Wahnsinn um Arnulf Rainer: Warum seine Übermalungen jetzt wieder richtig knallen
01.02.2026 - 02:20:29Alle reden über wilde, rohe Malerei – aber kennst du den OG, der damit schon alles gesprengt hat?
Arnulf Rainer ist der Typ, der Heiligenbilder, Fotos und sogar sein eigenes Gesicht so krass übermalt hat, dass daraus pure, rohe Energie wurde.
Heute gilt er als Legende der Nachkriegskunst, seine Werke laufen im Museum, in Top-Galerien – und bei Auktionen fällt regelmäßig der Millionen-Hammer.
Frage ist: Genialer Kunst-Hype oder nur Gekritzel, das jede*r hinbekommt? Schau dir das mal in Ruhe an…
Das Netz staunt: Arnulf Rainer auf TikTok & Co.
Auf Social Media taucht Rainer nicht als klassischer "Pretty-Instagram-Art"-Künstler auf – aber seine Werke sind perfekt für dramatische Before/After-Momente.
Auf alten Fotos, Heiligenmotiven oder Porträts liegt eine Schicht aus dicken, aggressiven Strichen, wildem Schwarz, tiefem Rot, harten Kratzern. Es sieht aus wie Wut, Angst und Befreiung in einem Bild.
Genau das lieben Creator*innen: Aus ruhigen Archivfotos wird mit einem Übergang plötzlich eine explodierende Übermalung. Dazu Sound, Cut – fertig ist der virale Hit.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
In Reels und Shorts tauchen vor allem seine Übermalungen von Fotografien auf: alte Schwarz-Weiß-Porträts, darüber wuchtige Farb-Spuren, die Gesichter fast auslöschen.
Viele kommentieren: "Das könnte auch meine kleine Cousine malen" – andere schreiben: "Das ist genau die Art von Kunst, die ich fühlen kann".
Diese Reibung macht ihn im Netz spannend: Genie vs. „Kann das weg?“ – perfekte Diskussionsvorlage für deine Story.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Damit du beim nächsten Kunst- oder Sammler-Talk nicht lost bist, hier die wichtigsten Rainer-Codes – kurz, knackig, screenshot-tauglich.
- 1. Die "Übermalungen" – sein Markenzeichen
Rainer wurde berühmt, weil er existierende Bilder einfach gnadenlos übermalte: Landschaften, Heiligenbilder, Fotos.
Stell dir ein frommes, kitschiges Marienbild vor – und dann kommen dichte schwarze Balken, aggressive Kreise, Farbexplosionen drüber. Blasphemie? Für viele damals ja. Für die Kunstwelt: reine Innovation.
Diese Werke gelten heute als die Schlüsselstücke seiner Karriere und sind bei Sammler*innen extrem gefragt. - 2. "Face Farces" & Selbstinszenierung
Bevor Selfies Mainstream waren, hat Rainer seinen Kopf als Bühne benutzt. Er verzog sein Gesicht, klebte sich Dinge drauf, grimassierte – und übermalte die Fotos dann radikal.
Diese sogenannten Face Farces sind pure Performance, eingefroren in Malerei: Körper, Psyche, Kontrollverlust in einem Bild. Viele der ikonischen Fotos, die übermalt wurden, tauchen heute in Ausstellungen, Katalogen und Dokus immer wieder auf.
Sie sind wie ein Vorläufer unserer gefilterten und verzerrten Selfie-Kultur – nur viel roher. - 3. Kreuzformen & religiöse Motive
Das Kreuz ist eines seiner stärksten Symbole: Er malt, kratzt und überlagert Kreuzformen, oft mit heftigen Gesten und dunklen Farben.
Dadurch wirken die Bilder nicht religiös brav, sondern eher wie innere Kämpfe – zwischen Glaube, Zweifel, Wut, Spiritualität.
Diese Werke haben ihn in vielen Museen und Sammlungen weltweit etabliert – und sorgen bis heute für Diskussionen: sacrilegious oder tief spirituell?
Fun-Fact: Rainer war nie der braven Kunstakademie-Typ – er wurde sogar mal von einer Akademie geworfen. Später wurde er dort selbst Professor. Vom Rebellen zum System – besser kann man Kunstkarriere nicht erzählen.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Für alle, die nicht nur schauen, sondern auch investen wollen: Wie steht Arnulf Rainer am Markt da?
Er ist kein TikTok-Newcomer, sondern klarer Blue-Chip-Künstler. Bedeutet: lange Karriere, Museumspräsenz, stabile Nachfrage.
Öffentlich dokumentierte Spitzenauktionen (z.B. über große Häuser wie Sotheby's, Christie's, Ketterer & Co.) zeigen: Seine großen, ikonischen Übermalungen haben in der Vergangenheit Preise im sechsstelligen bis niedrigen siebenstelligen Bereich in Euro erreicht.
