WADA, Abnehmspritze

WADA behält Abnehmspritze Semaglutid auf Beobachtungsliste

05.01.2026 - 17:40:12

Die Anti-Doping-Agentur lässt den Wirkstoff 2026 auf der Beobachtungsliste. Studien zeigen jedoch, dass der rapide Gewichtsverlust bis zu 40 Prozent Muskelmasse kosten kann und Athleten gefährdet.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) führt den Wirkstoff Semaglutid auch 2026 nur auf ihrer Beobachtungsliste. Doch Sportmediziner schlagen Alarm: Der rapide Gewichtsverlust durch Medikamente wie Ozempic könnte Athleten mehr kosten als Nutzen. Neue Daten zeigen einen gefährlichen Verlust an Muskelmasse.

Die Grauzone bleibt bestehen

Zum Jahreswechsel trat die aktualisierte Verbotsliste der WADA in Kraft. GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid sind nicht explizit verboten, stehen aber weiter unter Beobachtung. Dieses “Monitoring Program” soll Missbrauchsmuster aufdecken, ohne sofort Sanktionen zu verhängen.

Experten der WADA sehen in der Substanzklasse das Potenzial, das Kraft-Last-Verhältnis künstlich zu verbessern – ein entscheidender Faktor in Sportarten wie Radsport oder Skispringen. Die endgültige Entscheidung über ein Verbot vor den Olympischen Spielen 2028 hängt von den Daten dieses Jahres ab. Bis dahin bewegen sich Athleten in einer ethischen und physiologischen Grauzone.

Anzeige

Passend zum Thema Muskelabbau — schnelle, gezielte Übungen können verlorene Kraft bremsen und die Stabilität verbessern. Der kostenlose PDF‑Spezialreport “Wessinghages 3‑Minuten Wunderübungen” stellt 17 einfache Moves vor, die sich in kurzen Einheiten in den Trainingsalltag integrieren lassen und besonders bei reduziertem Appetit und Erschöpfung helfen können. Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage erklärt, wie Sie mit minimalem Zeitaufwand Muskeln gezielt aktivieren. Gratis‑PDF mit 17 Übungen jetzt anfordern

Die gefährliche Nebenwirkung: Muskelabbau

Während die Dopingfrage noch geklärt wird, rücken die medizinischen Fakten in den Fokus. Aktuelle Studienauswertungen zeigen ein klares Bild: Bei einer Gewichtsabnahme durch Semaglutid kann der Verlust an fettfreier Masse – also Muskeln, Knochen und Wasser – bis zu 40 Prozent des gesamten Gewichtsverlusts ausmachen.

Für Hochleistungssportler ist das ein alarmierendes Szenario. Der Erhalt von Explosivkraft und struktureller Stabilität ist massiv gefährdet. Das Risiko des übermäßigen Muskelabbaus (Sarkopenie) besteht selbst bei intensivem Training, wenn die Kalorienzufuhr durch die appetitzügelnde Wirkung zu stark sinkt. Die Folge: Athleten werden leichter, aber auch deutlich schwächer.

Übelkeit als Leistungsbremse

Neben dem Muskelabbau behindern akute Nebenwirkungen den Trainingsalltag. Die Wirkung von GLP-1-Agonisten verlangsamt die Magenentleerung. Viele Anwender berichten von Übelkeit, Völlegefühl und Magen-Darm-Beschwerden.

Für Ausdauerathleten wird das zum gravierenden Problem. Sie sind auf eine präzise Kohlenhydrataufnahme während der Belastung angewiesen. Können sie die notwendige Energie nicht aufnehmen, entsteht ein Energiedefizit. Dies erhöht das Risiko für das RED-S-Syndrom mit hormonellen Störungen, Ermüdungsbrüchen und einem Einbruch der Leistungsfähigkeit.

Ein gesellschaftlicher Trend erreicht den Sport

Die Ozempic-Diskussion im Profisport spiegelt einen breiten Lifestyle-Trend wider. Ähnlich wie bei Diuretika in der Vergangenheit suchen Athleten nach Wegen, biologische Grenzen zu verschieben. Der entscheidende Unterschied: Während klassische Dopingmittel im Verborgenen gehandelt werden, sind GLP-1-Agonisten als Lifestyle-Medikamente allgegenwärtig.

Das senkt die Hemmschwelle. Unter dem Druck, physische Ideale zu erfüllen, greifen immer mehr Sportler zur Spritze. Anti-Doping-Agenturen stehen nun vor der Aufgabe, nicht nur zu kontrollieren, sondern intensiv aufzuklären. Der Glaube, eine Injektion könne hartes Training ersetzen, wird durch die aktuellen Daten klar widerlegt.

2026 als entscheidendes Jahr

Dieses Jahr wird die Weichen stellen. Die WADA wird ihre Beobachtung intensivieren. Analysten erwarten, dass spätestens zur Welt-Anti-Doping-Konferenz Ende des Jahres konkrete Vorschläge für ein Verbot oder strenge Grenzwerte vorliegen.

Parallel verdichtet sich die wissenschaftliche Beweislage zum Muskelabbau. Sollten sich die Hinweise auf eine deutlich erhöhte Verletzungsgefahr bestätigen, könnten Sportverbände auch unabhängig von der WADA eigene Gesundheitsrichtlinien erlassen. Bis dahin bleibt der Griff zur Spritze ein riskantes Spiel – bei dem Athleten vielleicht Gewicht, aber womöglich ihre Karriere verlieren.

Anzeige

PS: Gerade wenn Medikamente den Appetit dämpfen und Muskelverlust droht, können gezielte Aktivierungsübungen helfen, Funktionsverlust zu verlangsamen. Der kostenlose Report “Wessinghages 3‑Minuten Wunderübungen” zeigt 17 kurzweilige Übungen mit klaren Anleitungen — ideal zum Aufwärmen, zur Regeneration oder als Ergänzung zu Krafttraining. Holen Sie sich die Praxisanleitungen vom Orthopäden direkt ins Postfach und starten Sie mit einfachen, sicheren Bewegungen. Jetzt kostenlosen 3‑Minuten‑Plan sichern

@ boerse-global.de