Vier Räume der Veränderung: Psychologisches Modell erlebt Renaissance
05.02.2026 - 12:48:12Ein psychologisches Modell aus den 1970er Jahren feiert in der KI-geprägten Arbeitswelt von 2026 ein Comeback. Unternehmen nutzen die „Vier Räume der Veränderung“ verstärkt, um der grassierenden Veränderungsmüdigkeit ihrer Belegschaft entgegenzuwirken.
Nach Jahren rasanter digitaler Transformation und KI-Einführung melden Arbeitspsychologen neben Produktivitätsgewinnen auch eine zunehmende mentale Erschöpfung. Als Antwort darauf setzen Personalentwickler wieder auf das Modell des schwedischen Psychologen Claes Janssen. Es dient als mentales Navigationssystem in unsicheren Zeiten.
Ein psychologisches GPS für den Wandel
Das Modell unterteilt die emotionale Erfahrung von Veränderung in vier Phasen: Zufriedenheit, Verleugnung, Verwirrung und Erneuerung. Es beschreibt Veränderung nicht als linearen Weg, sondern als zyklischen Prozess.
Stress entsteht oft nicht durch den Wandel selbst, sondern durch den Widerstand gegen den Übergang in die nächste Phase. In einer Zeit, in der technologische Updates im Wochentakt erfolgen, verharren viele Mitarbeiter zu lange in den kräftezehrenden Räumen. Das Modell hilft zu verstehen: Gefühle wie Angst oder Desorientierung sind keine Schwäche, sondern notwendige Etappen.
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Die Falle der Verleugnung
Ein besonderer Fokus liegt aktuell auf dem „Raum der Verleugnung“. Hier versuchen Menschen, am alten Status quo festzuhalten, obwohl sich die Realität längst geändert hat.
Das zeigt sich oft bei der Einführung neuer KI-Tools. Mitarbeiter arbeiten weiter wie gewohnt und ignorieren neue Anforderungen – was zu enormer innerer Anspannung führt. Die Erkenntnis, sich in dieser Phase zu befinden, ist laut Psychologen der erste Schritt zur Entlastung. Sie ermöglicht es, Energie für die Anpassung freizusetzen, statt sie in eine Illusion zu investieren.
Warum Verwirrung produktiv sein kann
Der kritischste, aber auch wichtigste Raum ist die Verwirrung. Hier bricht die alte Ordnung zusammen, die neue ist noch nicht da. Lange wurde dieser Zustand in Unternehmen als Inkompetenz missverstanden.
Heute deuten Ansätze in der Führungskräfteentwicklung darauf hin: Die Akzeptanz von Verwirrung ist entscheidend für Innovation. Wenn Teams Chaos als legitimen Teil des Prozesses begreifen, sinkt der „Meta-Stress“ – also der Stress darüber, gestresst zu sein. Führungskräfte lernen 2026, diesen Raum als Brutstätte für Kreativität zu moderieren.
Die neue Währung: Psychische Energie
Die Renaissance des Modells fällt mit einer breiteren Debatte zusammen: Die psychische Energie der Mitarbeiter ist zur wertvollsten Ressource geworden. Während frühere Trends auf Effizienz abzielten, rückt nun die psychologische Sicherheit in den Mittelpunkt.
Das „Vier Räume“-Modell bietet hier eine niederschwellige Methode. Es erlaubt Teams, ihren kollektiven Zustand schnell zu erfassen – etwa mit dem Satz: „Wir stecken alle in der Verwirrung fest.“ Das entpathologisiert Stress und fördert eine Kultur, in der Verletzlichkeit thematisiert werden kann.
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