Konkret wurden einzelne Hauptwerke bereits für deutlich über 500.000 Euro zugeschlagen, in Einzelfällen auch im Bereich von rund 1 Million Euro inklusive Aufgeld – je nach Werk, Entstehungszeit und Provenienz.
Wichtig: Die höchsten Preise erzielen vor allem:
- Frühe, kraftvolle Übermalungen aus seinen entscheidenden Schaffensphasen.
- Großformatige Arbeiten mit klarer Ausstellungshistorie (Museum, wichtige Galerie).
- Werke, die bereits in Publikationen und Retrospektiven gezeigt wurden.
Im mittleren Segment – also kleinere Formate, Arbeiten auf Papier oder spätere Varianten – bewegen sich die Preise oft im mittleren fünfstelligen Bereich, teilweise auch darunter, was ihn für ambitionierte Sammler*innen interessant macht.
Für die Kunstgeschichte ist Rainer sowieso gesetzt: Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der informellen und gestischen Malerei im deutschsprachigen Raum und als Pionier der Übermalung. Seine Werke hängen u.a. in großen europäischen Museen und renommierten Sammlungen.
Karriere-Highlights im Schnelldurchlauf:
- Früher Bruch mit traditioneller Malerei, radikale Hinwendung zu Übermalungen.
- Teilnahme an großen internationalen Ausstellungen wie Biennalen und wichtigen Museumsshows.
- Retrospektiven in bedeutenden Häusern, die ihn endgültig in den Kanon katapultiert haben.
- Vertretung durch Top-Galerien, u.a. Galerie Thaddaeus Ropac, was seine Marktposition zusätzlich stabilisiert.
Unterm Strich: Wer in europäische Nachkriegskunst investieren will, kommt an Rainer kaum vorbei.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Online-Bilder sind nice, aber Rainers Werke funktionieren live ganz anders: Du siehst die Schichten, Kratzer, dicke Farbe, fast wie Narben auf der Leinwand.
Über die großen Museums- und Ausstellungsdatenbanken sowie Galerien lassen sich aktuell wechselnde Präsentationen und Sammlungspräsentationen mit Arbeiten von Arnulf Rainer finden – etwa in europäischen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst.
Konkrete, klar kommunizierte zukünftige Ausstellungstermine, die ausschließlich Arnulf Rainer gewidmet sind, konnten bei der aktuellen Recherche jedoch nicht eindeutig verifiziert werden.
Daher gilt für dich als Planungsinfo: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die offiziell und eindeutig als kommende Solo-Show von Arnulf Rainer angekündigt sind.
Wenn du wirklich vor Ort schauen willst, ob und wo gerade Werke von ihm hängen, lohnt sich ein Blick auf diese Seiten:
- Offizielle Info direkt vom Künstler-/Estate-Umfeld – hier findest du oft News zu Projekten, Publikationen oder Hinweisen auf Ausstellungen.
- Galerie Thaddaeus Ropac – Artist Page von Arnulf Rainer – hier siehst du verfügbare Werke, frühere Shows und manchmal Hinweise auf aktuelle Präsentationen.
Tipp für dich: Check zusätzlich die Webseiten großer Häuser für moderne Kunst in deiner Stadt – viele haben Rainer im Bestand und zeigen ihn regelmäßig in ihren Sammlungsräumen, auch wenn es keine große Einzelausstellung ist.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du nur glatte, hübsche Wandkunst willst, ist Arnulf Rainer wahrscheinlich nichts für dich.
Seine Bilder sind laut, aggressiv, chaotisch – aber genau das macht sie im Jahr 2026 wieder extrem aktuell. In einer Welt voller Filter und Perfektion zeigt er: Kunst darf hässlich, wütend und ehrlich sein.
Für die einen ist er der Großmeister der Übermalung, für andere bleibt es „Gekritzel“. Aber das ist genau der Sweet Spot, an dem Kunst spannend wird – dort, wo sich die Meinungen spalten.
Sammler*innen lieben ihn, weil:
- er kunsthistorisch gesetzt ist,
- der Markt ihn als Blue-Chip wahrnimmt,
- und seine ikonischen Werke bereits Rekordpreise geholt haben.
Du musst nicht gleich ein Original kaufen – aber:
- Zieh dir die Übermalungen auf TikTok & YouTube rein.
- Geh in die nächste Sammlung für moderne Kunst und check, ob ein Rainer hängt.
- Überleg dir beim nächsten Selfie-Face-Filter, wer das Game mit der verzerrten Identität eigentlich schon vor Jahrzehnten gespielt hat.
Fazit in einem Satz: Ja, der Hype ist gerechtfertigt – nicht, weil alles schön ist, sondern weil es dich zwingt, Stellung zu beziehen.
Und genau deshalb bleibt Arnulf Rainer auch für die TikTok-Generation ein Must-See – ob im Museum, im Feed oder irgendwann vielleicht sogar an deiner Wand.


