Wahnsinn um Dana Schutz: Warum diese Bilder Millionen kosten – trotz Shitstorms
28.01.2026 - 18:43:08Alle reden über diese Kunst – ist das genial, zu krass oder kann das weg?
Die US-Malerin Dana Schutz spaltet die Kunstwelt wie kaum eine andere. Ihre Bilder sind laut, übertrieben, brutal witzig – und gehen bei Auktionen inzwischen für Millionen über den Tisch.
Zwischen Kunst-Hype, Skandal und Millionen-Hammer: Wenn du wissen willst, welche Malerei unsere Zeit wirklich triggert, kommst du an Dana Schutz nicht vorbei.
Das Netz staunt: Dana Schutz auf TikTok & Co.
Die Werke von Schutz sehen aus wie Zeichentrickfilme nach einer schlaflosen Horror-Nacht: übertrieben verzerrte Körper, knallige Farben, viel Chaos, viel Gefühl. Nichts ist realistisch – aber alles fühlt sich extrem echt an.
Gerade deswegen tauchen ihre Bilder immer öfter in Memes, Art-Edits und Moodboards auf. Die Figuren schreien, lachen, zerfallen – perfekt für ein Netz, das Drama liebt. Dazu kommt: Die großen Formate und der überzeichnete Style wirken wie gemacht für die Smartphone-Kamera.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Online diskutieren viele: Ist das geniale Malerei – oder nur überhypte Kunst, die von Skandalen lebt? Fakt ist: Schutz gehört heute zu den einflussreichsten figurativen Malerinnen ihrer Generation. Und Sammler zahlen dafür richtig.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Dana Schutz mitreden willst, solltest du diese Werke parat haben – inklusive Drama-Faktor.
- "Open Casket" (2016)
Ein Bild, das Kunstgeschichte und Shitstorm zugleich wurde. Schutz malte den aufgebahrten Körper des 1955 ermordeten Black Teenagers Emmett Till, basierend auf einer historischen Presse-Fotografie. Gezeigt auf der Whitney Biennale in New York, löste das Werk heftige Proteste aus: Aktivist:innen warfen ihr kulturelle Aneignung und die Ausbeutung schwarzen Leids vor. Einige forderten sogar, das Bild zu zerstören. Seitdem steht Schutz wie kaum jemand sonst für die Frage: Was darf Kunst? - "Civil Planning" (ca. 2004)
Eines der frühen, ikonischen Schutz-Gemälde mit ihrer typischen Mischung aus Humor und Horror. Überzeichnete Figuren, eine Szene irgendwo zwischen Stadtplanung und Katastrophe, alles wirkt wie ein Albtraum aus Bürokratie und Gewalt. Solche Arbeiten machten sie in den 2000ern zum Liebling großer Museen und Sammler – und legten den Grundstein für ihren Status als Blue-Chip-Künstlerin. - "Shaking Hands" (2015) und andere großformatige Gruppenbilder
Typisch Schutz: komplizierte Menschenknäuel, groteske Körper, seltsame Gesten. Die Bilder fühlen sich an wie ein Mix aus politischer Karikatur, Comedy und Endzeit-Vision. Auf Instagram tauchen diese Werke immer wieder als Screenshot aus Museums-Storys auf – sie sind visuell laut genug, um im Feed nicht unterzugehen.
Dazu kommen Zyklen mit Themen wie Mutterschaft, Körperpanik, sozialer Druck und Alltags-Absurditäten. Alles verpackt in einer Malerei, die so wirkt, als wäre sie gleichzeitig altmeisterlich und komplett durchgeknallt.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Für Sammler:innen ist Dana Schutz längst kein Geheimtipp mehr, sondern klarer Blue-Chip. Ihre Werke tauchen regelmäßig bei den großen Auktionshäusern auf – und schrauben sich immer weiter nach oben.
Wichtige Preis-Momente:
- Frühe 2010er-Jahre: Erste starke Verkäufe, als der Markt für zeitgenössische Malerei gerade explodiert. Schutz ist von Anfang an vorn dabei.
- Einzelergebnisse bei Christie's und Sotheby's klettern schnell in den hohen sechsstelligen bis siebenstelligen Bereich. In Marktberichten wird sie mehrfach als eine der wichtigsten Malerinnen ihrer Generation geführt.
- Ihr bisheriger Rekordpreis liegt laut Auktionsdaten im Bereich von mehreren Millionen US-Dollar für ein einzelnes Gemälde. Genaue Summen variieren je nach Quelle, aber klar ist: Wir reden hier nicht mehr über "Emerging Artist", sondern über das absolute Top-Segment.
Damit steht Schutz in einer Liga mit anderen Superstars der figurativen Malerei – und ist gleichzeitig eine der wenigen Frauen in diesem Preisfeld. Für viele Sammler:innen ist sie daher ein Long-Term-Investment: politisch relevant, museal verankert, marktstark.
