Volksbanken, Phishing-Welle

Volksbanken warnen vor perfider Phishing-Welle

01.02.2026 - 17:54:12

Kriminelle nutzen gefälschte E-Mails und SMS, um an Zugangsdaten von Volksbank-Kunden zu gelangen. Die Bankengruppe warnt vor der neuen Methode des MFA-Bombing und rät zu erhöhter Wachsamkeit.

Kriminelle verschärfen ihre Angriffe auf Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken. Mit einer perfiden Masche versuchen sie, an sensible Zugangsdaten zu gelangen. In gefälschten E-Mails und SMS drohen sie mit der sofortigen Sperrung des Online-Bankings.

Die Betrüger setzen auf erzeugten Zeitdruck. Formulierungen wie „sofortige Handlung erforderlich“ oder die Androhung einer „unmittelbaren Kontosperrung“ sollen die Empfänger verunsichern. Die Nachrichten wirken täuschend echt, nutzen offizielle Logos und nennen Vorwände wie angebliche Sicherheitsupdates oder neue EU-Verordnungen.

Die Volksbanken Raiffeisenbanken stellen jedoch klar: Sie fordern Kunden niemals per E-Mail oder SMS auf, sensible Daten über einen Link zu bestätigen. Verbraucherschützer und die Bankengruppe selbst warnen eindringlich vor diesen Phishing- und Smishing-Angriffen.

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So funktioniert die Betrugsmasche

Klickt ein Opfer auf den Link in der Nachricht, landet es auf einer gefälschten Login-Seite. Diese sieht der echten Online-Banking-Oberfläche der Volksbank täuschend ähnlich. Geben die Kunden dort ihre PIN und TAN ein, haben die Kriminellen vollen Zugriff auf das Konto.

In einigen Fällen versuchen die Betrüger im Anschluss sogar, die Opfer telefonisch zu kontaktieren. Sie geben sich als Bankmitarbeiter aus und versuchen, weitere Transaktionen zu erschleichen oder die Freigabe digitaler Karten zu erwirken.

Neue Gefahr: „MFA Bombing“ verwirrt Kunden

Eine besonders aggressive Weiterentwicklung ist das sogenannte „MFA Bombing“. Dabei nutzen Kriminelle bereits erbeutete Anmeldedaten, um eine Flut von Authentifizierungsanfragen an das Smartphone des Opfers zu senden.

Das Ziel: Den Bankkunden durch Dutzende Push-Benachrichtigungen zu verwirren oder zu ermüden. Ein versehentliches Bestätigen nur einer dieser Anfragen reicht den Tätern oft aus. Sie können dann Überweisungen tätigen oder digitale Karten für Apple Pay oder Google Pay erstellen.

Die Genossenschaftliche FinanzGruppe warnt ihre Kunden explizit: Bestätigen Sie niemals eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), die Sie nicht selbst ausgelöst haben.

Ein branchenweites Problem mit Millionenschäden

Die Angriffe auf Volksbank-Kunden sind kein Einzelfall. Landeskriminalämter warnen vor einer großangelegten Betrugswelle im gesamten deutschsprachigen Raum. Ähnliche Smishing-Angriffe richten sich gegen Kunden verschiedener großer Geldinstitute und verursachen Schäden in Millionenhöhe.

Die Professionalität der Täter hat stark zugenommen. Frühere Phishing-Versuche waren oft an schlechter Grammatik erkennbar – heutige Nachrichten und Webseiten sind kaum noch von echten zu unterscheiden. Experten führen die Zunahme auf die breite Digitalisierung des Bankwesens zurück. Millionen von Online-Banking-Nutzern stellen ein lukratives Ziel dar.

Das können Kunden tun

Für Verbraucher bleibt Wachsamkeit das oberste Gebot. Diese einfachen Regeln schützen:

  • Links ignorieren: Geben Sie die Adresse fürs Online-Banking immer manuell im Browser ein.
  • Bank-Regel beachten: Echte Banken fordern nie Zugangsdaten per E-Mail oder SMS an.
  • MFA-Anfragen prüfen: Bestätigen Sie nur Authentifizierungsanfragen, die Sie selbst auslösen.
  • Konto im Blick behalten: Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge auf unbekannte Abbuchungen.

Sollten Sie Opfer eines Betrugsversuchs werden oder verdächtige Nachrichten erhalten, handeln Sie schnell: Informieren Sie umgehend Ihre Bank, ändern Sie Ihre PIN und erstatten Sie bei einem Schaden Strafanzeige bei der Polizei.

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