Wahnsinn um Francesco Clemente: Warum dieser Maler zwischen Spirit und Sex zum Kult-Investment wird
13.01.2026 - 08:16:25Alle reden über Kunst als Investment – aber niemand erzählt dir, wer die OGs hinter dem Hype sind. Einer davon: Francesco Clemente. Seine Bilder sind wild, spirituell, manchmal verstörend – und genau das macht sie heute wieder ultra relevant.
Zwischen Yoga, Sex, Religion und Popkultur malt er seit Jahrzehnten radikal persönliche Bilder. Und der Markt? Zieht mit. Von Rom nach New York, von Auktionssaal zu White Cube – Clemente ist der stille Star, der jetzt wieder laut wird.
Du fragst dich: Ist das Kunst-Hype, Investment-Chance oder einfach zu weird? Scroll weiter, wir gehen rein.
Das Netz staunt: Francesco Clemente auf TikTok & Co.
Okay, Ehrlichkeit zuerst: Clemente ist kein TikTok-Boy. Er ist ein Maler der 80er-Generation, der mit Größen wie Basquiat und Warhol abhing. Aber: Seine Kunst sieht so aus, als wäre sie für deine Insta-Story erfunden.
Leuchtende Farben, schwebende Körperteile, Symbole aus Indien, Christentum, Tarot und Träumen – seine Werke wirken wie handgemalte LSD-Filter. Viele Creator nutzen seine Bilder in Moodboards, Tattoo-Referenzen oder als Ästhetik-Referenz für "spirituelle" Feeds.
Besonders beliebt: die Mischung aus Softness und Darkness. Zarte Aquarelle, aber mit Themen wie Tod, Sexualität, Identität, Seele. Genau diese Spannung macht seine Kunst so sharable – du kannst stundenlang reinscrollen und immer neue Details finden.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Clemente hat hunderte Werke gemacht – aber ein paar tauchen immer wieder in Museen, Büchern und Feeds auf. Drei Key-Pieces, die du dir merken solltest:
- "The Fourteen Stations" (Via Crucis-Serie)
Eine monumentale Serie, die sich an den Kreuzweg anlehnt – nur eben im Clemente-Style: fragmentierte Körper, spirituelle Symbole, Schmerz und Ekstase. Kein klassischer Kirchenlook, eher wie ein spiritueller Fiebertraum. Die Serie tourte durch große Museen und gilt als einer seiner emotional stärksten Zyklen. - Die großformatigen Selbstporträts
Clemente malt sich selbst immer wieder – als zersplitterte Figur, als Körper ohne festen Rand, als Mischwesen zwischen Mann, Frau, Geist. Diese Bilder sind ikonisch, weil sie die Frage stellen: Wer bin ich eigentlich, wenn alles im Flow ist? Genau die Art von Identitäts-Thema, die heute in Social Media hochkocht. - Die Indien-Serien (Gouachen & Aquarelle)
Seit den 70ern pendelt Clemente regelmäßig nach Indien. Dort entstanden leuchtende, intime Blätter mit Göttern, Symbolen, erotischen Szenen und Traumfiguren. Viele davon sind kleiner, sammelbar und extrem beliebt bei Sammler:innen, die etwas Spirituelles, aber nicht Kitschiges suchen.
Skandal im klassischen Sinne? Kein Bot-Punch, keine „Cancel Culture“-Story. Seine "Skandale" sind eher inhaltlich: nackte Körper, religiöse Symbole, spirituelle Bilder, die Gläubige provozieren können. Also eher innerer Mindfuck statt Boulevard-Skandal.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Wenn du dich fragst, ob Clemente nur artsy oder auch ein Millionen-Hammer ist – die Antwort ist klar: Er spielt im Blue-Chip-Feld, auch wenn er nicht jeden Tag in den Schlagzeilen ist.
In den großen Auktionshäusern wie Christie's, Sotheby's und Co. tauchen seine Werke regelmäßig auf. Laut gängigen Marktquellen und Auktionsdatenbanken liegen seine höchsten Zuschläge im hohen sechsstelligen Bereich, einzelne Spitzenwerke haben die Grenze von rund einer Million US-Dollar überschritten. Genauere aktuelle Zahlen hängen stark von Werk, Größe, Medium und Jahr ab – aber klar ist: Billig ist hier nichts mehr.
