Vesseltracker warnt Nutzer vor Phishing-Kampagne
24.01.2026 - 07:44:12Nutzer des Schiffs-Tracking-Dienstes Vesseltracker.com sind Ziel einer gezielten Phishing-Attacke. Die Betreiber warnen vor gefälschten Webseiten, die über soziale Medien verbreitet werden – ein weiterer Beleg für die wachsende Cyber-Bedrohung der globalen Logistikbranche.
Die Warnung wurde auf dem eigenen News-Portal des Hamburger Unternehmens veröffentlicht. Angreifer verbreiten demnach Links in sozialen Netzwerken, die einen kostenlosen Testzugang zu Vesseltracker versprechen. Klicken Nutzer darauf, landen sie auf einer täuschend echten Nachbildung der offiziellen Login-Seite. Dort abgefangene Zugangsdaten könnten Kriminellen Zugriff auf sensible Schiffsdaten und Nutzerkonten verschaffen. Der Vorfall unterstreicht die wachsende Verwundbarkeit kritischer maritimer Infrastruktur durch Cyber-Spionage und Datendiebstahl.
So funktioniert der Angriff
Das Phishing-Schema nutzt den Köder eines „kostenlosen Tests“, um Seriosität und Dringlichkeit vorzutäuschen. Die Links zielen auf eine möglichst weite Verbreitung in der maritimen Community ab. Auf der gefälschten Seite werden eingegebene Log-in-Daten direkt von den Angreifern abgefangen.
Phishing-Angriffe wie die gegen Vesseltracker sind längst nicht nur ein einzelner Account-Diebstahl. Besonders in der Logistik können kompromittierte Logins schnell zu finanziellen Schäden, betrügerischen Zahlungen oder sogar organisiertem Ladungsdiebstahl führen. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket bietet eine praxisnahe 4‑Schritte-Anleitung, erklärt typische Tricks (inkl. CEO‑Fraud) und liefert Checklisten sowie Vorlagen für Mitarbeiterschulungen und interne Prozesse. Für IT-Verantwortliche und Führungskräfte, die ihre Lieferkette schützen wollen: Jetzt Anti‑Phishing‑Paket herunterladen
Vesseltracker gibt klare Handlungsempfehlungen: Nutzer sollten ihre Zugangsdaten ausschließlich auf den offiziellen Domains www.vesseltracker.com oder cockpit.vesseltracker.com eingeben. Zudem sei auf das grüne Schloss-Symbol in der Browser-Adressleiste zu achten, das eine verschlüsselte Verbindung anzeigt.
Diese Art von Angriff ist häufig der Vorläufer größerer Sicherheitsverletzungen. Gestohlene Log-ins können den Zugriff auf proprietäre Schiffsdaten ermöglichen, die Verfolgung hochwertiger Fracht zum Zweck des Diebstahls erleichtern oder in Darknet-Foren verkauft werden. Der Vorfall ist eine dringende Erinnerung an erhöhte Vorsicht bei unaufgeforderten Links in der Logistikbranche.
Maritime Cyber-Angriffe nehmen zu
Der Angriff auf Vesseltracker-Nutzer ist kein Einzelfall. Er spiegelt eine zunehmend aggressive Cyber-Bedrohungslage für die gesamte Schifffahrtsindustrie wider. Sicherheitsanalysten beobachten derzeit eine Welle koordinierter Kampagnen, bei denen kompromittierte E-Mail-Konten legitimer Transport- und Logistikfirmen genutzt werden, um Schadsoftware in bestehende Kommunikation einzuschleusen.
Eine solche Kampagne imitiert bekannte Anbieter von Logistik-Software wie Samsara, AMB Logistic oder Astra TMS. Die Phishing-Mails enthalten oft Verknüpfungsdateien oder Links zu Cloud-Speichern, die beim Öffnen unbemerkt Malware auf das System des Opfers laden. Diese Angriffe zielen darauf ab, verschiedene Informationsdiebe wie Lumma Stealer, StealC oder DanaBot einzuschleusen, die sensible Unternehmensdaten abgreifen können.
