Wahnsinn um Julie Mehretu: Warum diese Werke extrem viel kosten
12.01.2026 - 22:46:06Alle reden über Julie Mehretu – aber checkst du wirklich, was da abgeht?
Diese Bilder sehen aus wie Explosion, Google Maps, Graffiti und Datensturm in einem. Und genau dafür zahlen Sammler Millionen.
Du fragst dich: Genialer Kunst-Hype oder kann das weg? Lass uns reinzoomen – auf die Werke, die Rekordpreise und wo du sie live abfeiern kannst.
Das Netz staunt: Julie Mehretu auf TikTok & Co.
Wenn du auf riesige, wilde Leinwände stehst, auf denen Linien rasen, Nebel wabert und Farben wie ein Sturm wirken, ist Julie Mehretu dein neues Rabbit Hole.
Ihre Kunst sieht aus wie: Architektur trifft Wetter-App, Street Art trifft Erdbeben. Groß, laut, abstrakt – perfekt für Reels, Zooms und Reaction-Videos.
Online wird diskutiert: Ist das politische Mega-Kunst oder einfach nur schicker Hintergrund für Loft-Selfies? Die einen feiern sie als Blue-Chip-Ikone, die anderen fragen sich, ob ein Kind das auch könnte. Spoiler: eher nicht.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Julie Mehretu malt keine "schönen" Bilder im klassischen Sinn. Es geht um Chaos, Macht, Städte, Protest, Geschichte – alles übereinander geschichtet wie tausend offene Tabs.
Diese Werke solltest du kennen, wenn du bei jedem Art-Talk mitreden willst:
- "Black Ground (Deep Light)"
Ein gigantisches abstraktes Gemälde, in dem dunkle Flächen, Nebel und feine Linien aufeinanderprallen. Wie ein Sturm im All. Genau dieses Werk war im Fokus, als Mehretu erstmals richtig im Markt-High-End auftauchte. Sammler*innen feiern diese Phase als ihren Weg in den absoluten Blue-Chip-Status. - Großformatige Gemälde der 2000er mit Kartografie- und Architektur-Fragmente
Viele ihrer frühen, ikonischen Werke sehen aus wie explodierte Stadtpläne. Luftaufnahmen, Stadionformen, Flugrouten, alles zerlegt und neu zusammengesetzt. Sie stehen für Globalisierung, Migration, Bewegung – und hängen heute in großen Museen und Top-Sammlungen weltweit. - Aktuelle Nebel- und Blur-Werke
In den letzten Jahren hat Mehretu ihren Stil weitergedreht: weniger harte Linien, mehr Nebel, mehr Unschärfe, mehr Atmosphäre. Darüber legt sie Gesten, Striche, Spuren – wie Screenshots von Protest, Social-Media-Overload und politischen Beben. Diese Phase treibt gerade den Hype in Museen und auf Messen.
Skandale im Sinne von Drama? Kaum. Mehretu ist eher das Gegenteil: hochrespektierte Künstlerin, politisch wach, extrem gefragt. Der "Skandal" ist eher, wie viel Geld für abstrakte Malerei inzwischen fließt.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Vorab: Julie Mehretu ist klarer Blue-Chip. Das ist keine Geheimtipp-Newcomerin, das ist A-Liga.
Das dickste Ausrufezeichen im Markt:
- Ihr bisheriger Rekord bei einer Auktion liegt bei rund 6,5 Millionen US-Dollar (inklusive Gebühren) für das Gemälde "Black Ground (Deep Light)", das bei Phillips in New York unter den Hammer kam. Klassischer Millionen-Hammer.
- Mehrere weitere Werke liegen im mehrfachen Millionenbereich, je nach Größe, Jahr und Provenienz. Kleinere Arbeiten, Drucke und Arbeiten auf Papier sind vergleichsweise "günstig", aber längst nicht mehr Schnäppchen.
- Galeriepreise werden diskret gehandelt, aber Fakt ist: Wer heute ein großes Hauptwerk will, bewegt sich auf einem Niveau, auf dem sonst nur Basketball-Teams, Yachten oder Stadtwohnungen gekauft werden.
Wie landet man da?
Julie Mehretu wurde in Äthiopien geboren, ist in den USA aufgewachsen und hat in jungen Jahren Kunst studiert, unter anderem in New York. Ihre Karriere explodierte, als sie im internationalen Ausstellungskosmos auftauchte: Biennalen, große Museumsshows, wichtige Sammler*innen.
Ein paar Karriere-Highlights, die ihren Status zementieren:
- Arbeiten in Top-Museen weltweit – darunter viele der klassischen "Bucket-List"-Häuser moderner Kunst.
