Wahnsinn um Anish Kapoor: Warum diese Mega-Skulpturen jetzt Millionen kosten
02.02.2026 - 12:53:10Alle reden über Anish Kapoor – aber ist das geniale Kunst oder nur perfekt inszenierter Kunst-Hype?
Riesige Spiegel, knallrotes "Blut", schwarze Löcher, in die dein Blick einfach reinfällt: Die Werke von Anish Kapoor sehen aus, als wären sie direkt für TikTok, Insta & deine FYP gebaut worden.
Und während du noch überlegst, ob du das feiern oder haten sollst, ballern seine Skulpturen bei Auktionen regelmäßig über die Millionen-Hammer-Grenze. Zeit, den Mann einmal richtig zu checken.
Das Netz staunt: Anish Kapoor auf TikTok & Co.
Wenn du auf Kunst stehst, die mehr nach Sci-Fi-Set als nach Museum aussieht, bist du bei Kapoor genau richtig.
Polierte Spiegel, die dein Gesicht verzerren. Tiefrote, quasi blutige Oberflächen. Schwarze Formen, die so dunkel sind, dass dein Gehirn kurz laggt. Genau diese Optik macht seine Arbeiten zu perfektem Futter für virale Clips.
Online geht es dabei nicht nur um "schön". Viele feiern den Mindfuck-Effekt: Wo hört der Raum auf, wo beginnt das Kunstwerk? Andere kommentieren knallhart: "Kann doch ein Industrieunternehmen auch bauen" – aber der Hype läuft trotzdem.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Gerade auf TikTok tauchen immer wieder Clips von seinem legendären Chicago-Sculpture-Icon, verrückten Spiegelräumen und ultratiefen Farbräumen auf – der Kommentarbereich schwankt zwischen "Mastermind" und "Das ist doch nur ein Spiegel?!".
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Anish Kapoor ist längst Blue-Chip-Künstler – also absolute Oberliga. Wenn du bei ihm mitreden willst, kenn diese Key-Pieces:
- "Cloud Gate" (aka "The Bean", Chicago)
Diese massive, silberne Bohne in Chicago ist wahrscheinlich sein berühmtestes Werk. Ein gigantischer, hochpolierter Edelstahlspiegel, in dem sich Skyline, Himmel und Menschen verzerren. Touris drehen dort Selfies ohne Ende, das Ding ist ein Must-See-Fotospot und quasi ein eigenes Meme geworden. Für viele ist das der Moment, in dem Kunst einfach zum öffentlichen Social-Media-Spielplatz wird. - Spiegel- und Hohlraum-Skulpturen
Kapoor liebt Formen, die wie Portale wirken: Halbkugeln, die aussehen wie Löcher im Boden oder in der Wand, Spiegel, die dich strecken, stauchen oder komplett auflösen. Diese Werke sehen reduziert aus, haben aber oft unfassbar aufwendige Oberflächen, hochglanzpoliert oder ultratief gefärbt. Genau diese reduzierten Formen sorgen für das berühmte "Das könnte doch ein Kind"-Argument – bis du die Preislisten siehst. - Vantablack-Drama
Ein eigener Skandal in der Kunstwelt: Kapoor sicherte sich vor ein paar Jahren die exklusiven künstlerischen Rechte an Vantablack, einem der schwärzesten je produzierten Materialien. Viele Künstler*innen rasten damals im Netz aus, weil sie das als unfairen Move sahen. Seitdem steht sein Name für "ultraschwarz" und für Diskussionen: Wem gehört eigentlich Farbe? Darf ein Künstler so ein Material quasi monopolisieren?
Daneben gibt es riesige Installationen in Museen und Schlössern, bei denen der Boden plötzlich wie aufgerissen wirkt oder sich ein gewaltiger Pigment-Krater im Raum auftut. Bei fast allem gilt: Minimalistische Form, maximaler Effekt.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Kapoor ist kein Geheimtipp – er ist Blue Chip deluxe. Wer heute ein großes Werk von ihm kauft, spielt im gleichen Investment-Segment wie bei Top-Namen à la Koons, Hirst & Co.
