Ver.di-Warnstreik legt Saarlands Busverkehr lahm
02.02.2026 - 02:02:12Ein ganztägiger Warnstreik der Gewerkschaft ver.di hat den kommunalen Busverkehr im Saarland heute weitgehend zum Erliegen gebracht. Tausende Pendler und Schüler müssen sich auf massive Ausfälle einstellen. Der Ausstand ist Teil der bundesweiten Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr.
Besonders der Berufs- und Schülerverkehr in den Stoßzeiten ist betroffen. Ver.di will mit der Aktion den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Im Saarland geht es um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für die Beschäftigten.
Flächendeckende Ausfälle im ganzen Land
Der Streik trifft gezielt die kommunalen Verkehrsbetriebe. Zu den bestreikten Unternehmen gehören:
* Die Saarbahn GmbH in Saarbrücken mit allen 40 Buslinien
* Die Neunkircher Verkehrs-GmbH
* Die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis
* Die Völklinger Verkehrsbetriebe
Private Busunternehmen und der Schienenverkehr von DB und vlexx sind nach aktuellem Stand nicht betroffen. Sie bieten aber nur eine minimale Entlastung, da das Liniennetz überwiegend in kommunaler Hand liegt.
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Was ver.di wirklich fordert
Im Kern des bundesweiten Konflikts stehen die Manteltarifverträge. Ver.di will den Beruf des Busfahrers attraktiver machen und dem Personalmangel entgegenwirken. Die zentralen Forderungen sind:
* Kürzere Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich
* Längere Ruhezeiten zwischen den Schichten
* Höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Schichtarbeit
Parallel verhandelt die Gewerkschaft im Saarland auch über höhere Löhne. Sie verweist auf die gestiegene Inflation. Die Arbeitgeber, vertreten durch den Kommunalen Arbeitgeberverband Saar, halten den Streik für verfrüht. Sie argumentieren mit leeren öffentlichen Kassen.
Chaos auf den Straßen – Vorteil für Bahn-Angebundene?
Für Pendler bedeutet der Streik: Umsteigen aufs Auto. Die Folge sind erhöhtes Verkehrsaufkommen und Staus auf den Hauptachsen. Schüler und Auszubildende, die auf den Bus angewiesen sind, trifft es besonders hart.
Solche Aktionstage zeigen, wie abhängig viele Haushalte von einem funktionierenden Nahverkehr sind. Könnten Immobilien in Lagen mit robuster Anbindung – etwa an nicht bestreikte Bahnlinien – dadurch an Attraktivität gewinnen? Die Diskussion über die Standortqualität wird durch den Streik neu befeuert.
Drohen jetzt längere Ausstände?
Mit dem heutigen Tag hat ver.di ein deutliches Zeichen gesetzt. Die hohe Streikbeteiligung unterstreicht die Entschlossenheit der Beschäftigten. Ob die Arbeitgeber mit einem verhandlungsfähigen Angebot reagieren, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
Weitere und möglicherweise längere Streiks sind nicht ausgeschlossen, sollte es keine Annäherung geben. Für die Fahrgäste bleibt die Lage angespannt. Sie sollten sich vor Fahrtantritt über aktuelle Entwicklungen informieren.
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