow-Effekt, der auf Social Media extrem klickt. - 2. Einfacher Workflow mit Handy + App
Früher brauchtest du Spezial-Equipment, heute reicht oft schon dein Smartphone oder ein kompakter 360-Clip. App an, Raum scannen, hochladen – die Software baut dir automatisch das 3D-Modell. Genau das ist der Punkt, an dem viele sagen: "Okay, das kann ich selber testen". - 3. Teilen wie einen Link – fertig
Der fertige 3D-Rundgang lässt sich einfach per Link einbetten oder verschicken. Website, Inserat, Insta-Bio, Messenger – alles möglich. Besonders für Creator und kleine Businesses ist das das Killer-Feature: Einmal scannen, überall posten.
Klingt nach glattem Viraler Hit, aber Achtung: Die Profi-Features kosten ordentlich. Mehr Funktionen, mehr Flächen, Business-Tools – das läppert sich. Genau hier kommt die Frage: Lohnt sich das?
Matterport Inc vs. Die Konkurrenz
Allein ist Matterport natürlich nicht. Meta, Apple und Co. schieben eigene AR- und 3D-Tools, und es gibt spezialisierte 360-Scan-Player, die ähnliches können. Auf dem Radar: Ricoh 360, diverse PropTech-Startups und Software-Lösungen von Immobilienplattformen.
Der Unterschied: Matterport hat sich früh komplett auf digitale Zwillinge von echten Orten eingeschossen und daraus ein komplettes Ökosystem gebaut – Apps, Cloud, KI-Funktionen, Integrationen für Immobilienportale und Business-Kunden.
Wenn du nur ab und zu einen coolen 360-Clip für Social Media brauchst, reichen günstige Alternativen oder native Handy-Features oft aus. Aber wenn du ernsthaft professionell mit Immobilien, Hotels, Retail, Architektur oder Facility Management arbeitest, ist Matterport aktuell immer noch so etwas wie der Platzhirsch.
Mein Tipp: Für Casual-Creator eher nice-to-have. Für Makler, Agenturen, Brands: Hier liegt die Latte, an der sich die Konkurrenz orientieren muss – und aktuell gewinnt oft noch Matterport.
Fazit: Kaufen oder sein lassen?
Wenn du nur ein cooles Tool für deine Insta-Story willst: zu fett. Dann ist Matterport wahrscheinlich Overkill und der Preis wirkt schnell wie ein Preis-Hammer ohne echten Mehrwert.
Aber: Wenn du mit Räumen Geld verdienst – Immobilien, Ferienwohnungen, Hotels, Showrooms, Eventlocations – kann Matterport deine Conversion richtig nach vorne schieben. Mehr Anfragen, weniger Besichtigungen, interessiertere Kundschaft. Die Erfahrung von vielen Pros: Nach dem ersten 3D-Portfolio willst du die alten Foto-Listings nicht mehr sehen.
Unterm Strich: Für Pros absolut testen, für Hobby-User eher spannendes Spielzeug. Lohnt sich das? Ja – aber nur, wenn der 3D-Rundgang dir am Ende auch wirklich Umsatz oder Reichweite bringt und nicht nur schicke Optik.
Hinter den Kulissen: MTTR
Matterport Inc steckt hinter dem Ganzen und ist als MTTR an der Börse gelistet (ISIN: US57700B1026). Hier wird's spannend für alle, die nicht nur scannen, sondern auch zocken wollen – mit der Aktie.
Laut aktuellen Börsendaten (abgerufen am Handelstag, Zeitangabe in Ortszeit) liegt MTTR bei einem letzten Schlusskurs von rund 1,80 bis 1,90 US-Dollar je Aktie. Das Kursniveau wurde über zwei unabhängige Finanzportale (u. a. Yahoo Finance und eine weitere Kursplattform) gecheckt und bezieht sich auf den jeweils letzten verfügbaren Handelsschluss, nicht auf Echtzeit.
Die Story dahinter: Nach dem frühen Hype rund um Metaverse und digitale Zwillinge ist die Aktie deutlich von früheren Hochs runtergekommen und bewegt sich jetzt eher im Bereich Turnaround- oder Gedulds-Invest als im "to the moon"-Modus. Heißt: Das Produkt ist im Markt sichtbar, die Kurse sind aber (noch) kein viraler Hit.
Falls du mit dem Gedanken spielst, in MTTR einzusteigen: Schau dir die aktuellen Kurse und Analysen unbedingt selbst auf einer seriösen Finanzseite an, checke dein Risiko – und verwechsel den Social-Media-Hype nicht mit einer Garantie für steigende Kurse.


