Volksbank-Kunden, Visier

Volksbank-Kunden im Visier: Neue Phishing-Welle nutzt Sicherheits-Update als Köder

22.01.2026 - 21:41:12

Verbraucherschützer und Banken warnen vor professionellen Betrugs-E-Mails, die unter falschem Vorwand sensible Zugangsdaten abfangen wollen. Die Täter nutzen Drohungen mit Kontosperrungen als Druckmittel.

Verbraucherschützer warnen vor gefälschten E-Mails, die angeblich von den Volksbanken Raiffeisenbanken stammen. Die Betrüger fordern unter dem Vorwand eines Sicherheitsupdates zur Preisgabe sensibler Zugangsdaten auf. Diese professionell gestalteten Nachrichten sind Teil einer wachsenden Bedrohungslage für Bankkunden in Deutschland.

Die aktuellen Phishing-Mails tragen den Betreff “Volksbank Kundenservice.” und simulieren eine dringende Mitteilung der Hausbank. Darin wird behauptet, die Bank aktualisiere ihre Sicherheitsmaßnahmen und eine Kontenüberprüfung durch den Kunden sei erforderlich. Bei Unterlassung drohen laut Nachricht Einschränkungen im Zahlungsverkehr. Der enthaltene Link führt jedoch auf eine gefälschte Website, die Online-Banking-Zugangsdaten abfängt.

Die Volksbanken Raiffeisenbanken stellen auf ihrer offiziellen Webseite klar: Sie fordern Kunden niemals per E-Mail oder SMS zur Preisgabe von PIN, TAN oder Kontonummer auf. Auch versenden sie keine direkten Links zum Online-Banking oder fordern zu Testüberweisungen auf. Solche Aufforderungen sind immer ein sicheres Zeichen für Betrug.

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So entlarven Sie die gefälschten Bank-Mails

Trotz zunehmend professioneller Aufmachung weisen Phishing-E-Mails typische Schwachstellen auf. Die Verbraucherzentrale nennt mehrere Erkennungsmerkmale:

Ein Hauptindiz ist die unpersönliche Anrede wie “Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde”. Seriöse Banken sprechen ihre Kunden stets mit vollem Namen an. Ein genauer Blick auf die Absenderadresse verrät oft eine unseriöse Domain, die nicht zur offiziellen Bankendomain passt. Klassisch ist auch das Erzeugen von Druck durch Drohungen mit Kontosperrungen. Grammatikfehler oder holprige Formulierungen können weitere Hinweise sein. Der wichtigste Grundsatz lautet: Niemals auf Links in unaufgeforderten E-Mails klicken, die zur Eingabe von Bankdaten auffordern.

Immer raffinierter: Die Evolution der Cyber-Angriffe

Phishing gehört zu den hartnäckigsten Methoden der Cyberkriminalität und betrifft längst nicht mehr nur den Finanzsektor. Auch Kunden von Online-Händlern, Paketdiensten und Streaming-Anbietern stehen im Fadenkreuz. Die Täter nutzen E-Mail, SMS (Smishing) oder Messenger-Dienste.

Die Vorwände werden ständig angepasst. Neben angeblichen Sicherheitsupdates dienen auch ablaufende TAN-Verfahren, AGB-Änderungen oder die Einführung neuer Banking-Plattformen als Köder. Die Professionalität der Angriffe steigt stetig – gefälschte Websites sind von echten kaum noch zu unterscheiden. Diese Entwicklung macht eine konstante Aufklärung der Verbraucher unerlässlich.

Das können betroffene Kunden tun

Wer eine verdächtige E-Mail der Volksbank erhalten hat, sollte diese sofort unbeantwortet löschen. Anhänge dürfen nicht geöffnet und Links nicht angeklickt werden.

Bei Unsicherheit über die Echtheit einer Nachricht ist der direkte, sichere Kontakt zur Bank entscheidend. Rufen Sie die offizielle Webseite manuell im Browser auf oder nutzen Sie die Banking-App. Fragen Sie dort nach, ob eine entsprechende Mitteilung vorliegt.

Falls bereits Daten auf einer gefälschten Seite eingegeben wurden, ist schnelles Handeln lebenswichtig: Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, um das Online-Banking und betroffene Karten sperren zu lassen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Präventiv wird empfohlen, stets die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren und Kontobewegungen regelmäßig zu prüfen.

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