Verhaltensaktivierung, Winterblues

Verhaltensaktivierung: So besiegt man den Winterblues 2026

17.01.2026 - 13:22:12

Experten empfehlen 2026 die Methode der Verhaltensaktivierung, um dem Blue Monday zu begegnen. Sie setzt auf kleine Handlungen statt auf Motivation und wird zunehmend durch digitale Tools unterstützt.

Der „Blue Monday“ am 19. Januar gilt als deprimierendster Tag des Jahres. Experten setzen 2026 auf eine simple Anti-Lethargie-Strategie: Verhaltensaktivierung. Statt auf Motivation zu warten, lautet die Devise „Handeln vor Fühlen“. Diese Methode ist durch digitale Tools zugänglicher denn je.

Die „Motivation-First“-Falle durchbrechen

Das Grundproblem bei Winterblues ist ein fataler Irrglaube: Viele warten, bis sie sich besser fühlen, um aktiv zu werden. Die Verhaltensaktivierung dreht dieses Prinzip um. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass Rückzug einen Teufelskreis befeuert. Weniger Aktivität bedeutet weniger positive Erlebnisse, was zu weiterer Niedergeschlagenheit führt.

Mikro-Schritte statt Überforderung

Trends wie „Bed Rotting“ – stundenlang im Bett liegen – sehen Fachleute kritisch. Die Antwort der Verhaltensaktivierung heißt: Mikro-Schritte. Therapeuten warnen vor unrealistischen Januar-Vorsätzen. Statt sich zum einstündigen Workout zu zwingen, sollte man winzige Einheiten setzen.

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  • Das Ziel ist nicht Sport, sondern zunächst nur: Sportschuhe anziehen.
  • Diese „kleinste machbare Einheit“ senkt die Hemmschwelle.
  • Der kleine Erfolg aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn und macht den nächsten Schritt leichter.

Wie Algorithmen 2026 motivieren

Ein wesentlicher Unterschied zu früher ist die technologische Unterstützung. Intelligente Apps und Wearables übernehmen Teile der Therapiebegleitung. Moderne digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) nutzen Sensordaten von Smartwatches, um Inaktivität zu erkennen.

Sie schlagen dann proaktiv kleine Aktionen vor – einen kurzen Spaziergang oder einen Anruf bei einem Freund. Diese „Just-in-Time“-Interventionen erhöhen die Therapietreue. Der Therapeut plant die Strategie, die KI hilft bei der täglichen Umsetzung.

Warum das Thema jeden angeht

Die Relevanz ist auch volkswirtschaftlich groß. Krankenkassen-Daten zeigen regelmäßig mehr Fehltage wegen psychischer Belastungen im Winter. Im Vergleich zu Medikamenten hat die Verhaltensaktivierung keine körperlichen Nebenwirkungen. Sie gibt das Gefühl der Selbstwirksamkeit zurück.

Kritiker mögen den „Blue Monday“ als konstruiert abtun. Gesundheitsorganisationen nutzen den Termin jedoch, um auf Prävention aufmerksam zu machen. Die Botschaft für 2026 ist klar: Mentale Gesundheit ist Arbeit – aber sie beginnt mit winzigen Schritten.

@ boerse-global.de