Wahnsinn, Hito

Wahnsinn um Hito Steyerl: Wie diese Kunst unsere Bildschirm-Welt zerlegt – und warum Sammler dafür zahlen

02.02.2026 - 05:14:39

TikTok-Optik trifft Hardcore-Politik: Hito Steyerl sprengt mit Video-Installationen die Kunstwelt. Viraler Hype, Museums-Liebling, Sammler-Magnet – aber ist das noch Kunst oder schon Zukunftssimulation?

Alle reden über digitale Kunst, KI, Fake News – aber eine Künstlerin hat das schon auseinandergenommen, bevor es Mainstream wurde: Hito Steyerl.

Ihre Video-Installationen sehen aus wie futuristische TikToks auf Steroiden – nur mit brutal klarem Blick auf Macht, Überwachung und Kapitalismus.

Wenn du checken willst, wie sich unsere Bildschirm-Welt als Kunst-Hype anfühlt, kommst du an Steyerl gerade nicht vorbei.

Das Netz staunt: Hito Steyerl auf TikTok & Co.

Steyerls Kunst ist wie ein glitchy Fiebertraum: knallige Screens, Gaming-Ästhetik, Militär-Drohnen, Internet-Memes, dazu Hardcore-Politik.

Viele Clips aus ihren Installationen landen in Feeds als „Was zum Teufel gucke ich da gerade?“-Material: riesige Projektionen, 3D-Animationen, wild geschnittene Dokus – perfekt für Reels, aber mit deutlich mehr Tiefgang.

Die Community feiert sie als Intellektuellen-Star der digitalen Kunst: Zwischen „Meisterwerk“, „Black Mirror in Real Life“ und natürlich dem Kommentar-Klassiker: „Das kann doch mein Laptop auch“.

Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Steyerl ist kein Newcomer, sondern eine der wichtigsten Stimmen für digitale Bilder und Machtkritik weltweit. Drei Werke, die du kennen solltest:

  • „How Not to Be Seen: A Fucking Didactic Educational .MOV File“
    Dieses Video-Essay ist schon jetzt Internet-Legende. Steyerl erklärt dir in überdrehten Tutorial-Szenen, wie man in einer Welt voller Überwachung „unsichtbar“ wird. Greenscreen, Retro-Testbilder, absurd-humorvolle „How to“-Steps – und dahinter knallharte Kritik an Militär, Big Tech und Datenkontrolle. Ein echter Viraler Hit in der Theorie-Bubble und perfekt memefähig.
  • „Factory of the Sun“
    Das Ding ist ein Must-See, wenn du Videospiele liebst. Du stehst in einem dunklen Raum, um dich herum eine riesige Projektion, als wärst du im Loading-Screen eines Sci-Fi-Games. Story: Menschen müssen Licht produzieren, das zu Daten wird, das wieder zu Macht wird – eine überdrehte Mischung aus Club, Game-Lobby und dystopischer Arbeitshölle. Dieses Werk hat Hito endgültig in den Blue-Chip-Kosmos der Kunst katapultiert.
  • „Liquidity Inc.“
    Eine Installation, die fühlt sich an wie ein Meme über Finanzcrashs, das zu groß geworden ist. Wellen, Wasser, Martial-Arts, Business-Sprache – alles vermischt sich zu einem Bild: Kapitalismus als Tsunami. Visuell extrem stark, philosophisch tief – und einer der Gründe, warum Theoretiker Steyerl wie einen Popstar behandeln.

Skandal-Potential? Definitiv. Steyerl haut sich frontal mit Waffenindustrie, Überwachung und neoliberaler Politik an. In Diskussionen um Ethik in Museen, Sponsoren-Gelder und Big Tech taucht ihr Name immer wieder auf – inklusive hitziger Debatten, ob Kunst so politisch „darf“ oder „muss“.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Und jetzt zur Frage, die deine innere Sammler-Seele triggert: Was kostet der Spaß?