Die fortschreitende Digitalisierung der maritimen Branche – von Cloud-Logistikplattformen bis zu eNavigation-Systemen – schafft neue Schwachstellen, die Cyberkriminelle ausnutzen. Viele Unternehmen setzen noch auf veraltete oder ungepatchte IT-Systeme, an Bord wie in Landbüros, und sind damit lohnende Ziele. Der zeitkritische Betriebsablauf im Schiffsverkehr macht Mitarbeiter zudem anfälliger für Social-Engineering-Angriffe, die mit Dringlichkeit arbeiten.
Der Mensch bleibt das größte Risiko
Branchenexperten betonen: Technische Abwehrmaßnahmen sind zwar entscheidend, doch der Faktor Mensch bleibt die primäre Schwachstelle in der maritimen Cybersicherheit. Phishing-Angriffe zielen grundsätzlich auf menschliches Verhalten ab, um Personen zum Umgehen von Sicherheitsprotokollen zu verleiten. Der Erfolg dieser Kampagnen hängt oft von mangelnder und unregelmäßiger Sicherheitsschulung für Besatzungen und Büropersonal ab.
Die potenziellen Folgen eines erfolgreichen Phishing-Angriffs im maritimen Bereich sind gravierend. Sie reichen von Betriebsverzögerungen und hohen finanziellen Verlusten durch betrügerische Rechnungszahlungen bis hin zu Reputationsschäden, wenn sensible Kunden- oder Frachtdaten kompromittiert werden. Besorgniserregend ist eine neue Entwicklung: Cyberkriminelle nutzen kompromittierte Zugänge zu Logistiksystemen zunehmend, um physische Ladungsdiebstähle zu planen und zu ermöglichen. Damit verschmelzen digitale und reale Kriminalität. Berichten zufolge passen organisierte Banden ihre Taktik an und zielen mit gestohlenen Zugangsdaten auf weniger, aber hochwertigere Sendungen.
Gegen diese sich entwickelnden Bedrohungen empfehlen Sicherheitsexperten eine mehrschichtige Verteidigungsstrategie. Dazu gehören robuste technische Maßnahmen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und fortschrittliche Bedrohungserkennung, kombiniert mit kontinuierlichen Mitarbeiterschulungen, um eine Kultur der Sicherheitsawareness zu schaffen. Regelmäßige Phishing-Tests und klare Protokolle zur Überprüfung verdächtiger Kommunikation werden zu essenziellen Betriebspraktiken.
Ausblick: Wachsamkeit ist das Gebot der Stunde
Die Phishing-Kampagne gegen Vesseltracker-Nutzer macht deutlich: Kein Glied der Lieferkette ist vor Cyber-Bedrohungen sicher. Da Angreifer ihre Methoden stetig verfeinern und zunehmend KI zur Automatisierung nutzen, muss die maritime Industrie mit größeren Investitionen in Technologie und Training reagieren.
Nutzer aller maritimen und logistischen Plattformen sollten unmittelbar besonders wachsam für Phishing-Versuche sein. Kritisch zu prüfen sind alle unaufgeforderten E-Mails und Social-Media-Nachrichten, insbesondere solche, die kostenlosen Zugang zu kostenpflichtigen Diensten versprechen. Die Authentizität des Absenders und das Ziel eines Links vor dem Klick zu überprüfen, ist ein grundlegender Schritt zur Prävention.
Für die gesamte Branche sollte dieser Vorfall ein Weckruf sein, die eigene Cybersicherheitsstrategie zu überprüfen und zu stärken. Unternehmen müssen sicherstellen, dass alle Softwarekomponenten regelmäßig mit den neuesten Sicherheitsupdates versorgt werden und Netzwerküberwachungslösungen die aktuellen Bedrohungen erkennen können. Je vernetzter und digital abhängiger Lieferketten werden, desto mehr hängt die Widerstandsfähigkeit des gesamten Netzes von der Sicherheit seiner einzelnen Glieder ab.
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