- Große Soloshows in renommierten Institutionen, die ihren Wandel von den kartografischen Stadt-Explosionen hin zu den nebeligen, atmosphärischen Politbildern zeigten.
- Zusammenarbeit mit Top-Galerien wie Marian Goodman Gallery, die sie global vertritt und ihren Markt extrem kontrolliert und stabil hält – ein wichtiges Signal für Sammler*innen.
Das Ergebnis: Julie Mehretu ist längst im Club der Künstler*innen, deren Werke als Investment gehandelt werden – nicht nur als Deko. Kurz: Wer früh eingestiegen ist, hat sehr wahrscheinlich ordentlich Performance gesehen.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst nicht nur durch Insta swipen, sondern vor den echten XXL-Leinwänden stehen? Gute Entscheidung. Mehretu funktioniert live noch mal ganz anders: Du siehst Schichten, Kratzer, Korrekturen, versteckte Linien – wie ein offenes Betriebssystem.
Aktuell gilt:
- Museen: Werke von Julie Mehretu hängen in mehreren großen internationalen Museen in den USA und Europa. In den festen Sammlungen taucht sie immer wieder in Wechselausstellungen auf, vor allem im Bereich zeitgenössische Malerei und globale Gegenwartskunst.
- Galerien: Die zentrale Adresse ist die Marian Goodman Gallery. Hier findest du Infos zu aktuellen und vergangenen Ausstellungen, Messeauftritten und neuen Werkgruppen.
- Offizielle Infos: Für den direkten Überblick zu Projekten, Kollaborationen und Ausstellungen lohnt sich ein Blick auf die offizielle Seite der Künstlerin: {MANUFACTURER_URL}.
Konkrete, klar angekündigte neuen Ausstellungen, die gerade offiziell online einsehbar sind? Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die eindeutig terminiert und für das Publikum angekündigt sind. Es lohnt sich aber, regelmäßig bei Galerie und Museumskalendern reinzuschauen – ihr Name poppt dort immer wieder auf.
Warum ihre Bilder so "Instagrammable" sind
Mehretus Kunst ist kein "Selfie vor bunter Wand"-Kitsch – und trotzdem extrem social-media-kompatibel.
- XXL-Format: Riesige Leinwände, oft raumfüllend. Perfekt für dramatische Perspektiven.
- Visueller Overload: Linien, Sprays, Nebel – dein Auge weiß nicht, wo es zuerst hingucken soll. Ideal für Close-ups in Stories.
- Smart Content: Du kannst die Werke politisch lesen, als Kommentar zu Globalisierung, Migration, Protest – oder einfach als abstrakte Explosion. Beides funktioniert in Captions.
Deshalb läuft sie gerade doppelt: Museums-Liebling für Kurator*innen und Content-Gold für Creator*innen, die Kunst mehr wollen als nur "schön".
Für wen lohnt sich Julie Mehretu?
Für dich als Viewer: Wenn du auf ruhige Minimal-Kunst stehst, wirst du hier überfahren. Wenn du aber Chaos, Geschwindigkeit, Weltpolitik und Stadtleben in Bildern spüren willst, ist das dein Ding.
Für dich als Sammler*in (oder angehende*r):
- Top-Werke sind auf einem Level, auf dem du eher mit Family Office als mit Sparkonto arbeitest.
- Arbeiten auf Papier oder Editionen können ein Einstieg sein – aber auch da ist der Markt längst im gehobenen Segment.
- Ihr Markt wirkt stabil, weil sie in Museumsbeständen verankert ist und von starken Galerien vertreten wird – ein klassisches Blue-Chip-Profil.
Wenn du ernsthaft in Richtung Investment denkst, gilt: nicht nur Preise googeln, sondern mit Galerien, Berater*innen und Auktionshäusern sprechen.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Also, wie sieht's aus: Nur Hype – oder Kunst, die bleibt?
Alles spricht dafür, dass Julie Mehretu nicht einfach ein Trend ist, der mit dem nächsten Meme verschwindet. Ihre Bilder stehen schon heute in den großen Häusern, werden für Millionen versteigert und prägen, wie abstrakte Malerei im 21. Jahrhundert aussehen kann.
Sie ist politisch, ohne platt zu sein. Sie ist abstrakt, aber maximal zeitgenössisch. Sie ist teuer, aber nicht rein Dekoration für Luxus-Lofts, sondern Teil einer größeren Story über unsere vernetzte, überladene Welt.
Wenn du Kunst der Gegenwart verstehen willst, kommst du an Julie Mehretu nicht vorbei.
Und wenn du beim nächsten "Kann das nicht ein Kind?"-Spruch gefragt wirst, kannst du entspannt zurücklehnen – und mitreden, wie aus Linien, Nebel und Chaos ein globaler Kunst-Hype wurde.


