Volkshochschulen bringen Virtual Reality in die Breite
04.01.2026 - 04:51:12Ab Februar 2026 öffnen deutsche Volkshochschulen ihre Türen für die Welt der immersiven Technologien. Mit der neuen Kursreihe „Digitale Welten“ wollen sie Virtual und Augmented Reality für alle zugänglich machen – ein strategischer Schritt zur digitalen Grundbildung.
Der Kern des Programms ist der Kurs „Digitale Welten erleben – Was ist XR?“, der am 5. Februar 2026 startet. Ziel ist es, komplexe Technologien zu entmystifizieren, die oft als exklusives Spielzeug für Gamer oder High-Tech-Industrien wahrgenommen werden. Die VHS Aschaffenburg bietet damit einen niedrigschwelligen Einstieg in Metaverse-Technologien. Die Teilnehmer lernen nicht nur die Theorie, sondern probieren in Praxis-Sessions VR-Brillen und AR-Anwendungen selbst aus. Eine Kooperation mit dem staatlich geförderten XR HUB Nürnberg garantiert dabei technisch aktuelles und pädagogisch fundiertes Wissen.
Neue „Digitale Basics“: Vom Office-Kurs zur KI
Das Programm markiert eine Neuausrichtung der klassischen „Digitalen Grundbildung“. Über reine Office- und Internetkurse hinaus definieren Volkshochschulen wie die Bergische VHS die digitale Basiskompetenz neu. Der aktuelle Semesterplan zeigt einen gestuften Ansatz:
Passend zum Thema digitale Grundbildung – viele VHS‑Teilnehmer wünschen sich praktische Unterstützung beim Umgang mit dem Smartphone. Der kostenlose Android‑Guide bietet eine leicht verständliche Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung zu Einrichtung, WhatsApp, Fotoverwaltung und Basis‑Sicherheit – ganz ohne Fachchinesisch. Ideal für Einsteiger und Senioren, die im Kurs Erlerntes zuhause vertiefen oder selbstsicherer werden wollen. Inklusive 5‑teiligem E‑Mail‑Grundkurs mit Praxis‑Übungen. Jetzt kostenlosen Android‑Einsteiger‑Guide anfordern
- Grundlagen: Kurse wie „Digitale Basics: Erste Schritte mit Windows & Internet“ bleiben Einsteigern vorbehalten.
- Kreative Anwendung: Neue Module zu „Digitaler Kreativität“ umfassen Fotobuch-Gestaltung und Medienproduktion.
- Zukunftstechnologien: Die Aufnahme von KI- und XR-Kursen zeigt: Das Verständnis für künstliche Intelligenz und immersive Welten wird zur fundamentalen Fähigkeit. Einführungsseminare wie „KI und ich“ für Senioren unterstreichen, dass diese Technologien alle Altersgruppen betreffen.
Gesellschaftlicher Rollout der Web-3.0-Technologien
Die Integration von XR in die Erwachsenenbildung spiegelt einen breiteren Trend wider. Branchenanalysten betonen seit langem, dass die Verbreitung immersiver Technologien maßgeblich von der Vertrautheit der Nutzer abhängt. Indem Volkshochschulen diese Kurse auf kommunaler Ebene anbieten, treiben sie den gesellschaftlichen Rollout von Web-3.0-Technologien voran. Der praktische Ansatz soll Ängste abbauen und Missverständnisse ausräumen. VR wird nicht als isolierte Spielerei, sondern als Werkzeug für Kommunikation, Design und berufliche Entwicklung präsentiert.
Der Startzeitpunkt im Frühjahr 2026 ist strategisch: Die XR-Hardware ist inzwischen benutzerfreundlicher und erschwinglicher geworden. Die VHS kann daher mit Verbrauchergeräten arbeiten, die den Teilnehmern auch im Alltag oder Beruf begegnen könnten.
Pilotprojekt mit Vision: Die VHS als lokaler Innovationshub
Die „Digitale Welten“-Reihe dient als Pilot für ein umfassenderes Kursangebot. Bei erfolgreicher Resonanz planen die Organisatoren, das Curriculum auszubauen. Denkbar sind Workshops zur eigenen Content-Erstellung, in denen Teilnehmer einfache VR-Umgebungen oder AR-Filter bauen lernen.
Die langfristige Vision ist ambitioniert: Die Volkshochschule soll sich zum lokalen „Innovationshub“ wandeln, an dem Bürger Technologien nutzen können, die für den Privatgebrauch zu teuer sind. Dies entspricht dem grundlegenden Auftrag der Volkshochschulen, chancengleichen Zugang zu Bildung in einer sich rasant verändernden Welt zu gewährleisten. Die öffentliche Nachfrage nach den ersten XR-Kursen ab Februar wird zeigen, wie schnell diese „Digitalen Welten“ zum Standardangebot der deutschen Erwachsenenbildung werden.


