Villach, Gesundheitszentrum

Villach erhält neues Gesundheitszentrum für 7,2 Millionen Euro

21.01.2026 - 20:32:12

Kärnten errichtet vier neue Primärversorgungseinheiten, darunter ein Großprojekt in Villach. Ziel ist die Entlastung der Krankenhäuser und die Stärkung der hausärztlichen Grundversorgung.

Vier neue Primärversorgungseinheiten sollen Kärntens Gesundheitswesen entlasten und die medizinische Grundversorgung stärken. Das größte Projekt entsteht neu in Villach.

Die Verträge sind unterzeichnet: Kärnten bekommt vier neue Primärversorgungseinheiten (PVE), darunter ein neues Großprojekt in Villach. Die Zentren in Wolfsberg, Spittal an der Drau und Bleiburg starten bereits im Oktober 2026. Das komplett neu zu errichtende Zentrum in Villach soll im April 2027 öffnen. Es ist ein Kernstück der Strategie, die hausärztliche Versorgung zu sichern und die Krankenhäuser zu entlasten.

Modernes Modell: Teamarbeit statt Einzelpraxis

Das Villacher Zentrum setzt auf ein multiprofessionelles Team. Drei Hausärzte, zwei diplomierte Pflegekräfte und vier Medizinische Assistenten bilden den Kern. Ergänzt wird das Team durch ein Netzwerk aus Physio- und Ergotherapeuten, Diätologen, Sozialarbeitern sowie klinischen Psychologen. Unter einem Dach sollen die Patienten so eine umfassende, ganzheitliche Betreuung erhalten.

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Ein Hauptziel ist die Entlastung der Spitäler. Viele nicht-notfallmäßige Fälle sollen künftig in der PVE behandelt werden. Das verkürzt Wartezeiten für Patienten und schont Krankenhausressourcen. Zudem bietet das Zentrum mit bis zu 65 Wochenstunden deutlich längere Öffnungszeiten als klassische Praxen – an Werktagen sogar zwölf Stunden am Stück.

Standort mit Strategie: Nähe zum Landeskrankenhaus

Der Bauplatz auf der Schubertstraße, dem ehemaligen Gelände des Autohauses Petschnig, ist strategisch klug gewählt. Die unmittelbare Nähe zum Landeskrankenhaus (LKH) Villach soll eine enge Verzahnung und reibungslose Zusammenarbeit ermöglichen. Geplant ist ein rund 720 Quadratmeter großes, mehrgeschossiges Gebäude mit einer Tiefgarage für 48 Fahrzeuge.

Die Gesamtinvestition für Bau und Planung beläuft sich auf etwa 7,2 Millionen Euro. Betreiber wird die KABEG, die Kärntner Krankenhausbetriebsgesellschaft, die auch die PVE in Wolfsberg führen wird. Diese Anbindung an das öffentliche Gesundheitssystem soll Synergien nutzen.

Antwort auf den Ärztemangel

Die neuen Zentren sind eine direkte Reaktion auf strukturelle Probleme: Ärztemangel auf dem Land und überlastete Krankenhausambulanzen in den Städten. Das teambasierte Modell soll zudem für junge Mediziner attraktiv sein. Es bietet ein strukturiertes Arbeitsumfeld ohne den administrativen Aufwand einer Einzelpraxis.

Bisher gab es in Kärnten nur eine vergleichbare Einrichtung – das Medineum in Klagenfurt. Die nun beschlossene Expansion ist Teil des Regionalen Strukturgesundheitsplans (RSG). Dieser sieht vor, bis 2030 insgesamt bis zu zehn neue Primärversorgungszentren im Land zu errichten – also etwa zwei pro Jahr.

Finanziert wird das Vorhaben gemeinsam von den Sozialversicherungsträgern, dem Land Kärnten und dem Kärntner Gesundheitsfonds. Für die Bürger in Villach entsteht bis 2027 eine zentrale, moderne und leicht erreichbare Anlaufstelle für ihre Gesundheitsfragen.

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