Historisch wichtig ist außerdem: Museen wie das MoMA, das Whitney Museum oder große europäische Häuser haben ihre Arbeiten in den Sammlungen oder Ausstellungen gezeigt. Das gibt dem Markt zusätzliches Vertrauen – und treibt die Preise weiter hoch.
Ihr Weg dahin:
- Geboren in den späten 1970er-Jahren in den USA, Kunststudium unter anderem in New York.
- Früher Durchbruch in den 2000ern mit ironischen, erzählerischen Bildern – sie mischt figürliche Malerei mit Popkultur, Comics und Albtraum-Szenarien.
- Vertretung durch die Mega-Galerie David Zwirner – ein klarer Ritterschlag im internationalen Kunstbetrieb.
- Große Einzelausstellungen in renommierten Museen und Institutionen, dazu Teilnahme an wichtigen Biennalen.
- Der Skandal um "Open Casket" macht sie global bekannt – kritisch, aber extrem aufmerksamkeitsstark.
Heute gilt: Wer im Bereich zeitgenössische Malerei unterwegs ist, kommt an ihrem Namen nicht vorbei – ob man ihre Kunst liebt oder hasst.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst nicht nur Screenshots sehen, sondern vor echten, riesigen Leinwänden stehen? Das lohnt sich bei Schutz besonders, weil die Malerei in echt noch körperlicher, dichter und brutaler wirkt.
Aktueller Stand nach Check von Museums- und Galerieprogrammen:
- Galerie David Zwirner
Die Galerie vertritt Dana Schutz international und ist eine der ersten Anlaufstellen für neue Ausstellungen, Editionen und Messeteilnahmen. Auf der offiziellen Artist-Seite findest du aktuelle Shows und Werkübersichten:
Dana Schutz bei David Zwirner - Offizielle Infos
Weitere Details zu Ausstellungen, Werken und Projekten gibt es meist über die Galerie- oder Künstlerkanäle. Ein direkter Artist-Link ist aktuell nicht einheitlich verfügbar, aber die Zwirner-Seite bündelt das Wichtigste.
Wichtig: Konkrete neue Museumsausstellungen oder fix geplante Shows, die jetzt schon offiziell für die kommenden Monate angekündigt wären, sind in den großen Datenbanken und Programmen derzeit nicht eindeutig gelistet.
Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die öffentlich und verbindlich angekündigt sind. Viele Werke hängen jedoch dauerhaft oder regelmäßig in Sammlungen großer Museen – check am besten die Programme der großen Häuser in New York, London, Berlin, Paris oder Wien.
Wenn du flexibel bist, lohnt sich außerdem ein Auge auf internationale Kunstmessen: Schutz taucht immer wieder auf den Ständen großer Galerien auf – dort siehst du Top-Werke, ohne Museumseintritt.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Also: Ist Dana Schutz nur der nächste virale Hit im Kunstbetrieb – oder wirklich ein Must-See?
Für dein Auge: Wenn du auf harte Emotionen, grelle Farben und Bilder stehst, die dich nicht in Ruhe lassen, dann ist Schutz ein Volltreffer. Ihre Malerei ist nicht schön im klassischen Sinne, sondern überfordernd, komisch, oft brutal – aber genau das passt zu einer Welt, die permanent zwischen Meme, Krise und Überreizung pendelt.
Für dein Mindset: Ihre Werke sind politisch aufgeladen, ohne platt aktivistisch zu sein. Sie bringen dich in Konflikt mit dir selbst: Darf ich das spannend finden? Soll ich das abstoßend finden? Diese Reibung ist für viele der Grund, warum Schutz als Schlüsselposition in der aktuellen Malerei gilt.
Für dein Investment: Der Markt spricht eine klare Sprache. Hohe Rekordpreise, starke Präsenz bei Top-Galerien, institutionelle Anerkennung – alles Punkte, die sie im Segment der Blue-Chip-Künstler:innen verankern. Für normale Sammler:innen sind Originale kaum erreichbar, aber Editions, Drucke oder Werke anderer aufstrebender Maler:innen, die von Schutz beeinflusst sind, können spannend sein.
Unterm Strich: Der Kunst-Hype um Dana Schutz ist nicht nur Marketing, sondern spiegelt eine echte Verschiebung in der Malerei wider – hin zu Bildern, die unsere Ängste, Überforderung und Medienrealität gnadenlos bebildern. Wenn du verstehen willst, wohin sich Malerei nach Instagram, Pandemie und Dauerkrise bewegt, solltest du dir diese Werke unbedingt live geben, sobald sich die Chance ergibt.
Must-See für alle, die wissen wollen, wie sich unsere Zeit wirklich anfühlt – auf Leinwand.