Die Preisstruktur grob:
- Große Leinwände aus den 80ern (Zeit der Transavantgarde, New York, Zusammenarbeit mit Stars): heiß begehrt bei internationalen Sammler:innen, entsprechend teuer.
- Indien-Aquarelle und Gouachen: kleiner und für viele eine Einstiegsklasse in die Welt von Clemente – im Auktionsmarkt noch deutlich unter den Mega-Leinwänden, aber mit stabiler Nachfrage.
- Späte Arbeiten: werden gerade neu bewertet. Viele Kurator:innen holen Clemente aktuell zurück in den Diskurs, was langfristig Potenzial für Preissteigerungen bedeutet.
Wichtig: Clemente ist seit Jahrzehnten in Top-Museen vertreten – vom MoMA bis zur Tate. Das ist das, was man im Markt ein Blue-Chip-Signal nennt. Keine schnelle Flip-Spekulation, sondern ein Künstler, der sich bereits in der Kunstgeschichte verankert hat.
Seine Karriere-Story liest sich wie ein Art-History-Movie:
- Aufgewachsen in Italien, früh in der Szene von Rom aktiv.
- Wird eine der zentralen Figuren der italienischen Transavantgarde – einer Bewegung, die die Malerei zurückbringt, als alle nur Konzeptkunst wollten.
- Zieht nach New York, arbeitet mit Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat zusammen und wird Teil der Downtown-Szene.
- Reist regelmäßig nach Indien, verbindet westliche und östliche Spiritualität und entwickelt seine unverwechselbare Bildsprache zwischen Körper, Seele und Symbol.
- Große Einzelausstellungen in bedeutenden Museen weltweit, Teilnahme an internationalen Biennalen.
Das Ergebnis: ein Künstler, der kulturell gesetzt ist – und genau deshalb für viele Sammler:innen als langfristig stabil gilt.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst nicht nur scrollen, sondern vor den Originalen stehen? Gute Nachricht: Clemente ist kein reines Auktionsphänomen, sondern wird aktiv von Galerien und Museen gezeigt.
Die Jablonka Galerie in Deutschland zählt zu den wichtigen Adressen, die mit Clemente gearbeitet haben und seine Werke präsentieren. Auf ihrer Artist-Seite findest du Überblick, Werke und Kontakt:
Offizielle Infos zu Projekten, Ausstellungen und Werkserien findest du außerdem direkt beim Künstler bzw. seinem internationalen Umfeld:
Wichtig für deine Planung: Konkrete, verlässlich bestätigte neuen Ausstellungstermine waren bei der Recherche aktuell nicht eindeutig sichtbar. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die offiziell und öffentlich mit klaren Terminen für den deutschsprachigen Raum kommuniziert sind.
Tipp für dich: Große Häuser mit starker Gegenwartskunst-Sammlung (MoMA, Tate, wichtige US- und EU-Museen) haben Clemente oft in ihren Beständen. Es lohnt sich, vor einem Besuch die Online-Sammlungsseiten zu checken: Wird Clemente gerade in der Dauerausstellung gezeigt oder ist das Werk im Depot?
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du nur auf schnellen Social-Media-Glanz stehst, ist Clemente vielleicht nicht deine erste Wahl – seine Kunst ist weniger "smooth" und mehr innerer Trip. Aber genau das macht ihn heute wieder so spannend.
Während viele Artists versuchen, möglichst gefällig für den Feed zu produzieren, zeigt Clemente seit Jahrzehnten radikal persönliche, verletzliche, spirituelle Bilder. Und der Markt hat ihm recht gegeben: Museumspower, starke Galerie-Vertretungen, hohe Auktionspreise.
Für dich heißt das:
- Als Artlover: perfekte Einstiegsfigur, um von Basquiat & Co. in eine tiefere, spirituellere Malerei zu rutschen.
- Als Sammler:in: kein Meme-Coin, sondern eine Langfrist-Position im Blue-Chip-Bereich – mit Fokus auf Qualität statt kurzfristigem Flip.
- Als Creator: endloses Bildmaterial für Moodboards, Edits, Visual Storytelling rund um Themen wie Identität, Körper, Seele, Spiritualität.
Also: Ja, der Hype ist gerechtfertigt – nur ist er nicht laut und schrill, sondern tief und beständig. Wenn du Kunst suchst, die mehr kann als nur nice aussehen, sondern dich wirklich beschäftigt, dann ist Francesco Clemente ein Must-See in deinem mentalen Museum.


