Vegane Kinder: Studie zeigt Wachstumsrisiken trotz Herzvorteile
29.12.2025 - 15:31:11Eine große Meta-Analyse bestätigt kardiovaskuläre Vorteile veganer Ernährung bei Kindern, verzeichnet aber auch geringeres Wachstum und eine reduzierte Knochengesundheit.
Eine große Meta-Analyse mit 48.000 Kindern liefert neue, alarmierende Daten zur veganen Ernährung. Während Experten die Vorteile für das Herz loben, zeigen sich deutliche Nachteile für Größe und Knochen.
Die Debatte um vegane Kinderernährung erhält zum Jahresende neue Nahrung. Eine im Dezember veröffentlichte, weltweit größte Meta-Analyse bestätigt zwar die Machbarkeit, offenbart aber auch klare Risiken. Die Studie im Fachjournal Critical Reviews in Food Science and Nutrition zeigt: Vegan ernährte Kinder sind im Schnitt kleiner und haben schwächere Knochen.
Die „3-Zentimeter-Lücke“: Kleiner und mit schwächeren Knochen
Im Zentrum der Diskussion stehen die Wachstumsdaten. Die Analyse eines Teams um Dr. Monica Dinu von der Universität Florenz fasst Daten von 48.000 Kindern aus 18 Ländern zusammen. Das Ergebnis ist eindeutig: Vegan ernährte Kinder sind durchschnittlich drei Zentimeter kleiner als ihre Altersgenossen, die alles essen.
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Doch damit nicht genug. Die Knochengesundheit leidet ebenfalls. Der Knochenmineralgehalt liegt bei vegan lebenden Kindern um 4 bis 6 Prozent niedriger. Kinderärzte warnen: Diese Werte deuten auf ein erhöhtes Risiko für Brüche hin. Zudem könnte die maximale Knochendichte im Erwachsenenalter geringer ausfallen. Diese Ergebnisse stellen die bisherige, optimistischere Sichtweise infrage.
Das starke Herz: Deutliche Vorteile für die Gefäße
Trotz der Wachstumsbedenken liefert die Studie auch überzeugende Argumente für die pflanzliche Kost. Die Vorteile für das Herz-Kreislauf-System sind signifikant – und in Zeiten zunehmenden Übergewichts bei Kindern hochrelevant.
Vegan ernährte Kinder haben ein deutlich besseres Blutfettprofil. Ihr LDL-Cholesterin, das „schlechte“ Cholesterin, liegt etwa 25 Prozent niedriger. Laut Studienautoren könnte eine frühe pflanzliche Ernährung so das Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Auch der Body-Mass-Index (BMI) und die Fettmasse fallen bei den veganen Probanden günstiger aus.
Die Nährstofffalle: Warum Pillen unverzichtbar sind
Ein kritischer Punkt ist die Versorgung mit Mikronährstoffen. Die Studie entlarvt den Mythos der „gut geplanten“ Ernährung ohne Hilfsmittel. Ohne angereicherte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel sieht es düster aus.
Besonders alarmierend sind die Werte für:
* Vitamin B12
* Calcium
* Jod
Viele untersuchte Kinder erreichten die empfohlenen Mengen nicht. Forscher sehen im Calciummangel eine Hauptursache für die schwächeren Knochen. Die Botschaft ist klar: Eltern tragen die Verantwortung für ein striktes Nährstoffmanagement. Allein mit „buntem Gemüse“ ist es nicht getan.
Nach der DGE-Wende: Neue Daten, neue Warnungen
Diese Erkenntnisse treffen auf eine veränderte Lage in Deutschland. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hatte ihre strikte Ablehnung im Juni 2024 aufgeweicht. Sie erkannte eine vegane Ernährung bei Kindern als möglich an – aber nur mit verlässlicher Vitamin-B12-Gabe.
Die neue Studie widerspricht dieser Position nicht grundsätzlich, schärft sie aber. Während die DGE 2024 auf Machbarkeit setzte, rücken die Dezember-Daten die biologischen Kosten in den Vordergrund: geringeres Wachstum und instabilere Knochen. Der Druck auf die Lebensmittelindustrie wächst, pflanzliche Alternativen nicht nur mit B12, sondern auch mit Calcium und Jod anzureichern.
Was kommt 2026? Mehr Kontrolle für vegane Kinder
Fachkreise rechnen im neuen Jahr mit Konsequenzen. Die pädiatrischen Leitlinien dürften angepasst werden. Kinderärzte werden wahrscheinlich nicht nur regelmäßige Blutbilder fordern, sondern auch das Knochenwachstum engmaschiger überwachen.
Die Diskussion um verpflichtende Nährstoffanreicherungen in der EU bekommt neuen Schwung. Für Eltern bedeutet das: Die vegane Ernährung ihrer Kinder wird 2026 mehr medizinisches Monitoring erfordern als bisher gedacht. Die einfache Frage „Machbar oder nicht?“ wird durch konkrete Warnhinweise zu Größe und Knochenstabilität ersetzt.
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