VDI, Ladungssicherungs-Regeln

VDI 2700: Neue Ladungssicherungs-Regeln treten in Kraft

24.01.2026 - 07:24:12

Ab sofort gelten in Deutschland verschärfte Vorgaben für die Sicherung von Fracht auf Lkw. Die novellierte Richtlinienreihe VDI 2700 des Vereins Deutscher Ingenieure setzt neue Standards für Transparenz und Rückverfolgbarkeit. Betroffen sind alle Beteiligten der Logistikkette.

Die Richtlinien, die als „anerkannte Regeln der Technik“ quasi-rechtliche Verbindlichkeit haben, konkretisieren die Pflichten aus der Straßenverkehrsordnung. Die Neufassung reagiert auf technische Entwicklungen und soll die Sicherheit auf deutschen Straßen erhöhen. Bei Kontrollen oder vor Gericht sind sie die zentrale Referenz.

Herzstück der Novelle ist das überarbeitete VDI 2700 Blatt 3.2. Es schreibt für alle Sicherungsmittel – von Zurrgurten bis zu Steckrungen – eine erweiterte Kennzeichnung vor. Künftig müssen diese nicht nur den Hersteller nennen, sondern auch eine Chargennummer für die lückenlose Rückverfolgung tragen.

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Zudem sind die zulässigen Belastungsgrenzen direkt auf dem Produkt anzugeben. Diese Maßnahme soll Fehlbelastungen vor Ort verhindern. Experten sehen darin einen entscheidenden Schritt, um Unfälle durch mangelhafte Sicherung zu reduzieren. Solche Vorfälle verursachen jährlich hohe Sach- und Personenschäden.

Praxisumstellung für Logistikbranche beginnt

Für Verlader, Speditionen und Fahrer bedeutet die Neuregelung eine konkrete Umstellung. Sie müssen sicherstellen, dass ihre eingesetzte Ausrüstung den neuen Kennzeichnungsvorgaben entspricht. Die Hersteller haben ihre Produktionsprozesse bereits angepasst.

Die Verantwortung bleibt geteilt: Fahrer, Verlader und Fahrzeughalter sind gleichermaßen in der Pflicht, die korrekte Anwendung zu gewährleisten. Damit gewinnen regelmäßige Schulungen und Unterweisungen weiter an Bedeutung.

Novelle als Teil eines laufenden Prozesses

Die aktuellen Änderungen sind Teil der regelmäßigen Überarbeitung der VDI-Richtlinien. Erst im September 2024 traten bereits verschärfte Regeln für den Transport von Fahrzeugen in Kraft. Sie reagierten auf das höhere Gewicht von Elektroautos und neue Fahrwerkstechnologien.

Die nun ausgeweiteten Kennzeichnungspflichten für alle Sicherungsmittel sind der logische nächste Schritt. Ziel ist ein durchgängig hohes Sicherheitsniveau für alle Transportgüter.

Erwartung: Mehr Professionalität und Klarheit

Die Branche rechnet mit einer weiteren Professionalisierung. Die klare Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit soll nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch Haftungsfragen im Schadensfall vereinfachen. Kontrollbehörden wie das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) werden die Einhaltung überprüfen.

Kurzfristig könnten Investitionen in normkonforme Ausrüstung nötig werden. Langfristig dürften die Vorteile durch weniger Schäden und mehr Sicherheit jedoch überwiegen. Der VDI passt mit seiner Richtlinienarbeit die Standards kontinuierlich an den Stand der Technik an.

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