Vishing-Angriffe: Betrüger kapern Banking-Apps per Telefon
03.02.2026 - 07:16:12Bankkunden verlieren in Deutschland hohe Summen durch professionelle Betrugsanrufe. Kriminelle geben sich als Bankmitarbeiter oder Polizei aus und drängen ihre Opfer zur Freigabe von Überweisungen in der eigenen Banking-App. Landeskriminalämter warnen vor der ausgeklügelten Masche.
Die sogenannten Vishing-Angriffe (Voice Phishing) nehmen massiv zu. Die Täter kombinieren technische Tricks mit psychologischer Manipulation. Ein aktueller Fall aus Österreich zeigt das Ausmaß: Durch eine ähnliche SMS-Masche, die oft in Anrufen mündet, entstand binnen zwei Wochen ein Schaden von über 800.000 Euro.
So läuft der perfide Anruf-Betrug ab
Das Muster ist immer ähnlich und zielt auf Angst und Zeitdruck. Zuerst klingelt das Telefon – mit einer vertrauenswürdig erscheinenden Nummer im Display. Die Täter fälschen die Rufnummernanzeige (Call-ID-Spoofing), sodass sogar die echte Nummer der Hausbank erscheint.
Telefon-Betrüger arbeiten genau mit den Methoden, die hier beschrieben werden: gefälschte Rufnummern, Angst und Druck, bis zur Freigabe einer TAN. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket liefert eine praxisnahe 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie Vishing-Anrufe, manipulierte Banking-Apps und Social‑Engineering erkennen und sofort dagegen vorgehen. Mit Checklisten und Erkennungsmerkmalen für Ihr Smartphone können Sie typische Fehler vermeiden. Anti-Phishing-Paket kostenlos herunterladen
Am Apparat meldet sich ein angeblicher Bankmitarbeiter oder Polizeibeamter. Die Stimme wirkt seriös und dringlich. Das Opfer wird mit einer erfundenen Bedrohung konfrontiert: Eine verdächtige Überweisung müsse sofort gestoppt oder ein Hackerangriff abgewehrt werden.
Die Lösung? Der Kunde soll eine Transaktion in seiner Banking-App per pushTAN bestätigen. In Wahrheit gibt er damit aber eine echte Überweisung auf ein Kriminellenkonto frei. Die angebliche „Stornierung“ ist der eigentliche Betrug.
Warum Smartphones das perfekte Ziel sind
Cyberkriminelle verlagern ihre Aktivitäten gezielt auf mobile Geräte. Über 80 Prozent aller Phishing-Webseiten sind für Smartphones optimiert. Auf dem kleinen Display sind gefälschte URLs schwerer zu erkennen.
Die ständige Flut von Benachrichtigungen erzeugt zudem einen künstlichen Zeitdruck. Diesen nutzen die Betrüger geschickt aus. Viele Nutzer vertrauen den Anweisungen in ihrer Banking-App blind – ein trügerisches Sicherheitsgefühl, das angegriffen wird.
Verbraucherzentralen und die Polizei betonen: Echte Banken oder Behörden fordern niemals unaufgefordert am Telefon zur Eingabe von Passwörtern oder TANs auf.
Hohe Schäden und die Frage der Rückerstattung
Die Einzelschäden reichen von einigen Hundert bis zu Zehntausenden Euro. Die Dimension der Cyberkriminalität ist gewaltig: Für 2025 bezifferte der Branchenverband Bitkom den gesamtwirtschaftlichen Schaden in Deutschland auf rund 289,2 Milliarden Euro.
Opfer haben grundsätzlich einen Erstattungsanspruch gegen ihre Bank. Doch die Durchsetzung wird schwierig, wenn die Bank grobe Fahrlässigkeit unterstellt. Das kann passieren, wenn Sicherheitshinweise ignoriert und TANs freigegeben wurden, ohne Empfänger und Betrag zu prüfen.
Eine sofortige Meldung bei der Bank und eine Anzeige bei der Polizei sind deshalb entscheidend.
Wie Sie sich schützen können
Experten rechnen mit weiter steigenden Fallzahlen. Die wichtigsten Schutzregeln für Verbraucher:
- Legen Sie bei unerwarteten Anrufen von „Bank“ oder „Polizei“ sofort auf.
- Geben Sie niemals Passwörter, PINs oder TANs am Telefon preis.
- Rufen Sie im Zweifel selbst über die offizielle Nummer Ihrer Bank an, um den Vorfall zu klären.
- Prüfen Sie in der Banking-App immer genau den Zahlungsempfänger und den Betrag, bevor Sie eine Transaktion freigeben.
- Halten Sie die Software auf Ihrem Smartphone stets aktuell.
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