Volkshochschulen, KI-Kurse

Volkshochschulen bringen KI-Kurse für Senioren an den Start

08.01.2026 - 19:28:12

Deutsche Volkshochschulen führen flächendeckend KI-Seminare für die Generation 55 plus ein, um digitale Teilhabe zu fördern und Alltagsanwendungen wie ChatGPT praxisnah zu vermitteln.

Deutschlands Volkshochschulen starten 2026 mit einem bundesweiten Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz für ältere Menschen. Ziel ist es, die wachsende digitale Kluft zu überbrücken.

Ab dieser Woche rollen die Bildungseinrichtungen erstmals flächendeckend spezielle Seminare aus, die Senioren den Umgang mit Tools wie ChatGPT und digitalen Assistenten vermitteln. Der Schritt markiert eine Abkehr von reinen Computer-Grundkursen hin zu anwendungsorientierter KI-Bildung. Hintergrund ist ein stark gestiegener Bedarf an digitaler Teilhabe für die Generation 55 plus.

Vom ChatGPT-Kurs bis zum PC-Seminar

Die Kurse setzen auf praktische Anwendungen statt auf graue Theorie. Die Hamburger Volkshochschule startet am 14. Januar den Kurs „Künstliche Intelligenz: ChatGPT einfach erklärt“. Einen Tag später folgt die Volkshochschule Balingen mit „Ihr PC und Künstliche Intelligenz“. Diese koordinierte Einführung in urbanen und ländlichen Regionen zeigt den systematischen Ansatz des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV).

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Die Lehrinhalte konzentrieren sich auf Alltagsnutzen: Wie formuliere ich eine E-Mail mit KI-Hilfe? Wie plane ich eine Reise? Wie verstehe ich komplexe Behördenschreiben? „Die Kurse sollen Ängste vor der Technologie abbauen und zeigen, dass KI den Alltag erleichtern kann“, erklärt ein VHS-Sprecher. In geschützten Workshop-Umgebungen können Teilnehmer mit Programmen wie Microsoft Copilot experimentieren.

Digitale Lotsen und Smartphone-Stammtische

Parallel zu den Kursen wird das Ehrenamt gestärkt. Das „Train-the-Trainer“-Modell qualifiziert Freiwillige zu digitalen Begleitern. Diese führen oft informelle „Smartphone-Stammtische“, die nun auch KI-Themen aufgreifen. Für Senioren, die sich nicht in einen klassischen Kurs trauen, sind diese Treffen ein niedrigschwelliger Einstieg.

Die Professionalisierung dieser Hilfsnetzwerke schreitet voran. Neue Schulungsleitfäden sollen sicherstellen, dass die Ehrenamtlichen KI-Konzepte verständlich vermitteln können. Ähnliche Entwicklungen gibt es in Österreich, wo die Plattform „Digitale Senior:innen“ gerade eine Informationskampagne startete.

KI-Kompetenz wird zur sozialen Teilhabe

Die Initiative kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Der 2022 beschlossene „Digitalpakt Alter“ legte zwar den Grundstein. Doch der rasante Aufstieg generativer KI seit 2024 hat eine neue Ausschlussgefahr geschaffen. Bankgeschäfte, Arzttermine, Behördengänge – immer mehr Dienstleistungen setzen auf KI-gestützte Oberflächen.

„Die Fähigkeit, mit diesen Systemen umzugehen, wird zur Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“, sagt eine Digitalisierungsexpertin. Die Volkshochschulen reagieren darauf und behandeln KI-Kompetenz nicht als Nischenthema, sondern als Grundfertigkeit für die gesellschaftliche Teilhabe.

Ausblick: KI wird zum Standardangebot

Die Nachfrage nach den Pilotkursen im Januar wird aufmerksam verfolgt. Bei großer Resonanz sind zusätzliche Termine geplant. Das Feedback soll in standardisierte Lehrmaterialien für alle rund 900 Volkshochschulen einfließen.

Experten rechnen mit einem Schneeballeffekt: Durch die wachsende Zahl geschulter Freiwilliger wird informelles Lernen unter Gleichaltrigen die Kursangebote ergänzen. Bis Mitte 2026 könnten KI-Module fester Bestandteil der Seniorenbildung werden – und als Vorbild für andere europäische Länder mit ähnlichen demografischen Herausforderungen dienen.

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