Auf internationalen Auktionen haben seine Arbeiten mehrfach Rekordpreis-Niveau erreicht. Großformatige Skulpturen aus Edelstahl oder intensiv pigmentierte Arbeiten sind dabei die Stars. Mehrere Werke haben im Laufe der Jahre Preise im mehrstelligen Millionenbereich in US-Dollar erzielt – immer wieder berichten Auktionshäuser von heftigen Bieterschlachten um ikonische Spiegel- oder Hohlraum-Skulpturen.
Die genaue Spitze ändert sich je nach Auktion, aber klar ist: Für Sammler*innen gilt Kapoor als sicherer Hafen im Hochpreissegment. Seine Arbeiten tauchen regelmäßig in den großen Evening Sales von Häusern wie Christie's und Sotheby's auf – ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass er fester Bestandteil des globalen Kunstmarkts ist.
Warum ist das so? Kapoor hat es geschafft, gleichzeitig:
- in öffentlichen Räumen mega präsent zu sein (Chicago, London, weltweite Skulpturen),
- ein klares, wiedererkennbares Signature-Design zu haben (Spiegel, Hohlräume, extrem satte Farben),
- und dabei immer wieder Diskurs auszulösen – ob es um Material, Wahrnehmung oder Besitzrechte geht.
Geboren wurde er in Indien, groß geworden ist er in Großbritannien – und genau diese Mischung aus globalem Background und Londoner Kunstszene hat seine Karriere befeuert. Schon früh räumte er wichtige Preise ab, seine Teilnahme an großen Ausstellungen und Biennalen machte ihn endgültig zu einem Star der zeitgenössischen Kunst.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Kapoor ist Dauerbrenner in Museen und Galerien weltweit. Ob riesige Außenskulpturen, tiefrote Pigmenträume oder spiegelnde Oberflächen: Seine Shows sind meist echte Must-See-Events für alle, die Kunst lieber erleben als nur anschauen.
Viele seiner bekanntesten Werke stehen dauerhaft im öffentlichen Raum, andere tauchen in wechselnden Museumsausstellungen und Galeriepräsentationen auf. Prüfe unbedingt die aktuellen Programme – gerade bei Top-Namen wie Kapoor rotieren die Ausstellungen regelmäßig durch verschiedene Städte.
Wichtig: Konkrete, aktuell gesicherte Ausstellungstermine, die gerade laufen oder als fix angekündigt sind, lassen sich im Moment nicht eindeutig verifizieren. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die wir mit Datum sicher nennen könnten – aber das kann sich jederzeit ändern.
Wenn du live dabei sein willst, check am besten direkt die offiziellen Seiten. Dort findest du die neuesten Infos zu Ausstellungen, Installationen und Projekten:
- Offizielle Seite von Anish Kapoor – Projekte, Werke, News direkt von der Quelle.
- Lisson Gallery: Anish Kapoor – Galerieinfos, verfügbare Arbeiten, Ausstellungs-Historie.
Tipp: Wenn du reisen willst, lohnt sich ein Blick darauf, wo seine großen Outdoor-Skulpturen stehen – besonders ikonisch sind etwa seine Spiegelarbeiten im urbanen Raum. Die funktionieren wie öffentliche Selfie-Studios – nur eben als Hochkultur verpackt.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Also: Ist Anish Kapoor nur ein cleverer Produzent von Selfie-Spots – oder wirklich ein Gamechanger?
Fakt ist: Seine Kunst ist extrem fotogen, hochgradig Instagrammable und perfekt für kurze, virale Clips. Aber dahinter steckt mehr als nur Bling-Bling. Seine Arbeiten spielen mit deiner Wahrnehmung, mit Raum, mit dem Gefühl von Unendlichkeit. Seine tiefen Farben und Löcher triggern ziemlich basic Emotionen: Faszination, Angst, Staunen.
Dass der Markt ihn feiert, hat Gründe: starke Bildsprache, enorme Wiedererkennbarkeit, globale Sichtbarkeit und eine Karriere, die über Jahrzehnte konstant auf Top-Level lief. Für Sammler*innen ist er ein Langzeit-Investment, für Museen ein Publikumsmagnet, für Social Media ein sicherer Viral-Hit.
Wenn du Kunst suchst, die deinen Feed flasht und gleichzeitig im Museum funktioniert, ist Anish Kapoor ziemlich genau dein Künstler.
Ob du den Hype liebst oder hasst – an ihm vorbeiscrollen ist kaum möglich.