Bei klassischen Malern ist der Millionen-Hammer schnell erklärt, bei Video- und Installationskunst wird's komplizierter: Editionen, Installationsrechte, Technik – Sammler kaufen hier eher Rechtepakete als Leinwände.

Laut öffentlich zugänglichen Auktionsdaten (z.B. Auswertungen über Artnet & Co.) erzielt Hito Steyerl mit ihren Arbeiten inzwischen hohe fünfstellige bis niedrige sechsstellige Beträge auf Auktionen, je nach Werk, Edition und Komplexität.

Konkrete, offizielle Rekordpreise werden bei Medienkunst oft nicht so transparent kommuniziert wie bei Malerei, und viele der großen Deals laufen im Privatverkauf über Galerien und Museen. Aktuell sind keine klar verifizierbaren, öffentlich belegten Einzel-Höchstpreise im Millionenbereich dokumentiert.

Aber: Im Ranking der internationalen Kunstwelt ist sie klar im Blue-Chip-Bereich unterwegs. Bedeutet: Große Museen zeigen sie, renommierte Galerien vertreten sie, ihre Texte und Werke sind Standardlektüre in Kunsthochschulen weltweit.

Steyerls Karriere-Highlights im Schnelldurchlauf:

  • Ausbildung u.a. an der HFF München, früh mit Dokumentarfilm und politischem Video aktiv.
  • Durchbruch als Theoretikerin mit Essays zu digitalen Bildern, Globalisierung und Gewalt.
  • Einladungen zu den wichtigsten Ausstellungen der Welt, u.a. internationale Großschauen wie die Documenta in Kassel und die Venedig-Biennale (teils in zentralen Positionen).
  • Solo-Shows in Top-Museen in Europa, USA und Asien, inklusive großer Retrospektiven.
  • Regelmäßig gelistet unter den einflussreichsten Künstler:innen der Gegenwart in Rankings wie „Power 100“ von Kunstmagazinen.

Fazit für dein Investment-Radar: Steyerl ist keine schnelle Flipper-Position, sondern eine Kanon-Kandidatin. Wer hier kauft, kauft Geschichte der Medienkunst, nicht nur ästhetische Screensaver.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Medienkunst wirkt auf dem Handy einfach nie so krass wie im Raum. Gerade bei Steyerl gilt: Du musst da drin stehen, mitten in den Screens, Sounds, Lichtblitzen.

Aktuell sind öffentlich zugängliche, klar terminierte Ausstellungen zu Hito Steyerl in den gängigen Museumskalendern nicht eindeutig ausgewiesen. Kurz: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die offiziell und verifizierbar als Einzelschauen angekündigt sind.

Da Medienkunst oft in Sammlungspräsentationen versteckt ist, lohnt sich ein direkter Check bei den Profis:

Tipp: Viele Museen haben Steyerl dauerhaft in ihren Sammlungen. Schau in die Online-Sammlungen großer Häuser und filter nach ihrem Namen – oft tauchen Videos in Medienräumen auf, ohne groß plakatiert zu werden.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du Kunst nur als schöne Wand-Deko siehst, wird dich Hito Steyerl wahrscheinlich eher überfahren als berühren.

Wenn du aber checken willst, wie Kunst heute mit denselben Tools arbeitet wie dein Feed – Video, Memes, Games, Tutorials – und dabei knallhart aufzeigt, wie Macht, Krieg, Geld und Daten zusammenhängen, dann ist sie ein Pflicht-Name.

Sammler sehen in ihr eine Mischung aus politischer Ikone und Medienkunst-Pionierin; Museen behandeln sie wie einen Fixpunkt der Gegenwartskunst, und im Netz tauchen ihre Werke immer wieder als Referenz für „smartes, digitales Storytelling“ auf.

Also: Wenn du das nächste Mal durch TikTok scrollst und über einen Clip aus einer ihrer Installationen stolperst – bleib kurz hängen. Was du da siehst, könnte später als Schlüsselwerk einer ganzen Ära in den Kunstgeschichtsbüchern stehen.

@ ad-hoc-news.de