Vdigm präsentiert KI-Avatare als Brücke zu menschenähnlichen Robotern
21.01.2026 - 01:32:12Ein KI-Startup aus Seoul stellt eine Technologie vor, die digitale Avatare mit echter Emotionalität ausstattet – und sie bald in Roboter übertragen will. Das Ziel: eine natürliche Interaktion zwischen Mensch und Maschine.
Südkorea – Auf dem prestigeträchtigen Seoul AI Hub hat das Startup Vdigm heute seine neuartige KI-Avatar-Technologie der Öffentlichkeit präsentiert. Kern der Innovation ist die Plattform „TIH“ (Talk, Interact, Humanize), die mit generativer KI lebensechte 3D-Avatare erschafft. Diese können nuancenreiche menschliche Emotionen ausdrücken und markieren einen wichtigen Schritt in der Robotik und digitalen Kommunikation.
Die Demonstration verdeutlichte Vdigms ehrgeizigen Plan, seine ausgefeilte Avatar-Technologie mit physischen Humanoid-Robotern zu verschmelzen. Damit positioniert sich das Unternehmen an der Spitze des schnell wachsenden Feldes der „Physical AI“, bei der digitale Intelligenz eine interaktive, greifbare Form annimmt.
Seit August 2024 gelten für KI‑Systeme in der EU neue Regeln – und das betrifft besonders Firmen, die generative Avatare oder Physical‑AI-Lösungen entwickeln. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt verständlich Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen, Dokumentationspflichten und praktische Schritte für Entwickler-Teams. Mit einer Praxis-Checkliste für Produktverantwortliche lassen sich Compliance‑Risiken frühzeitig erkennen und Bußgelder vermeiden. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden sichern
Die Technik: Von Text zu echter Emotion
Herzstück ist die TIH-Plattform, einen KI-Dienst zur Erzeugung und Animation personalisierter 3D-Avatare. Das System nutzt eine Suite modernster Technologien, darunter Large Language Models (LLM) und Vision-Language Models (VLM). So entstehen Avatare, die nicht nur Gespräche führen, sondern auch mit einem hohen Grad an Realismus visuell interagieren können.
Eine Schlüsselfunktion ist die Fähigkeit, Emotionen aus Text oder Skripten zu interpretieren und in entsprechende Gesichtsausdrücke und Gesten des Avatars zu übersetzen – ein Prozess, den das Unternehmen als Text-to-Motion (TTM) bezeichnet. Ein proprietäres, webcam-basiertes Motion-Tracking-System erfasst zudem Bewegungen, Mimik und sogar Finger-Gesten in Echtzeit und überträgt sie kostengünstig auf den digitalen Zwilling.
Drei-Stufen-Plan für den Humanoid-Markt
Das 2020 gegründete Unternehmen, geführt von Samsung-Veteran CEO Youngwan Kim, verfolgt eine klare Dreiphasen-Strategie für den wachsenden Humanoid-Roboter-Markt. Die Avatar-Technologie soll dabei die entscheidende Brücke schlagen, um Roboter anschlussfähiger und intuitiver zu machen.
- Phase 1 (laufend): Aufbau einer umfangreichen KI-Bewegungsplattform durch das Sammeln von Trainingsdaten via TIH Full Motion Tracking.
- Phase 2: Start einer „Humanoid Robot AI Twin Platform“, einer KI-Bewegungstrainingsumgebung für Roboter, entwickelt in Zusammenarbeit mit NVIDIA.
- Phase 3 (Ziel 2027): Vollständige Integration des TIH-basierten KI-Zwillingsdienstes in Humanoid-Roboter-Hardware. Das Ergebnis wären KI-gesteuerte Charaktere, die in der physischen Welt agieren können.
Südkorea setzt auf „Physical AI“
Das Debüt fällt in eine Zeit, in der Südkorea zunehmend als globaler Leader in Robotik und KI wahrgenommen wird. Die starke Präsenz koreanischer Tech-Firmen auf Messen wie der CES 2026 unterstreicht einen Branchentrend: weg von rein digitaler KI hin zur interaktiven „Physical AI“.
Vdigms Fokus auf emotional ausdrucksstarke Avatare für Roboter adressiert eine zentrale Herausforderung: die Fähigkeit, natürlich mit Menschen zu kommunizieren und zu koexistieren. Der Seoul AI Hub, 2017 von der Stadtverwaltung gegründet, bietet Startups wie Vdigm ein fruchtbares Ökosystem. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2027 über 20 Prozent des nordamerikanischen Marktes mit seiner Plattform zu erobern.
Vom digitalen Tutor zum physischen Begleiter
Das langfristige Ziel mag die Humanoid-Robotik sein, doch die Technologie hat bereits heute Anwendungen in Bildung, Mode, Gesundheitswesen und dem Metaverse. Die TIH-Plattform wird bereits für KI-Avatar-Tutoren, KI-Stylisten und eine neue Generation virtueller YouTuber entwickelt.
Die heute vorgestellte Technologie ist mehr als ein Fortschritt in Grafik oder Animation. Sie ist ein grundlegender Schritt in eine Zukunft, in der digitale Wesen und humanoide Roboter zu integrierten, interaktiven Partnern im Alltag werden. Die Frage ist: Wann wird der digitale Zwilling seinen ersten physischen Händedruck austauschen?
PS: Wenn Sie planen, Avatar‑Features oder humanoide Assistenzsysteme in Ihr Produkt zu integrieren, sind die Übergangsfristen und Dokumentationspflichten der EU‑KI‑Verordnung entscheidend. Unser kompaktes E‑Book fasst die wichtigsten Anforderungen, Fristen und praxisnahen Umsetzungsschritte zusammen – speziell für Entwickler, Produktmanager und Entscheider. EU‑KI‑Verordnung kompakt herunterladen


