Vivo greift DJI mit KI-Vlogging-Kamera an
05.02.2026 - 05:52:12Der Smartphone-Hersteller Vivo entwickelt eine KI-gesteuerte Vlogging-Kamera für 2026 – ein direkter Angriff auf die Marktführerschaft von DJI. Das bestätigte das Unternehmen am heutigen Donnerstag. Das Gerät soll leicht sein und mit einer hochmodernen, KI-gestützten Stabilisierung punkten. Damit eröffnet Vivo eine neue Front im Kampf um die beste Bildtechnologie jenseits des Smartphones.
Smartphone-Riese betritt den Vlogging-Markt
Der Markt für kompakte Vlogging-Kameras boomt. Content Creator, Reisende und Fotografie-Enthusiasten suchen nach stabilen, professionellen Videos ohne das sperrige Equipment klassischer Kamerasysteme. Bisher hat vor allem DJI mit seiner Osmo-Pocket-Serie diese Kategorie geprägt.
Vivos Einstieg ist ein strategischer Schachzug. Der Konzern nutzt sein umfangreiches Know-how in der Mobilfunk-Fototechnik, um in ein neues Hardware-Segment vorzustoßen. Es geht um mehr als nur ein neues Produkt: Es ist eine Machtdemonstration. Vivo will mit seiner Markenstärke und technologischen Expertise einen Teil dieses lukrativen und wachsenden Marktes erobern.
Passend zum Thema KI-gestützte Kameras – die EU-KI-Verordnung bringt neue Pflichten für Hersteller und Entwickler, die KI in Produkten einsetzen. Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und umfangreiche Dokumentationsanforderungen könnten schon bald auch für Consumer-Hardware gelten. Wer Produktentwicklung oder Markteinführung plant, sollte die Anforderungen kennen, um Bußgelder und Nachbesserungen zu vermeiden. EU-KI-Verordnung: Leitfaden jetzt herunterladen
Stabilitäts-Expertise aus dem Smartphone-Bau
Vivos größter Trumpf ist seine Erfahrung in der mobilen Bildstabilisierung. Die Flaggschiff-Smartphones des Herstellers sind für ihre gimbal-ähnlichen Stabilisierungsmodule bekannt, die extrem ruhige Videoaufnahmen liefern. Diese Expertise in der physikalischen Stabilisierung bildet das Fundament für die neue Kamera.
Hinzu kommt die Partnerschaft mit dem Optik-Spezialisten ZEISS und die Entwicklung hochauflösender Sensoren, wie der 200-Megapixel-Teleobjektiv-Kameras in aktuellen Modellen. Dieses technologische Fundament soll es Vivo ermöglichen, ein Gerät zu bauen, das den hohen Ansprüchen heutiger Content Creator gerecht wird.
KI als entscheidender Game-Changer
Der größte Unterschied zu bestehenden Lösungen könnte die KI-gestützte Stabilisierungstechnologie sein. Während mechanische Gimbal-Systeme eine stabile Basis bieten, soll Künstliche Intelligenz das Nutzererlebnis revolutionieren. Denkbar sind intelligenteres Subject-Tracking, automatische Szenenerkennung für optimale Einstellungen oder sogar automatische Schnittfunktionen direkt in der Kamera.
Vivos aktuelle Smartphones zeigen bereits, was möglich ist: KI-Algorithmen erkennen das Hauptmotiv und beschneiden das Bild für eine optimale Komposition. Überträgt man dieses Maß an Rechenintelligenz auf eine dedizierte Vlogging-Kamera, könnten selbst anspruchsvolle Aufnahmen stark vereinfacht werden.
Marktimpact: Druck auf DJI und neue Konkurrenz
Für Vivo ist der Schritt eine kluge Diversifizierung. Das Unternehmen baut sein Ökosystem jenseits von Smartphones und Wearables aus und erschließt eine neue Umsatzquelle. Ein großer Vorteil ist das umfangreiche Offline-Einzelhandelsnetzwerk, über das Vivo verfügt. Dies könnte den Markteintritt beschleunigen und das Produkt direkt an die Kundschaft bringen – ein Vorteil gegenüber rein online vertreibenden Marken.
Für Marktführer DJI bedeutet dies den Eintritt eines finanzstarken und technologisch versierten Konkurrenten. Der neue Wettbewerb dürfte das Innovationstempo in der gesamten Branche erhöhen. Das kommt Verbrauchern durch mehr Funktionen und möglicherweise auch günstigere Preise zugute. Der Druck wächst auch auf andere Tech-Konzerne: Berichten zufolge arbeitet auch Vivos Schwesterunternehmen OPPO an einem ähnlichen Handheld-Gimbal.
Ausblick auf 2026
Das Projekt ist freigegeben, nun warten alle auf konkretere Details. Die Markteinführung ist für 2026 geplant. Branchenberichten vom Ende 2025 zufolge könnte die Vorstellung in der ersten Jahreshälfte erfolgen, wahrscheinlich zuerst auf dem chinesischen Heimatmarkt – eine Strategie, die Vivo bei großen Produktstarts häufig verfolgt.
Die Tech- und Creator-Community wartet gespannt auf Spezifikationen, Design-Einblicke und ein festes Launch-Datum. Vivos Vorstoß in den KI-Vlogging-Markt ist mehr als ein neues Gadget. Es ist eine Herausforderung für die etablierte Ordnung und ein Vorgeschmack auf eine Zukunft, in der die in Smartphones perfektionierte Intelligenz jede Kamera neu definiert.
PS: Wenn Sie ein Android-Smartphone nutzen oder mit Android-basierter Hardware arbeiten, sollten Sie diese fünf Schutzmaßnahmen kennen. Der kostenlose Praxis-Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie Sie WhatsApp, Online-Banking und gespeicherte Daten vor Datendieben schützen – inklusive Checklisten und einfachen Empfehlungen, die keine zusätzlichen Apps erfordern. Ideal für Creator und Nutzer, die ihre Geräte sicher einsetzen wollen. Jetzt Android-Sicherheits-Paket gratis anfordern


