Vitamine, Pillenform

Vitamine in Pillenform können Krebsrisiko erhöhen

03.02.2026 - 09:15:12

Gesundheitsbehörden und Studien weisen auf Gefahren durch hochdosierte B-Vitamine und Antioxidantien hin. Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf meist ausreichend.

Hochdosierte Vitaminpräparate können das Krebsrisiko steigern. Das zeigen aktuelle Studien und Warnungen führender Gesundheitsbehörden. Besonders im Fokus stehen die Vitamine B6, B12 und Antioxidantien wie Vitamin A, C und E.

B-Vitamine: Gefahr für die Lunge

Mehrere Untersuchungen deuten auf ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko durch hochdosierte B-Vitamine hin. Eine Auswertung der großen VITAL-Studie zeigte diesen Effekt besonders deutlich bei männlichen Rauchern.

Experten betonen: Die Vitamine wirken nicht direkt krebserregend. Stattdessen könnten sie das Wachstum bereits vorhandener Krebszellen beschleunigen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) rät daher zur Vorsicht.

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Antioxidantien-Paradox: Schutz wird zur Gefahr

Lange galten Antioxidantien als Schutzschild gegen Zellschäden. Doch in hohen Dosen können sie Tumoren sogar helfen. Eine Studie des Karolinska-Instituts fand heraus: Die Vitamine A, C und E können die Bildung von Blutgefäßen in Tumoren anregen.

Dieser Prozess versorgt den Krebs mit Nährstoffen – und fördert sein Wachstum. Besonders riskant ist Beta-Carotin für Raucher: Es erhöht ihr Lungenkrebsrisiko nachweislich.

Behörden warnen vor unnötiger Einnahme

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellt klar: Die meisten Menschen decken ihren Vitaminbedarf durch eine ausgewogene Ernährung. Nahrungsergänzungsmittel sind für sie unnötig.

Ein zentrales Problem ist die rechtliche Einstufung. Die Präparate gelten als Lebensmittel – nicht als Arzneimittel. Sie durchlaufen daher keine strengen Zulassungsverfahren.

  • Keine Krebsvorsorge: Das DKFZ betont: Es gibt keine Belege, dass Vitaminpillen Krebs vorbeugen.
  • Natürlich ist sicher: Vitamine aus Obst und Gemüse gelten weiterhin als unbedenklich und gesundheitsfördernd.

Warum ist der Markt so groß?

Der Handel mit Nahrungsergänzungsmitteln ist ein Milliardengeschäft. Aggressive Werbung suggeriert oft Nutzen, der wissenschaftlich nicht haltbar ist. Die klare Botschaft der Experten lautet: Zwischen natürlicher Ernährung und isolierten Hochdosis-Präparaten muss unterschieden werden.

Die Debatte ist komplex. So könnte eine niedrige Vitamin-D-Dosis die Krebssterblichkeit senken, während Hochdosen wieder Risiken bergen.

Was Verbraucher jetzt tun können

Die EU arbeitet an Höchstmengen für Vitamine in Nahrungsergänzungsmitteln. Bis dahin raten Experten zu gesunder Skepsis gegenüber Werbeversprechen.

Die einhellige Empfehlung:
* Arzt konsultieren: Vor der Einnahme einen möglichen Mangel ärztlich abklären lassen.
* Kritisch bleiben: Nicht auf Selbstmedikation mit Hochdosis-Produkten setzen.
* Therapie absprechen: Krebspatienten müssen jede Einnahme mit ihrem Behandlungsteam besprechen.

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